Weiterbildung – Online lernen – Buchhaltung – Geschäftsfälle buchen – Tilgung von Darlehen, Buchungssatz und Beispiele
Kredit buchen lernen Sie auf dieser Seite anhand der Tilgung eines betrieblichen Darlehens. Im Mittelpunkt stehen die Kontenanalyse, der richtige Buchungssatz sowie die Darstellung im Journal und Hauptbuch. Zusätzlich erfahren Sie, wie sich Kreditaufnahme, Tilgung und Zinsen unterscheiden, warum bei einer reinen Rückzahlung eine Aktiv-Passiv-Minderung entsteht und wie Sie eine Rate mit Zins- und Tilgungsanteil richtig erfassen. Beispiele, Tabellen, Übungen und Lösungen helfen Ihnen dabei, die Buchungslogik nicht nur auswendig zu lernen, sondern sicher zu verstehen.
Kurz erklärt: So wird eine Darlehenstilgung gebucht
Wenn Sie einen Kredit buchen und eine reine Tilgung vom Bankkonto erfassen, vermindern sich zwei Bestandskonten gleichzeitig. Die Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditinstitut sinkt und auch das Bankguthaben wird geringer. Die Tilgung selbst ist dabei kein Zinsaufwand. Sie führt lediglich dazu, dass ein Teil der bestehenden Schuld zurückgezahlt wird.
| Prüfschritt | Ergebnis bei einer reinen Tilgung |
|---|---|
| Geschäftsfall | Eine Darlehensschuld wird über das Bankkonto zurückgezahlt |
| Passivkonto | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nehmen ab |
| Aktivkonto | Bankguthaben nimmt ab |
| Soll | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
| Haben | Bank |
| Bilanzveränderung | Aktiv-Passiv-Minderung |
| Gewinnwirkung der reinen Tilgung | Keine unmittelbare Gewinnwirkung |
Der grundlegende Buchungssatz lautet bei einer reinen Tilgung deshalb:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten an Bank
Diese Grundregel ist der wichtigste Ausgangspunkt, wenn Sie einen Kredit buchen. Enthält die gezahlte Rate zusätzlich Zinsen, muss der Buchungssatz erweitert werden. Genau diese Fälle werden weiter unten ausführlich erklärt.
Kreditaufnahme und Tilgung voneinander unterscheiden
Um einen Kredit buchen zu können, sollten Sie zunächst zwischen der Aufnahme und der späteren Rückzahlung unterscheiden. Bei der Kreditaufnahme erhält das Unternehmen Geld und gleichzeitig entsteht eine Verbindlichkeit. Bei der Tilgung läuft der Vorgang in die entgegengesetzte Richtung: Geld verlässt das Bankkonto und die Schuld gegenüber dem Kreditinstitut wird kleiner.
| Geschäftsfall | Bank | Verbindlichkeit | Bilanzveränderung | Grundbuchung |
|---|---|---|---|---|
| Kreditaufnahme | nimmt zu | nimmt zu | Aktiv-Passiv-Mehrung | Bank an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
| Tilgung | nimmt ab | nimmt ab | Aktiv-Passiv-Minderung | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten an Bank |
Diese Gegenüberstellung erleichtert das Verständnis erheblich. Wenn Sie einen Kredit buchen, können Sie sich fragen: Wird die Schuld gerade aufgebaut oder zurückgezahlt? Daraus ergibt sich bereits, ob das Passivkonto gemehrt oder gemindert werden muss.
Die ursprüngliche Darlehensaufnahme wird auf der Bildungsbibel im Beitrag Darlehen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten buchen ausführlich behandelt.
Geschäftsfall: Die Freund GmbH zahlt monatlich 1.000 Euro zurück
Die Freund GmbH besitzt ein Bankdarlehen mit einer ursprünglich vereinbarten Laufzeit von zehn Jahren. Im vereinfachten Beispiel wird monatlich ein Betrag von 1.000,00 Euro als reine Tilgung vom betrieblichen Bankkonto eingezogen.
