Weiterbildung – Online lernen – Buchhaltung – Grundbuch Vorlage, Journal Muster, Aufbau und Beispiel für die Buchhaltung
Mit unserer Grundbuch Vorlage lernen Sie den Aufbau eines Journals in der Buchhaltung Schritt für Schritt kennen. Sie erfahren, wie Geschäftsvorfälle zeitlich erfasst, Belegnummer, Buchungsdatum, Konten, Soll und Haben sowie Buchungstext eingetragen werden. Die kostenlose Excel- und PDF-Datei können Sie insbesondere für Studium, Ausbildung, Weiterbildung und Buchhaltungsübungen verwenden. Zusätzlich finden Sie Beispiele, Buchungssätze sowie die Unterschiede zwischen Grundbuch, Journal und Hauptbuch.
Journal und Grundbuch im Überblick
Das Grundbuch gehört zu den grundlegenden Begriffen der doppelten Buchführung. Geschäftsvorfälle werden darin grundsätzlich in ihrer zeitlichen Reihenfolge dokumentiert. In der modernen Buchhaltung wird dafür häufig der Begriff Journal beziehungsweise Journalfunktion verwendet. Eine Grundbuch Vorlage macht diesen Zusammenhang besonders für Lernende sichtbar und hilft dabei, vom Beleg zum Buchungssatz und anschließend zu den Konten zu gelangen.
- Zweck: Geschäftsvorfälle chronologisch nachvollziehbar erfassen
- Grundlage: Belege wie Rechnungen, Quittungen, Bankbelege oder Gutschriften
- Typische Angaben: Datum, Belegnummer, Konten, Buchungsbetrag und Buchungstext
- Buchungssystem: bei der doppelten Buchführung grundsätzlich Soll und Haben
- Weiterverarbeitung: sachliche Zuordnung der Geschäftsvorfälle im Hauptbuch beziehungsweise auf den Konten
- Downloads: kostenlose Excel- und PDF-Datei auf der Bildungsbibel
Tipp der Bildungsbibel: Nutzen Sie die Grundbuch Vorlage im Studium zunächst zusammen mit einfachen Buchungssätzen. Sobald Sie sicher zwischen Soll und Haben unterscheiden können, ergänzen Sie Umsatzsteuer, Vorsteuer, Skonto, Warenkonten und komplexere Geschäftsvorfälle.
Was ist das Grundbuch in der Buchhaltung?
Das Grundbuch ist in der klassischen Buchführungslehre ein Buch beziehungsweise eine Aufzeichnung, in der Geschäftsvorfälle in zeitlicher Reihenfolge festgehalten werden. Deshalb wird es auch als Zeitbuch bezeichnet. Die Grundbuch Vorlage zeigt diese chronologische Sicht besonders deutlich: Geschäftsvorfälle werden nicht nach Konten sortiert, sondern entsprechend ihrer zeitlichen Erfassung dokumentiert.
Die Geschäftsvorfälle werden anschließend sachlich gegliedert auf die jeweiligen Konten übertragen. Diese sachliche Ordnung übernimmt das Hauptbuch. Während das Grundbuch somit die Frage beantwortet „Wann ist etwas passiert beziehungsweise erfasst worden?“, zeigt das Hauptbuch, welche Konten betroffen sind.
Für Studium und Ausbildung ist diese Unterscheidung besonders wichtig. Die Grundbuch Vorlage hilft dabei, den vollständigen Buchungsweg zu verstehen:
- Geschäftsvorfall entsteht.
- Ein Beleg dokumentiert den Vorgang.
- Der Beleg wird geprüft.
- Der Buchungssatz wird gebildet.
- Der Geschäftsvorfall wird chronologisch im Journal dargestellt.
- Die sachliche Zuordnung erfolgt auf den entsprechenden Konten.
Grundbuch, Journal und Hauptbuch unterscheiden
Die Begriffe Grundbuch und Journal werden in der Buchhaltung häufig nahezu synonym verwendet. Die aktuellen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sprechen unter anderem von Grund(buch)aufzeichnungen, Journalfunktion und Kontenfunktion. Für das Verständnis einer Grundbuch Vorlage ist die Abgrenzung zum Hauptbuch dennoch hilfreich.
| Bereich | Aufgabe | Ordnung |
|---|---|---|
| Grundbuch | Erfassung der Geschäftsvorfälle | zeitlich beziehungsweise chronologisch |
| Journal | Nachweis der vollständigen und zeitgerechten Verarbeitung der Geschäftsvorfälle | chronologisch |
| Hauptbuch | Darstellung der Buchungen auf Konten | sachlich nach Konten |
| Nebenbücher | Ergänzende detaillierte Aufzeichnungen | nach jeweiligem Zweck |
In einem modernen Buchhaltungsprogramm laufen diese Funktionen weitgehend im Hintergrund zusammen. Für Lernzwecke trennt die Grundbuch Vorlage die einzelnen Informationen bewusst sichtbar voneinander. Dadurch lässt sich nachvollziehen, wie aus einem Beleg eine Buchung entsteht.