Für das Lernbeispiel wird zunächst unterstellt, dass die 1.000,00 Euro vollständig auf die Rückzahlung des Darlehens entfallen. Zinsen werden in diesem ersten Geschäftsfall noch nicht berücksichtigt. Dadurch lässt sich die grundlegende Logik besonders gut erkennen, wenn Sie einen Kredit buchen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Darlehensnehmer | Freund GmbH |
| Ursprüngliche Laufzeit | 10 Jahre |
| Monatliche reine Tilgung | 1.000,00 Euro |
| Zahlungsweg | Bankkonto |
| Betroffene Konten | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Bank |
| Erfolgswirkung | Keine durch die reine Tilgung |
Die Freund GmbH schuldet der Bank nach der Zahlung 1.000,00 Euro weniger. Gleichzeitig verfügt sie über 1.000,00 Euro weniger Bankguthaben. Genau diese beiden Veränderungen müssen Sie abbilden, wenn Sie den Kredit buchen.
Kontenanalyse vor dem Buchungssatz
Eine sichere Buchung beginnt mit der Kontenanalyse. Wer sofort versucht, einen fertigen Buchungssatz aus dem Gedächtnis abzurufen, verwechselt schnell Soll und Haben. Wenn Sie einen Kredit buchen, sollten Sie deshalb zuerst bestimmen, welche Konten betroffen sind und wie sie sich verändern.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als Passivkonto
Die Verpflichtung gegenüber einer Bank gehört auf die Passivseite der Bilanz. Nach § 266 HGB werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als eigener Posten innerhalb der Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Das entsprechende Bestandskonto ist damit ein Passivkonto. Passivkonten werden im Haben gemehrt und im Soll gemindert. Da die Freund GmbH einen Teil ihrer Schuld zurückzahlt, sinkt die Verbindlichkeit. Wenn Sie diesen Kredit buchen, steht das Konto Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deshalb im Soll.
Das Bankkonto als Aktivkonto
Das Bankguthaben ist Vermögen und wird auf einem Aktivkonto geführt. Aktivkonten werden im Soll gemehrt und im Haben gemindert. Durch den Einzug der monatlichen Rate verlassen 1.000,00 Euro das Bankkonto. Das Aktivkonto Bank wird daher kleiner und steht im Haben.
Beim Kredit buchen ergibt sich damit eine klare Kombination: Das Passivkonto wird im Soll gemindert und das Aktivkonto im Haben gemindert.
| Konto | Kontoart | Veränderung | Buchungsseite | Betrag |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Passivkonto | Minderung | Soll | 1.000,00 Euro |
| Bank | Aktivkonto | Minderung | Haben | 1.000,00 Euro |
Warum entsteht eine Aktiv-Passiv-Minderung?
Wer einen Kredit buchen möchte, sollte nicht nur den Buchungssatz kennen, sondern auch die Bilanzveränderung verstehen. Bei einer reinen Darlehenstilgung sinkt auf der Aktivseite das Bankguthaben. Gleichzeitig sinkt auf der Passivseite die Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditinstitut.
Beide Bilanzseiten vermindern sich um denselben Betrag. Deshalb handelt es sich um eine Aktiv-Passiv-Minderung. Die Bilanzsumme wird kleiner, während das Eigenkapital durch die reine Tilgung nicht verändert wird.
| Bilanzposition | Vor der Tilgung | Veränderung | Nach der Tilgung |
|---|---|---|---|
| Bank | 25.000,00 Euro | – 1.000,00 Euro | 24.000,00 Euro |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 40.000,00 Euro | – 1.000,00 Euro | 39.000,00 Euro |
Wenn Sie auf diese Weise einen Kredit buchen, erkennen Sie auch sofort, warum die reine Tilgung kein Aufwand ist. Es wird lediglich eine bestehende Schuld mit vorhandenem Bankvermögen zurückgezahlt.
Buchungssatz für die Tilgung bilden
Nach der Kontenanalyse können Sie den Kredit buchen. Die Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditinstitut wird im Soll vermindert. Das Bankkonto wird im Haben gemindert.
Der Buchungssatz für die monatliche reine Tilgung von 1.000,00 Euro lautet:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000,00 Euro an Bank 1.000,00 Euro
Mit diesem Satz können Sie einen Kredit buchen, wenn die Zahlung tatsächlich vollständig auf die Tilgung entfällt. In der Praxis enthalten regelmäßige Kreditraten jedoch häufig zusätzlich einen Zinsanteil. Dann benötigen Sie einen zusammengesetzten Buchungssatz, der weiter unten behandelt wird.
Tilgung im Journal oder Grundbuch erfassen
Im Journal werden Geschäftsvorfälle chronologisch erfasst. Wenn Sie den Kredit buchen, werden das Sollkonto Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, das Habenkonto Bank und der Betrag dokumentiert. Zusätzlich werden in einer praktischen Buchführung beispielsweise Buchungsdatum, Belegnummer und Buchungstext hinterlegt.

Tilgung im Hauptbuch erfassen
Im Hauptbuch wird der Geschäftsvorfall den einzelnen Konten zugeordnet. Wenn Sie einen Kredit buchen, erscheint die Tilgung auf dem Passivkonto im Soll und auf dem Bankkonto im Haben. Bei einer Buchhaltungssoftware erfolgt die Übertragung nach Eingabe des Buchungssatzes normalerweise automatisch. Zum Verständnis sollten Sie dennoch wissen, warum die Beträge auf den jeweiligen Kontoseiten stehen. Weitere Grundlagen finden Sie zum Buchen auf Bestandskonten.
Warum die Tilgung kein Aufwand ist
Eine besonders wichtige Unterscheidung beim Kredit buchen betrifft die Erfolgswirkung. Die Tilgung eines Darlehens stellt in der doppelten Buchführung keinen Aufwand dar. Das Unternehmen bezahlt keine Leistung, sondern reduziert eine bereits bestehende Verpflichtung.
Würde die Tilgung als Aufwand behandelt, würde der Gewinn sinken, obwohl wirtschaftlich lediglich Fremdkapital zurückgezahlt wurde. Deshalb erfolgt die Buchung direkt über das Passivkonto für die Verbindlichkeit und das Aktivkonto Bank.
Auch bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung gilt diese Trennung. Die IHK Pfalz erläutert, dass durch die Aufnahme eines Darlehens zugeflossene Beträge keine Betriebseinnahmen darstellen und zur Tilgung gezahlte Beträge keine Betriebsausgaben sind. Wenn Sie einen Kredit buchen oder bei einer EÜR erfassen, sollten Sie Kreditkapital und eigentlichen betrieblichen Aufwand daher konsequent auseinanderhalten.
Zinsen und Tilgung unbedingt trennen
In der Praxis besteht eine Darlehensrate häufig nicht ausschließlich aus Tilgung. Ein Teil reduziert die Schuld, während ein anderer Teil als Zins für die Kapitalüberlassung anfällt. Möchten Sie einen Kredit buchen, müssen Sie daher den Tilgungsplan beziehungsweise die Abrechnung des Kreditinstituts beachten.
Angenommen, die Freund GmbH zahlt monatlich insgesamt 1.250,00 Euro. Davon entfallen 1.000,00 Euro auf Tilgung und 250,00 Euro auf Zinsen. Dann dürfen nicht die gesamten 1.250,00 Euro auf das Verbindlichkeitskonto gebucht werden.
| Bestandteil | Betrag | Buchhalterische Wirkung |
|---|---|---|
| Tilgung | 1.000,00 Euro | Verbindlichkeit wird vermindert |
| Zinsen | 250,00 Euro | Zinsaufwand entsteht |
| Abbuchung vom Bankkonto | 1.250,00 Euro | Bankguthaben wird vermindert |
Wenn Sie diesen Kredit buchen, lautet der zusammengesetzte Buchungssatz:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000,00 Euro
Zinsaufwand 250,00 Euro
an Bank 1.250,00 Euro
Der Unterschied ist entscheidend: Nur die 1.000,00 Euro Tilgung reduzieren die Restschuld. Die 250,00 Euro Zinsen stellen Finanzierungskosten dar. Betrieblich veranlasste Schuldzinsen können grundsätzlich Betriebsausgaben sein; steuerlich sind jedoch insbesondere die Regeln des § 4 EStG und gegebenenfalls weitere Vorschriften zu beachten.
Annuitätendarlehen richtig erfassen
Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die regelmäßige Rate bei unveränderten Bedingungen über einen bestimmten Zeitraum gleich, während sich die Zusammensetzung aus Zins und Tilgung verändert. Mit sinkender Restschuld fällt normalerweise weniger Zins an und ein größerer Anteil der konstanten Rate kann auf die Tilgung entfallen.