Das Grundbuch ist nicht das Grundstücksgrundbuch
Der Begriff Grundbuch besitzt im Deutschen zwei vollkommen unterschiedliche Bedeutungen. In der Buchhaltung bezeichnet er eine chronologische Aufzeichnung von Geschäftsvorfällen. Im Grundstücksrecht dokumentiert das Grundbuch dagegen Eigentumsverhältnisse und Rechte an Grundstücken.
Die hier angebotene Grundbuch Vorlage betrifft ausschließlich Buchhaltung und Rechnungswesen. Sie ist keine Vorlage für ein Grundbuchamt und kann nicht für Grundstücksgeschäfte verwendet werden.
Warum ist das Journal für die doppelte Buchführung wichtig?
Bei der doppelten Buchführung müssen Geschäftsvorfälle sowohl zeitlich nachvollziehbar als auch sachlich nach Konten darstellbar sein. Die Grundbuch Vorlage bildet vor allem die zeitliche Perspektive ab. Gleichzeitig enthält sie die benötigten Konteninformationen, sodass der Buchungssatz nachvollzogen werden kann.
Nach § 238 HGB muss die Buchführung so beschaffen sein, dass ein sachverständiger Dritter innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und die Lage des Unternehmens erhält. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen.
Kostenlose Vorlage für Studium und Buchhaltung
Die Grundbuch Vorlage der Bildungsbibel ist vor allem als Lern- und Übungsmittel konzipiert. Sie können damit Geschäftsvorfälle aus Buchführungsaufgaben erfassen und anschließend kontrollieren, ob Buchungsdatum, Kontierung, Soll und Haben richtig zugeordnet wurden.
Besonders geeignet ist die Grundbuch Vorlage für:
- Studium der Betriebswirtschaftslehre,
- Wirtschaftswissenschaften,
- Wirtschaftsinformatik,
- kaufmännische Ausbildung,
- Weiterbildung in Buchhaltung und Rechnungswesen,
- IHK-Prüfungsvorbereitung,
- Selbststudium der doppelten Buchführung.
Die Grundbuch Vorlage soll Ihnen insbesondere das Buchungsprinzip verständlich machen. Für eine produktive Unternehmensbuchhaltung sollte dagegen eine geeignete Buchhaltungssoftware verwendet werden, die die gesetzlichen und technischen Anforderungen an digitale Aufzeichnungen erfüllt.
Excel- und PDF-Vorlage kostenlos downloaden
Die abgebildete Grundbuch Vorlage können Sie kostenlos herunterladen. Die Excel-Datei eignet sich zum Ausfüllen und für eigene Übungen. Die PDF-Version ist besonders praktisch, wenn Sie das Journal ausdrucken und Buchungssätze handschriftlich eintragen möchten.
Für weitere Aufgaben finden Sie auf der Bildungsbibel zusätzliche Übungen zur Buchführung.
Excel-Datei vor allem zum Lernen und Üben verwenden
Eine Tabellenkalkulation ist für Studium und Unterricht praktisch, weil sich Buchungen schnell eintragen, verändern und vergleichen lassen. Die Grundbuch Vorlage als Excel-Datei eignet sich deshalb sehr gut für Übungszwecke.
Für die laufende reale Buchhaltung eines Unternehmens gelten jedoch höhere Anforderungen. Elektronische Aufzeichnungen müssen insbesondere nachvollziehbar, vollständig, richtig, zeitgerecht, geordnet und gegen unzulässige Veränderungen geschützt sein. Eine frei veränderbare Excel-Datei erfüllt diese Anforderungen nicht automatisch.
Verwenden Sie die Grundbuch Vorlage daher primär als Lernmaterial. Für betriebliche Echtbuchungen empfiehlt sich eine professionelle Buchhaltungssoftware, die auf ordnungsgemäße Buchführung ausgelegt ist.
Aufbau des Journals Schritt für Schritt
Eine Grundbuch Vorlage sollte alle Informationen enthalten, die zur Identifikation und Nachvollziehbarkeit eines Geschäftsvorfalls benötigt werden. In Lernaufgaben werden häufig folgende Spalten verwendet:
| Spalte | Funktion | Beispiel |
|---|---|---|
| Laufende Nummer | eindeutige Zuordnung des Eintrags | 001 |
| Buchungsdatum | Zeitpunkt der Buchung beziehungsweise Erfassung | 05.03. |
| Belegnummer | Verbindung zwischen Buchung und Beleg | ER001 |
| Belegdatum | Datum des ursprünglichen Belegs | 04.03. |
| Sollkonto | Konto auf der Sollseite | Wareneingang |
| Habenkonto | Konto auf der Habenseite | Verbindlichkeiten |
| Betrag | Wert des Geschäftsvorfalls | 1.000,00 Euro |
| Buchungstext | kurze Beschreibung | Wareneinkauf auf Ziel |
Je nach Software und Aufgabenstellung kann eine Grundbuch Vorlage weitere Felder enthalten, beispielsweise Steuerschlüssel, Kostenstelle, Gegenkonto, Währung, Erfassungszeitpunkt oder Benutzerkennung.
Laufende Nummer
Die laufende Nummer erleichtert die eindeutige Zuordnung eines Eintrags. In einer Grundbuch Vorlage für Übungen kann beispielsweise mit 001, 002, 003 und so weiter gearbeitet werden.
Entscheidend für eine ordnungsgemäße Buchführung ist die Nachvollziehbarkeit. Einträge dürfen nicht einfach so verändert oder gelöscht werden, dass der ursprüngliche Inhalt anschließend nicht mehr feststellbar ist. Fehler werden in ordnungsgemäßen Systemen nachvollziehbar korrigiert, beispielsweise durch Storno und Neubuchung.
Buchungsdatum
Das Buchungsdatum dokumentiert den Zeitpunkt der Buchung beziehungsweise Verarbeitung. Moderne Buchhaltungsprogramme erfassen solche Informationen regelmäßig automatisch. In der Grundbuch Vorlage tragen Sie das Datum bei Übungen selbst ein.
Das Buchungsdatum ist nicht zwingend mit dem Datum des ursprünglichen Belegs identisch. Genau deshalb kann eine Grundbuch Vorlage getrennte Spalten für Buchungsdatum und Belegdatum enthalten.
Belegnummer
Die Belegnummer stellt die Verbindung zwischen Buchung und Beleg her. Häufig werden unterschiedliche Belegkreise verwendet, beispielsweise:
- ER für Eingangsrechnung,
- AR für Ausgangsrechnung,
- KB für Kassenbeleg,
- BK für Bankbeleg.
Eine Grundbuch Vorlage kann beispielsweise die Nummer ER001 für die erste erfasste Eingangsrechnung und ER002 für die nächste Rechnung verwenden. Wichtig ist ein nachvollziehbares Ordnungssystem.
Belegdatum
Das Belegdatum ist das Datum, das auf dem ursprünglichen Dokument angegeben ist. Bei einer Eingangsrechnung handelt es sich regelmäßig um das Rechnungsdatum.
Das Belegdatum kann unter anderem für Zahlungsziele, Skontofristen und die zeitliche Zuordnung wichtig sein. Deshalb ist es sinnvoll, dieses Datum in einer Grundbuch Vorlage separat zu erfassen.
Sollkonto und Habenkonto
Bei der doppelten Buchführung betrifft ein Geschäftsvorfall mindestens zwei Konten. In der Grundbuch Vorlage werden deshalb Sollkonto und Habenkonto beziehungsweise die entsprechenden Kontonummern eingetragen.
Ein einfacher Buchungssatz lautet beispielsweise:
Büromaterial an Bank 119,00 Euro
In einer vereinfachten Übung würde Büromaterial auf der Sollseite und Bank auf der Habenseite erscheinen. Bei einer umsatzsteuerpflichtigen betrieblichen Buchung müsste zusätzlich die Vorsteuer berücksichtigt werden.
Spalte Soll
Die Sollseite ist Bestandteil des Buchungssatzes. Welche Wirkung eine Sollbuchung besitzt, hängt davon ab, um welche Kontenart es sich handelt. Bei einem Aktivkonto bedeutet Soll beispielsweise grundsätzlich eine Mehrung, bei einem Aufwandskonto wird der Aufwand ebenfalls im Soll erfasst.
Eine Grundbuch Vorlage ersetzt deshalb nicht das Verständnis der Kontenregeln. Sie hilft lediglich dabei, die bereits ermittelte Kontierung strukturiert zu dokumentieren.
Spalte Haben
Das Habenkonto steht im Buchungssatz nach dem Wort „an“. Bei einem Aktivkonto wird eine Minderung grundsätzlich im Haben gebucht, während Erträge beispielsweise im Haben erfasst werden.
In der Grundbuch Vorlage können Soll- und Habeninformationen entweder in getrennten Spalten oder als vollständiger Buchungssatz dargestellt werden.
Buchungstext
Der Buchungstext beschreibt kurz und eindeutig, worum es bei einem Geschäftsvorfall geht. Beispiele sind „Büromaterial bar gekauft“, „Kundenzahlung Rechnung AR015“ oder „Mietzahlung Oktober“.
Die ursprüngliche Grundbuch Vorlage enthält keine eigene Spalte für einen Buchungstext. Beim Erstellen einer erweiterten Lernversion können Sie eine solche Spalte ergänzen, weil sie das spätere Nachvollziehen von Übungsfällen erleichtert.
Ausgefülltes Beispiel für das Journal
Das folgende Beispiel zeigt, wie eine Grundbuch Vorlage mit einfachen Geschäftsvorfällen aussehen kann. Zur besseren Übersicht bleiben Umsatzsteuer und Vorsteuer zunächst unberücksichtigt.
| Nr. | Buchungsdatum | Beleg | Belegdatum | Sollkonto | Habenkonto | Betrag | Buchungstext |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 001 | 02.01. | BK001 | 02.01. | Bank | Eigenkapital | 10.000 Euro | Privateinlage auf Geschäftskonto |
| 002 | 03.01. | ER001 | 03.01. | Büromaterial | Bank | 200 Euro | Büromaterial bezahlt |
| 003 | 05.01. | ER002 | 05.01. | Wareneingang | Verbindlichkeiten | 1.500 Euro | Wareneinkauf auf Ziel |
| 004 | 10.01. | AR001 | 10.01. | Forderungen | Umsatzerlöse | 2.000 Euro | Verkauf auf Ziel |
| 005 | 15.01. | BK002 | 15.01. | Bank | Forderungen | 2.000 Euro | Kunde bezahlt Rechnung |
Mit einer solchen Grundbuch Vorlage können Sie unmittelbar erkennen, in welcher Reihenfolge Geschäftsvorfälle entstanden beziehungsweise gebucht wurden und welche Konten betroffen sind.