Wenn Sie einen solchen Kredit buchen, benötigen Sie für jede Rate die korrekte Aufteilung. Ein Tilgungsplan zeigt, welcher Betrag auf Zinsen und welcher auf die Rückführung der Verbindlichkeit entfällt.
| Rate | Gesamtbetrag | Zinsanteil | Tilgungsanteil |
|---|---|---|---|
| 1 | 1.250,00 Euro | 250,00 Euro | 1.000,00 Euro |
| 2 | 1.250,00 Euro | 245,00 Euro | 1.005,00 Euro |
| 3 | 1.250,00 Euro | 239,98 Euro | 1.010,02 Euro |
Die Zahlen dienen als vereinfachtes Lernbeispiel. Entscheidend ist das Prinzip: Beim Kredit buchen dürfen Sie nicht davon ausgehen, dass der Zins- und Tilgungsanteil einer Annuitätenrate dauerhaft gleich bleibt.
Wie eine Annuität mathematisch berechnet wird, erfahren Sie im Beitrag Annuität berechnen beim Annuitätendarlehen.
Beispiel: Entwicklung der Restschuld
Die Restschuld zeigt, welcher Kapitalbetrag nach einer Tilgung noch zurückgezahlt werden muss. Wenn Sie einen Kredit buchen, lässt sich diese Entwicklung unmittelbar am Verbindlichkeitskonto nachvollziehen.
Angenommen, vor der Zahlung beträgt die offene Darlehensverbindlichkeit 40.000,00 Euro. Die reine Tilgung beträgt 1.000,00 Euro. Nach der Buchung verbleibt eine Restschuld von 39.000,00 Euro.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Restschuld vor der Zahlung | 40.000,00 Euro |
| Tilgungsbetrag | – 1.000,00 Euro |
| Restschuld nach der Zahlung | 39.000,00 Euro |
Enthält die Bankabbuchung zusätzlich 250,00 Euro Zinsen, bleiben diese bei der Ermittlung der Restschuld außer Betracht. Obwohl insgesamt 1.250,00 Euro vom Bankkonto abfließen, reduziert sich die Schuld nur um 1.000,00 Euro. Gerade diese Unterscheidung ist beim Kredit buchen besonders prüfungsrelevant.
Sondertilgung und vollständige Rückzahlung
Ein Darlehensvertrag kann Sondertilgungen erlauben. Dabei zahlt das Unternehmen zusätzlich zur vereinbarten regulären Rate einen weiteren Betrag zurück. Aus buchhalterischer Sicht verändert sich die Grundlogik nicht. Wenn die Zahlung ausschließlich Tilgung darstellt, wird die Verbindlichkeit vermindert und das Bankkonto ebenfalls gemindert.
Eine zusätzliche Tilgung von 10.000,00 Euro würden Sie beim Kredit buchen mit folgendem Buchungssatz erfassen:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.000,00 Euro an Bank 10.000,00 Euro
Bei der vollständigen Rückzahlung wird die verbleibende Darlehensverbindlichkeit auf null reduziert. Enthält die Schlussabrechnung zusätzlich Zinsen, Vorfälligkeitskosten oder andere Entgelte, müssen diese getrennt beurteilt und gegebenenfalls auf passende Aufwandskonten gebucht werden.
Vorfällige Ablösung und zusätzliche Bankkosten
Wird ein Darlehen vor dem ursprünglich vereinbarten Ende vollständig zurückgezahlt, können je nach Vertrag zusätzliche Kosten entstehen. Wenn Sie einen solchen Kredit buchen, sollten Sie die Abrechnung der Bank genau aufteilen.
Angenommen, die verbleibende Verbindlichkeit beträgt 20.000,00 Euro. Für die vorzeitige Ablösung berechnet die Bank zusätzlich 500,00 Euro, die im konkreten Fall als betrieblicher Aufwand zu erfassen sind. Der vereinfachte Buchungssatz könnte dann lauten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.000,00 Euro
Sonstiger betrieblicher Aufwand 500,00 Euro
an Bank 20.500,00 Euro
Welche Aufwandsposition im konkreten Kontenrahmen verwendet wird und wie ein Entgelt steuerlich behandelt wird, hängt vom Sachverhalt ab. Beim Kredit buchen sollten Sie deshalb Bankabrechnung, Darlehensvertrag und den betrieblich verwendeten Kontenplan heranziehen.