Beispiel mit Umsatzsteuer und Vorsteuer
In fortgeschrittenen Buchhaltungsaufgaben sollten Sie die Grundbuch Vorlage um Umsatzsteuer und Vorsteuer ergänzen. Angenommen, ein Unternehmen kauft Büromaterial für 119 Euro brutto auf Rechnung. Bei 19 Prozent Umsatzsteuer ergeben sich vereinfacht 100 Euro Nettobetrag und 19 Euro Vorsteuer.
Der Buchungssatz lautet:
- Büromaterial 100 Euro
- Vorsteuer 19 Euro
- an Verbindlichkeiten 119 Euro
Eine erweiterte Grundbuch Vorlage kann deshalb mehrere Soll- oder Habenpositionen pro Geschäftsvorfall enthalten. Alternativ werden entsprechende Buchungszeilen verwendet.
Vom Beleg zum Buchungssatz
Für Studium und Prüfungsvorbereitung ist die Grundbuch Vorlage besonders hilfreich, wenn Sie nicht nur fertige Buchungssätze eintragen, sondern den vollständigen Buchungsvorgang trainieren.
Schritt 1: Beleg lesen
Prüfen Sie zunächst, was wirtschaftlich passiert ist. Wurde etwas gekauft, verkauft, bezahlt oder finanziert?
Schritt 2: Betroffene Konten bestimmen
Bestimmen Sie anschließend, welche Bestands- oder Erfolgskonten betroffen sind.
Schritt 3: Mehrung und Minderung prüfen
Überlegen Sie, welches Konto zunimmt und welches abnimmt. Bei Aufwendungen und Erträgen gelten die Regeln der Erfolgskonten.
Schritt 4: Soll und Haben festlegen
Ordnen Sie die Konten auf Grundlage ihrer Kontenart der richtigen Seite zu.
Schritt 5: Eintrag vornehmen
Übertragen Sie den Geschäftsvorfall anschließend in die Grundbuch Vorlage und ergänzen Sie Belegnummer, Datum, Betrag und gegebenenfalls Buchungstext.
Grundbuch und Hauptbuch am Beispiel verstehen
Angenommen, am 5. Februar werden Waren für 1.000 Euro auf Ziel gekauft. In der Grundbuch Vorlage erscheint dieser Vorgang entsprechend seiner zeitlichen Reihenfolge mit dem Buchungssatz:
Wareneingang an Verbindlichkeiten 1.000 Euro
Im Hauptbuch wird derselbe Geschäftsvorfall dagegen sachlich aufgeteilt:
- 1.000 Euro im Soll des Kontos Wareneingang,
- 1.000 Euro im Haben des Kontos Verbindlichkeiten.
Damit erfüllt die Buchführung zwei unterschiedliche Ordnungsfunktionen. Die Grundbuch Vorlage zeigt den zeitlichen Zusammenhang, während das Hauptbuch die sachliche Zuordnung auf den Konten ermöglicht.
Was verlangt § 239 HGB?
§ 239 HGB enthält wichtige Anforderungen an die Führung der Handelsbücher. Eintragungen und sonstige Aufzeichnungen müssen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden.
Außerdem darf eine Eintragung nicht so verändert werden, dass ihr ursprünglicher Inhalt nicht mehr feststellbar ist. Diese Regel ist besonders für digitale Systeme wichtig. Eine Grundbuch Vorlage als Lernmaterial lässt sich zwar frei verändern; eine produktive Buchführung muss jedoch die gesetzlichen Anforderungen an Nachvollziehbarkeit und Unveränderbarkeit erfüllen.
GoB und GoBD beachten
Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, kurz GoB, bilden den grundlegenden Rahmen für eine ordnungsgemäße Buchführung. Bei elektronischen Systemen sind zusätzlich die GoBD von großer praktischer Bedeutung.
Die aktuellen GoBD verlangen unter anderem, dass elektronische Buchungen und Aufzeichnungen einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden. Die Geschäftsvorfälle müssen nachvollziehbar sein und im Zusammenhang mit Belegen stehen.
Die Grundbuch Vorlage verdeutlicht diese Anforderungen didaktisch, indem beispielsweise Belegnummer, Datum, Kontierung und Betrag gemeinsam dargestellt werden.
Ist ein separates Grundbuch heute zwingend erforderlich?
Die moderne Buchführung ist funktional zu betrachten. Die GoBD unterscheiden unter anderem Grund(buch)aufzeichnungen, Journalfunktion und Kontenfunktion. Werden die Anforderungen bereits durch eine laufende Verbuchung im Journal erfüllt, ist keine zusätzliche Erfassung in einem gesonderten Grundbuch notwendig.
Auch eine geordnete und übersichtliche Belegablage kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen die Funktion von Grundbuchaufzeichnungen erfüllen. Deshalb sollte die Grundbuch Vorlage nicht so verstanden werden, dass jedes Unternehmen heute zwingend genau dieses Tabellenformat führen muss.
Für Studium und Ausbildung bleibt die Grundbuch Vorlage trotzdem sehr wertvoll, weil sie die Journalfunktion sichtbar macht und die Verbindung zwischen Beleg, Buchungssatz und Konto erklärt.
Journalfunktion in der digitalen Buchhaltung
Moderne Buchhaltungssoftware erzeugt Journalinformationen automatisch aus den erfassten Buchungen. Die Journalfunktion dient nach den GoBD dem Nachweis der tatsächlichen und zeitgerechten Verarbeitung der Geschäftsvorfälle.
Eine elektronische Grundbuch Vorlage für Lernzwecke bildet diesen Vorgang nur vereinfacht nach. In einem professionellen System kommen weitere Informationen hinzu, beispielsweise Festschreibungsstatus, Benutzerinformationen oder technische Protokolle.
Fehlerhafte Buchungen werden nicht einfach überschrieben. Ordnungsgemäße Systeme müssen Änderungen nachvollziehbar machen. In der Praxis geschieht dies beispielsweise durch Storno und korrekte Neubuchung.
Belegprinzip: Keine Buchung ohne nachvollziehbaren Beleg
Belege bilden eine zentrale Grundlage der Buchführung. Eine Grundbuch Vorlage sollte deshalb immer eine eindeutige Verbindung zwischen Geschäftsvorfall und Beleg ermöglichen.
Typische Belege sind:
- Eingangsrechnungen,
- Ausgangsrechnungen,
- Quittungen,
- Bankbelege,
- Kassenbelege,
- Gutschriften,
- Verträge und
- Eigenbelege in zulässigen Ausnahmefällen.
Beim Lernen mit der Grundbuch Vorlage können Sie jedem Übungsbeleg zunächst eine eindeutige Nummer zuweisen und anschließend den passenden Buchungssatz bilden.
E-Rechnung verändert den Belegfluss
Durch die zunehmende E-Rechnung werden Buchungsbelege immer häufiger strukturiert elektronisch verarbeitet. Eine E-Rechnung im steuerrechtlichen Sinn besteht nicht lediglich aus einer gewöhnlichen PDF-Datei, sondern enthält strukturierte elektronische Rechnungsdaten.
Für die Journalfunktion ändert dies das Grundprinzip nicht: Der Geschäftsvorfall muss weiterhin nachvollziehbar, richtig und zeitgerecht erfasst werden. Die Daten können jedoch zunehmend automatisiert aus dem elektronischen Beleg in das Buchhaltungssystem übernommen werden.
Eine manuell ausgefüllte Grundbuch Vorlage ist deshalb vor allem für das Verständnis des Buchungsprozesses sinnvoll. In realen digitalen Prozessen werden viele Felder automatisiert aus Rechnungs- und Bankdaten übernommen.
Wie lange müssen Journal und Belege aufbewahrt werden?
Für Unternehmen gelten gesetzliche Aufbewahrungsfristen. Bücher und Aufzeichnungen sind nach § 147 AO grundsätzlich zehn Jahre aufzubewahren. Für Buchungsbelege gilt grundsätzlich eine Aufbewahrungsfrist von acht Jahren. Für bestimmte sonstige Unterlagen gelten sechs Jahre.
| Unterlagen | Grundsätzliche Frist |
|---|---|
| Bücher und Aufzeichnungen | 10 Jahre |
| Inventare und Jahresabschlüsse | 10 Jahre |
| Buchungsbelege | 8 Jahre |
| bestimmte Handels- und Geschäftsbriefe | 6 Jahre |
Für eine Grundbuch Vorlage, die lediglich als Studien- oder Übungsmaterial genutzt wird, entstehen daraus selbstverständlich keine betrieblichen Aufbewahrungspflichten. Verwenden Sie entsprechende Aufzeichnungen dagegen im Rahmen einer echten Unternehmensbuchführung, müssen die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt werden.
Grundbuch Vorlage für eine Buchhaltungsübung einsetzen
Für eine typische Übung im Studium können Sie die Grundbuch Vorlage mit einer kleinen Fallstudie verbinden. Angenommen, ein Unternehmen startet mit folgenden Geschäftsvorfällen:
- Der Unternehmer zahlt 20.000 Euro auf das Geschäftskonto ein.
- Ein Computer wird für 2.000 Euro per Bank gekauft.
- Waren im Wert von 3.000 Euro werden auf Ziel gekauft.
- Waren werden für 4.000 Euro auf Ziel verkauft.
- Der Kunde überweist die offene Rechnung.
Bildung Sie zunächst für jeden Fall den Buchungssatz und übertragen Sie anschließend alle fünf Vorgänge chronologisch in die Grundbuch Vorlage. Danach können Sie die Einträge auf Bestands- und Erfolgskonten übertragen.