Kurzfristig oder langfristig? Die Restlaufzeit entscheidet
In älteren Lernunterlagen werden Darlehen häufig schematisch als kurzfristig, mittelfristig oder langfristig bezeichnet. Für den handelsrechtlichen Jahresabschluss ist eine genauere Betrachtung notwendig. Nach § 266 HGB werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zunächst als eigener Bilanzposten ausgewiesen.
Nach § 268 Abs. 5 HGB sind bei den einzelnen Verbindlichkeitsposten der Betrag mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und der Betrag mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr anzugeben. Im Anhang verlangt § 285 HGB unter den dort genannten Voraussetzungen außerdem Angaben zu Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.
Für das Kredit buchen ist deshalb zwischen der ursprünglich vereinbarten Laufzeit und der Restlaufzeit am Bilanzstichtag zu unterscheiden. Ein ursprünglich zehnjähriges Darlehen kann einige Jahre später nur noch eine Restlaufzeit von beispielsweise acht Monaten besitzen.
Die Restlaufzeit verändert den grundlegenden Buchungssatz einer Tilgung nicht. Sie ist jedoch für die korrekte Darstellung im Jahresabschluss wichtig.
Tilgung bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung
Wer seinen Gewinn mit einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittelt, führt nicht dieselbe laufende doppelte Buchführung mit Aktiv- und Passivkonten. Trotzdem ist auch dort die wirtschaftliche Einordnung einer Darlehenszahlung wichtig.
Die IHK Pfalz erläutert zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung, dass durch ein Darlehen zugeflossene Beträge keine Betriebseinnahmen und Tilgungszahlungen keine Betriebsausgaben darstellen. Andere Darlehenskosten und Zinsen können bei betrieblicher Veranlassung grundsätzlich relevant sein.
Auch wenn Sie bei der EÜR nicht im klassischen Sinn einen Kredit buchen, bleibt die Trennung damit dieselbe: Die Rückzahlung des Kapitals darf nicht mit den Finanzierungskosten verwechselt werden.
Keine Vorsteuer auf die reine Tilgung buchen
Ein weiterer typischer Fehler besteht darin, bei einer Darlehenstilgung Vorsteuer erfassen zu wollen. Die Rückzahlung des Kreditkapitals ist jedoch keine gewöhnliche Lieferung oder Leistung eines Lieferanten, aus deren Rechnungsbetrag einfach Vorsteuer herausgerechnet werden könnte.
Wenn Sie einen Kredit buchen und lediglich 1.000,00 Euro Tilgung an die Bank zahlen, lautet die Grundbuchung deshalb weiterhin Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten an Bank. Eine Vorsteuerbuchung gehört nicht in diesen Geschäftsfall.
Wurde mit dem Kredit beispielsweise eine Maschine finanziert, ist eine mögliche Vorsteuer aus der Anschaffung der Maschine ein eigenständiger Geschäftsvorfall. Finanzierung und Kauf dürfen buchhalterisch nicht miteinander vermischt werden.
Finanzierte Anschaffung und Kredit getrennt betrachten
Ein Unternehmen nimmt beispielsweise ein Darlehen auf, um eine Maschine zu kaufen. Für das Kredit buchen sind dennoch mindestens zwei voneinander getrennte wirtschaftliche Vorgänge zu betrachten: die Finanzierung und die Investition.
Wird der Kredit zunächst auf das Geschäftskonto ausgezahlt, entsteht bei der Aufnahme der Buchungssatz Bank an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Beim anschließenden Kauf der Maschine wird die Anschaffung entsprechend der Rechnung gesondert erfasst.
Später wird die Darlehensschuld durch Tilgungszahlungen zurückgeführt. Diese Zahlungen verändern nicht nachträglich die Anschaffungskosten der Maschine. Wer einen Kredit buchen möchte, sollte deshalb immer unterscheiden, woher die Finanzierung stammt und wofür die finanziellen Mittel verwendet werden.
Welches Konto wird für das Darlehen verwendet?
Die konkrete Kontonummer hängt vom verwendeten Kontenrahmen und dem betrieblichen Kontenplan ab. Bei DATEV-Kontenrahmen, Schul-Kontenrahmen und individuellen Kontenplänen können die Kontonummern und Untergliederungen voneinander abweichen.