Musterlösung zur Übung
| Nr. | Buchungssatz | Betrag |
|---|---|---|
| 1 | Bank an Eigenkapital | 20.000 Euro |
| 2 | Betriebs- und Geschäftsausstattung an Bank | 2.000 Euro |
| 3 | Wareneingang an Verbindlichkeiten | 3.000 Euro |
| 4 | Forderungen an Umsatzerlöse | 4.000 Euro |
| 5 | Bank an Forderungen | 4.000 Euro |
In einer realistischeren Aufgabe werden anschließend Umsatzsteuer und Vorsteuer ergänzt. Die Grundbuch Vorlage kann deshalb schrittweise mit Ihrem Lernstand erweitert werden.
Zusammengesetzte Buchungssätze im Journal
Nicht jeder Geschäftsvorfall besteht aus genau einem Soll- und einem Habenkonto. Bei einem zusammengesetzten Buchungssatz können mehrere Konten auf einer Seite beteiligt sein.
Beispiel für einen Wareneinkauf auf Ziel mit Vorsteuer:
- Wareneingang 1.000 Euro
- Vorsteuer 190 Euro
- an Verbindlichkeiten 1.190 Euro
Wenn Sie solche Fälle mit der Grundbuch Vorlage bearbeiten, können Sie entweder mehrere Zeilen verwenden oder die Kontierung entsprechend erweitert darstellen. Wichtig ist, dass die Summe der Sollbuchungen der Summe der Habenbuchungen entspricht.
Soll und Haben kontrollieren
Eine wichtige Kontrollregel der doppelten Buchführung lautet: Die Summe der Sollbuchungen muss der Summe der Habenbuchungen entsprechen. Eine Grundbuch Vorlage kann deshalb um Summenfelder ergänzt werden.
Bei einer Übung können Sie am Ende beispielsweise prüfen:
- Sind alle Geschäftsvorfälle erfasst?
- Ist jedem Vorgang ein Beleg zugeordnet?
- Sind Soll und Haben richtig bestimmt?
- Stimmen die Beträge überein?
- Sind Buchungstext und Datum verständlich?
Typische Fehler beim Ausfüllen vermeiden
Beim Arbeiten mit einer Grundbuch Vorlage treten in Studium und Ausbildung häufig ähnliche Fehler auf.
| Fehler | Folge | Lösung |
|---|---|---|
| Belegnummer fehlt | Zuordnung zum Beleg wird erschwert. | Eindeutiges Belegsystem verwenden. |
| Soll und Haben vertauscht | Buchung ist fachlich falsch. | Kontenart und Mehrung/Minderung prüfen. |
| Belegdatum und Buchungsdatum verwechselt | Zeitliche Information ist unklar. | Beide Daten getrennt erfassen. |
| Geschäftsvorfall fehlt | Buchführung ist unvollständig. | Belege systematisch abarbeiten. |
| Buchung wird einfach überschrieben | Nachvollziehbarkeit geht verloren. | In realen Systemen Storno und Neubuchung verwenden. |
| Umsatzsteuer vergessen | Buchungssatz und Betrag können falsch sein. | Steuerliche Behandlung vor der Buchung prüfen. |
Die Grundbuch Vorlage eignet sich besonders gut, um diese Fehler sichtbar zu machen. Weil die einzelnen Informationen nebeneinanderstehen, lassen sich Buchungssätze leichter kontrollieren als bei isolierten Kontenbuchungen.
Fehler richtig korrigieren
Bei einer Übung können Sie einen falschen Eintrag selbstverständlich korrigieren. In einer echten Buchführung gelten jedoch strengere Anforderungen. Nach § 239 HGB darf eine Aufzeichnung nicht so verändert werden, dass der ursprüngliche Inhalt anschließend nicht mehr feststellbar ist.
Eine professionelle digitale Buchhaltung protokolliert Änderungen beziehungsweise nutzt Stornobuchungen. Genau hier liegt ein wichtiger Unterschied zwischen einer Grundbuch Vorlage zum Lernen und einem produktiven Buchführungssystem.
Warum chronologische Reihenfolge wichtig ist
Das Journal soll nachvollziehbar machen, wann Geschäftsvorfälle erfasst und verarbeitet wurden. Deshalb spielt die zeitliche Reihenfolge eine wesentliche Rolle. Die Grundbuch Vorlage ordnet die einzelnen Buchungen entsprechend ihrer laufenden Erfassung.
Die GoBD verlangen einen zeitlichen Zusammenhang zwischen Geschäftsvorfall und buchmäßiger Erfassung. Buchungen sollten nicht über längere Zeit ungeordnet gesammelt und erst deutlich später beliebig rekonstruiert werden.
Für Lernende wird durch die Grundbuch Vorlage sichtbar, dass Buchführung nicht nur aus Soll und Haben besteht. Ordnung, Belege und zeitliche Nachvollziehbarkeit gehören ebenfalls dazu.
Welche Nebenbücher gibt es?
Zusätzlich zu Grundbuch beziehungsweise Journal und Hauptbuch können in der Buchhaltung Nebenbücher eingesetzt werden. Sie enthalten detailliertere Informationen zu bestimmten Bereichen.
- Debitorenbuchhaltung für Kundenforderungen,
- Kreditorenbuchhaltung für Lieferantenverbindlichkeiten,
- Anlagenbuchhaltung,
- Lohn- und Gehaltsbuchhaltung,
- Lager- beziehungsweise Warenbuchhaltung.