Beim Kredit buchen sollten Sie deshalb nicht eine Kontonummer aus einem beliebigen Internetbeispiel übernehmen. Entscheidend ist zunächst die inhaltliche Zuordnung zum Konto Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beziehungsweise zum im Unternehmen vorgesehenen Darlehenskonto.
Auch eine Untergliederung nach Laufzeiten kann im Kontenplan vorgesehen sein. Für Prüfungsaufgaben gilt die jeweils vorgegebene Kontenbezeichnung beziehungsweise der dort verwendete Kontenrahmen.
Was ist beim Jahresabschluss zu beachten?
Während des Jahres erfassen Sie jede Tilgung entsprechend dem tatsächlichen Geschäftsfall. Zum Bilanzstichtag muss anschließend feststehen, welche Darlehensschuld noch vorhanden ist. Wenn Sie regelmäßig einen Kredit buchen, ergibt sich die verbliebene Verbindlichkeit grundsätzlich aus dem Anfangsbestand und den Veränderungen während des Geschäftsjahres.
Zusätzlich können Abschlussarbeiten notwendig sein. Dazu gehören insbesondere die Prüfung der Restlaufzeiten und die periodengerechte Erfassung von Zinsen, sofern wirtschaftlich bereits verursachte Beträge erst später gezahlt werden.
Wichtig ist außerdem der Abgleich mit Bankunterlagen und Saldenbestätigungen. Das Verbindlichkeitskonto sollte mit der tatsächlichen Restschuld übereinstimmen. Differenzen können beispielsweise entstehen, wenn eine Rate falsch zwischen Tilgung und Zins aufgeteilt wurde.
Warum der Tilgungsplan für die Buchhaltung wichtig ist
Bei einer einfachen Übungsaufgabe lässt sich der Tilgungsbetrag direkt aus dem Geschäftsfall entnehmen. In der betrieblichen Praxis enthält der Darlehensvertrag oder Tilgungsplan jedoch wichtige Informationen. Wenn Sie einen Kredit buchen, sollten Sie insbesondere folgende Angaben prüfen:
- ursprünglicher Darlehensbetrag,
- Auszahlungsdatum,
- Zinssatz,
- vereinbarte Rate,
- Zinsanteil der einzelnen Rate,
- Tilgungsanteil der einzelnen Rate,
- verbleibende Restschuld,
- Fälligkeit der Raten,
- mögliche Sondertilgungen sowie
- weitere Entgelte oder Vertragsbestandteile.
Der Kontoauszug zeigt möglicherweise nur den insgesamt abgebuchten Betrag. Für das Kredit buchen reicht diese Information bei einer gemischten Rate nicht aus. Erst der Tilgungsplan beziehungsweise die Abrechnung macht deutlich, welcher Anteil die Schuld reduziert und welcher als Zinsaufwand zu behandeln ist.
Weitere Beispiele zum Verständnis
Beispiel 1: Reine Tilgung von 5.000 Euro
Ein Unternehmen zahlt 5.000,00 Euro seines Bankdarlehens zurück. Weitere Kosten entstehen nicht. Wenn Sie diesen Kredit buchen, mindern sich Verbindlichkeit und Bankguthaben um denselben Betrag.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000,00 Euro an Bank 5.000,00 Euro
Beispiel 2: Reine Zinszahlung
Die Bank belastet das Geschäftskonto mit 400,00 Euro Darlehenszinsen. Es erfolgt zu diesem Zeitpunkt keine Tilgung. Beim Kredit buchen wird daher die Darlehensverbindlichkeit nicht verändert.