Die Grundbuch Vorlage konzentriert sich dagegen auf die chronologische Journalfunktion und eignet sich deshalb besonders als Einstieg in die Systematik der doppelten Buchführung.
Grundbuch im Studium richtig lernen
Für Klausuren sollten Sie nicht nur Definitionen auswendig lernen. Arbeiten Sie aktiv mit der Grundbuch Vorlage und übertragen Sie unterschiedliche Geschäftsvorfälle.
Eine sinnvolle Lernreihenfolge ist:
- Bestandskonten verstehen.
- Erfolgskonten kennenlernen.
- Einfache Buchungssätze bilden.
- Geschäftsvorfälle in die Grundbuch Vorlage übertragen.
- Auf Hauptbuchkonten buchen.
- Umsatzsteuer und Vorsteuer ergänzen.
- Skonto, Rabatte und Warenkonten einbeziehen.
- Abschlussbuchungen bearbeiten.
Grundbuch Vorlage und Buchungssätze gemeinsam üben
Die Grundbuch Vorlage wird besonders nützlich, wenn Sie zu jedem Geschäftsvorfall zunächst selbst den Buchungssatz bilden. Tragen Sie den fertigen Satz erst anschließend ein.
Beispiel:
„Eine offene Lieferantenrechnung in Höhe von 1.500 Euro wird per Banküberweisung bezahlt.“
Überlegung:
- Verbindlichkeiten nehmen ab.
- Bankguthaben nimmt ab.
- Verbindlichkeiten werden im Soll gemindert.
- Bank wird als Aktivkonto im Haben gemindert.
Buchungssatz:
Verbindlichkeiten an Bank 1.500 Euro
Anschließend tragen Sie diesen Vorgang mit Datum, Belegnummer und Buchungstext in die Grundbuch Vorlage ein.
Checkliste zum Ausfüllen
| Prüfpunkt | Erledigt? |
|---|---|
| Geschäftsvorfall verstanden | □ |
| Beleg geprüft | □ |
| Belegnummer vergeben | □ |
| Belegdatum eingetragen | □ |
| betroffene Konten bestimmt | □ |
| Soll und Haben geprüft | □ |
| Betrag kontrolliert | □ |
| Umsatzsteuer beziehungsweise Vorsteuer geprüft | □ |
| Buchungstext ergänzt | □ |
| Eintrag chronologisch eingeordnet | □ |
Grundbuch Vorlage oder Buchhaltungssoftware?
Für das Studium ist die Grundbuch Vorlage ideal, weil sämtliche Bestandteile einer Buchung sichtbar bleiben. Eine professionelle Software automatisiert dagegen viele Schritte und ist deshalb für den betrieblichen Alltag wesentlich effizienter.
| Kriterium | Vorlage | Buchhaltungssoftware |
|---|---|---|
| Lernzweck | sehr gut geeignet | Grundlagen teilweise weniger sichtbar |
| eigene Übungen | sehr gut geeignet | möglich |
| Automatisierung | gering | hoch |
| Bankanbindung | nein | häufig vorhanden |
| E-Rechnungsverarbeitung | nein | je nach Software vorhanden |
| Änderungsprotokoll | bei einfacher Excel-Datei nicht ausreichend | bei geeigneter Software systemseitig |
| produktive Unternehmensbuchhaltung | nicht als alleinige Lernvorlage gedacht | geeignetes System erforderlich |
Die Bildungsbibel empfiehlt deshalb: Verwenden Sie die Grundbuch Vorlage zum Lernen der Systematik. Sobald reale Unternehmensdaten verarbeitet werden, sollten Sie mit einer geeigneten Buchhaltungssoftware beziehungsweise einem professionellen Verfahren arbeiten.
Häufige Fragen zum Grundbuch und Journal
Was ist ein Grundbuch in der Buchhaltung?
Das Grundbuch ist eine chronologische Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle. Es wird traditionell auch als Zeitbuch bezeichnet. In der digitalen Buchführung wird häufig von Grund(buch)aufzeichnungen beziehungsweise Journalfunktion gesprochen.
Ist Grundbuch dasselbe wie Journal?
Die Begriffe werden in der Buchführungslehre häufig nahezu synonym verwendet. Das Journal erfüllt die Funktion, Geschäftsvorfälle vollständig und zeitgerecht in ihrer zeitlichen Reihenfolge nachweisbar zu machen.
Was ist der Unterschied zum Hauptbuch?
Im Grundbuch beziehungsweise Journal stehen die Geschäftsvorfälle chronologisch. Im Hauptbuch erfolgt die sachliche Ordnung nach Konten. Eine Grundbuch Vorlage zeigt deshalb vor allem die zeitliche Reihenfolge der Buchungen.
Welche Angaben gehören in das Journal?
Typische Angaben sind Belegnummer, Datum, Buchungsbetrag, Kontierung und Informationen, mit denen der Geschäftsvorfall eindeutig nachvollzogen werden kann. Für Lernzwecke enthält die Grundbuch Vorlage zusätzlich übersichtliche Felder für Soll, Haben und Buchungstext.
Muss jedes Unternehmen ein separates Grundbuch führen?
Nicht zwingend in Form eines gesonderten Tabellenbuchs. Wenn die Journal- beziehungsweise Grundaufzeichnungsfunktion durch das eingesetzte Buchführungssystem ordnungsgemäß erfüllt wird, ist keine zusätzliche parallele Grundbuchaufzeichnung erforderlich.
Kann Excel als Grundbuch verwendet werden?
Für Studium und Übungen ist eine Excel-Grundbuch Vorlage sehr gut geeignet. Für eine reale elektronische Unternehmensbuchhaltung reicht eine gewöhnliche frei veränderbare Excel-Datei jedoch nicht automatisch aus, um sämtliche Anforderungen an ordnungsgemäße elektronische Aufzeichnungen zu erfüllen.
Was bedeutet Journalfunktion?
Die Journalfunktion dient dem vollständigen, zeitgerechten und formal richtigen Nachweis der Verarbeitung von Geschäftsvorfällen. Sie stellt sicher, dass Buchungen chronologisch nachvollzogen werden können.
Warum benötigt man eine Belegnummer?
Die Belegnummer ermöglicht die Zuordnung zwischen Buchung und dazugehörigem Beleg. Dadurch kann ein Geschäftsvorfall später nachvollzogen und geprüft werden.
Wie werden falsche Buchungen korrigiert?
In einer ordnungsgemäßen Buchführung darf der ursprüngliche Inhalt einer Buchung nicht unkenntlich gemacht werden. Digitale Systeme verwenden deshalb nachvollziehbare Korrekturen, beispielsweise Stornobuchung und Neubuchung.
Wie lange muss ein Journal aufbewahrt werden?
Bücher und Aufzeichnungen unterliegen grundsätzlich einer zehnjährigen Aufbewahrungsfrist. Für Buchungsbelege gilt grundsätzlich eine Frist von acht Jahren. Die konkrete Einordnung der Unterlagen muss im Einzelfall geprüft werden.
Ist die Vorlage kostenlos?
Ja. Die Grundbuch Vorlage der Bildungsbibel können Sie kostenlos als Excel-Datei oder PDF herunterladen und insbesondere für Buchhaltungsübungen verwenden.
Lernziele für Studium und Prüfung
Nach dem Arbeiten mit der Grundbuch Vorlage sollten Sie nicht nur wissen, wie eine Tabelle ausgefüllt wird. Sie sollten die dahinterstehende Buchführungslogik erklären können.
- Sie können Grundbuch und Hauptbuch unterscheiden.
- Sie verstehen die chronologische Journalfunktion.
- Sie können einen Beleg einem Geschäftsvorfall zuordnen.
- Sie können einfache Buchungssätze bilden.
- Sie unterscheiden Soll und Haben.
- Sie verstehen die Verbindung zwischen Journal und Konten.
- Sie kennen grundlegende Anforderungen der GoB und GoBD.
- Sie können typische Buchungsfehler erkennen.
Damit wird die Grundbuch Vorlage zu einem praktischen Bindeglied zwischen theoretischem Rechnungswesen und tatsächlicher Buchungsarbeit.
Fazit: Journal verstehen und Buchungssätze sicher anwenden
Das Grundbuch beziehungsweise Journal gehört zu den grundlegenden Elementen der doppelten Buchführung. Es ermöglicht, Geschäftsvorfälle in ihrer zeitlichen Reihenfolge nachvollziehbar darzustellen. Das Hauptbuch übernimmt dagegen die sachliche Gliederung nach Konten.
Mit der Grundbuch Vorlage der Bildungsbibel können Sie diesen Zusammenhang praktisch üben. Sie tragen Belegnummer, Buchungsdatum, betroffene Konten, Soll und Haben sowie den Buchungsbetrag ein und erkennen dadurch, wie sich ein Geschäftsvorfall vom Beleg bis zur Kontierung entwickelt.
Für Studium, Ausbildung und Weiterbildung eignet sich die Grundbuch Vorlage besonders gut, weil sie die einzelnen Schritte sichtbar macht. Sie können zunächst einfache Buchungen bearbeiten und später Vorsteuer, Umsatzsteuer, Skonto, Warenkonten und zusammengesetzte Buchungssätze ergänzen.
In der betrieblichen Praxis werden viele dieser Schritte inzwischen automatisch durch Buchhaltungssoftware übernommen. Die rechtlichen Grundprinzipien bleiben jedoch bestehen: Buchungen und Aufzeichnungen müssen nachvollziehbar, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet sein. Änderungen dürfen den ursprünglichen Inhalt nicht unkenntlich machen.
Die Grundbuch Vorlage sollte deshalb vor allem als Lerninstrument verstanden werden. Sie vermittelt die Grundlagen, die notwendig sind, um später auch digitale Buchhaltungsprozesse zu verstehen und Buchungen fachlich kontrollieren zu können.
Weiterführende Informationen
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- Weitere Buchführung Übungen und Aufgaben kostenlos bearbeiten.
- Die Grundlagen der Buchhaltung lernen.
- Mehr über die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung erfahren.
- Geeignete Buchhaltungssoftware vergleichen und kostenlos testen.
- § 239 HGB zur Führung der Handelsbücher.
- Informationen des Bundesfinanzministeriums zu den aktuellen GoBD.