Zinsaufwand 400,00 Euro an Bank 400,00 Euro
Beispiel 3: Rate mit 3.000 Euro Tilgung und 600 Euro Zinsen
Die Bank zieht insgesamt 3.600,00 Euro ein. Laut Abrechnung entfallen 3.000,00 Euro auf die Kapitalrückzahlung und 600,00 Euro auf Zinsen. Um den Kredit buchen zu können, wird die Bankzahlung auf beide Sollkonten verteilt.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.000,00 Euro
Zinsaufwand 600,00 Euro
an Bank 3.600,00 Euro
Beispiel 4: Vollständige Tilgung der Restschuld
Ein Darlehen weist noch eine Restschuld von 12.000,00 Euro auf. Dieser Betrag wird vollständig vom Bankkonto gezahlt. Weitere Kosten entstehen nicht. Wenn Sie den Kredit buchen, wird das Verbindlichkeitskonto vollständig ausgeglichen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.000,00 Euro an Bank 12.000,00 Euro
Typische Fehler vermeiden
Beim Kredit buchen treten in Übungen und in der Praxis regelmäßig ähnliche Fehler auf. Die folgende Übersicht hilft Ihnen, die wichtigsten Stolperfallen zu erkennen.
| Typischer Fehler | Warum er falsch ist | Richtige Vorgehensweise |
|---|---|---|
| Tilgung als Aufwand erfassen | Die Zahlung vermindert eine Schuld. | Verbindlichkeit an Bank buchen |
| Gesamte Rate auf das Darlehenskonto buchen | Eine Rate kann Zinsen enthalten. | Zins und Tilgung anhand des Tilgungsplans trennen |
| Gesamte Rate als Zinsaufwand buchen | Die Kapitalrückzahlung ist kein Zins. | Nur den tatsächlichen Zinsanteil als Aufwand erfassen |
| Passivminderung im Haben buchen | Passivkonten werden im Soll gemindert. | Verbindlichkeit im Soll erfassen |
| Bankminderung im Soll buchen | Aktivkonten werden im Haben gemindert. | Bank im Haben erfassen |
| Vorsteuer aus der Tilgung herausrechnen | Die Kapitalrückzahlung ist kein normaler Wareneinkauf oder Leistungsbezug. | Keine Vorsteuer aus der reinen Tilgung buchen |
| Ursprüngliche Laufzeit mit Restlaufzeit verwechseln | Für den Jahresabschluss ist die verbleibende Laufzeit relevant. | Restlaufzeit am Bilanzstichtag prüfen |
Wenn Sie beim Kredit buchen unsicher sind, hilft fast immer die Kontenanalyse. Fragen Sie zuerst, was wirtschaftlich passiert, bevor Sie Soll und Haben bestimmen.
Merkschema in sieben Schritten
Mit dem folgenden Ablauf können Sie einen Kredit buchen und gleichzeitig viele andere Geschäftsfälle der Finanzbuchhaltung systematisch lösen:
- Geschäftsfall lesen: Wird ein Kredit aufgenommen, getilgt oder werden lediglich Zinsen gezahlt?
- Konten bestimmen: Welche Konten sind tatsächlich betroffen?
- Kontoart bestimmen: Handelt es sich um Aktivkonto, Passivkonto oder Erfolgskonto?
- Mehrung oder Minderung prüfen: Wie verändert sich jedes Konto?
- Soll und Haben ableiten: Aktivmehrung im Soll, Aktivminderung im Haben, Passivmehrung im Haben und Passivminderung im Soll.
- Buchungssatz bilden: Sollkonten stehen vor „an“, Habenkonten dahinter.
- Kontrolle durchführen: Die Summe der Sollbeträge muss der Summe der Habenbeträge entsprechen.
Gerade beim Kredit buchen verhindert dieses Schema, dass Kreditaufnahme und Tilgung miteinander verwechselt werden.
Übungen mit Lösungen
Mit diesen Aufgaben können Sie testen, ob Sie einen Kredit buchen und dabei Tilgung, Zinsen und Kreditaufnahme voneinander unterscheiden können. Versuchen Sie zunächst, die Kontenanalyse und den Buchungssatz selbst zu entwickeln.
Übung 1: Monatliche reine Tilgung
Die Beispiel GmbH zahlt 2.500,00 Euro als reine Tilgung eines Bankdarlehens. Der Betrag wird vom Geschäftskonto eingezogen.
Lösung: Die Verbindlichkeit wird als Passivkonto im Soll gemindert. Das Bankkonto wird als Aktivkonto im Haben gemindert.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.500,00 Euro an Bank 2.500,00 Euro
Wenn Sie diesen Kredit buchen, liegt eine Aktiv-Passiv-Minderung vor.
Übung 2: Darlehensrate mit Zinsen
Eine Monatsrate beträgt 2.000,00 Euro. Laut Tilgungsplan entfallen davon 1.650,00 Euro auf die Tilgung und 350,00 Euro auf Zinsen.
Lösung: Beim Kredit buchen müssen Tilgung und Zinsen getrennt werden:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.650,00 Euro
Zinsaufwand 350,00 Euro
an Bank 2.000,00 Euro
Übung 3: Kreditaufnahme oder Tilgung?
Das Kreditinstitut zahlt ein neues Darlehen in Höhe von 60.000,00 Euro auf das Geschäftskonto aus. Welcher Buchungssatz ist richtig?
Lösung: Hier liegt keine Tilgung, sondern eine Kreditaufnahme vor:
Bank 60.000,00 Euro an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 60.000,00 Euro
Beim Kredit buchen müssen Sie deshalb zuerst feststellen, in welche Richtung sich die Schuld verändert.
Übung 4: Restschuld berechnen
Vor der Zahlung beträgt die Darlehensschuld 35.000,00 Euro. Die Bank zieht 1.400,00 Euro ein. Davon sind 1.100,00 Euro Tilgung und 300,00 Euro Zinsen. Wie hoch ist die neue Restschuld?
Lösung: Nur die Tilgung vermindert die Schuld. Die neue Restschuld beträgt daher:
35.000,00 Euro – 1.100,00 Euro = 33.900,00 Euro
Der zugehörige Buchungssatz lautet:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.100,00 Euro
Zinsaufwand 300,00 Euro
an Bank 1.400,00 Euro
Diese Aufgabe zeigt besonders deutlich, warum beim Kredit buchen nicht der gesamte Zahlungsbetrag von der Restschuld abgezogen werden darf.
Übung 5: Vollständige Tilgung
Die Restschuld eines Darlehens beträgt noch 7.500,00 Euro. Das Unternehmen bezahlt diesen Betrag vollständig vom Bankkonto. Weitere Kosten fallen nicht an.
Lösung:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.500,00 Euro an Bank 7.500,00 Euro
Nach dieser Buchung weist das betreffende Darlehen keine Restschuld mehr auf.
Häufige Fragen zur Tilgung und Darlehensbuchung
Wie lautet der Buchungssatz für eine reine Kredittilgung?
Wenn Sie einen Kredit buchen und eine reine Tilgung vom Geschäftskonto bezahlen, lautet der grundlegende Buchungssatz Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten an Bank. Das Passivkonto wird im Soll und das Aktivkonto Bank im Haben gemindert.
Ist eine Kredittilgung ein Aufwand?
Nein. Die reine Tilgung reduziert eine bestehende Darlehensverbindlichkeit und ist deshalb kein Aufwand. Auch bei einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung zählt die Rückzahlung des Darlehenskapitals nicht als Betriebsausgabe.
Sind Kreditzinsen Aufwand?
Betrieblich veranlasste Darlehenszinsen stellen grundsätzlich Finanzierungskosten dar. Wenn Sie einen Kredit buchen, werden Zinsanteil und Tilgungsanteil deshalb getrennt. Steuerrechtlich können zusätzliche Beschränkungen oder Voraussetzungen gelten.
Warum ist die Tilgung eine Aktiv-Passiv-Minderung?
Das Bankguthaben auf der Aktivseite nimmt ab und gleichzeitig vermindert sich die Verbindlichkeit auf der Passivseite. Die Bilanzsumme sinkt auf beiden Seiten um denselben Betrag.
Wie wird die Aufnahme eines Kredits gebucht?
Bei einer vollständigen Auszahlung auf das Geschäftskonto lautet der grundlegende Buchungssatz Bank an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Kreditaufnahme ist damit die Gegenbewegung zur reinen Tilgung.
Wie wird eine Kreditrate mit Zinsen gebucht?
Beim Kredit buchen wird der Tilgungsanteil auf das Verbindlichkeitskonto und der Zinsanteil auf ein entsprechendes Aufwandskonto gebucht. Der Gesamtbetrag steht im Haben des Bankkontos. Die genaue Aufteilung ergibt sich aus dem Tilgungsplan oder der Bankabrechnung.
Welcher Betrag vermindert die Restschuld?
Nur der Tilgungsanteil vermindert das Darlehenskapital. Zinsen reduzieren nicht die Restschuld, sondern stellen das Entgelt für die Kapitalüberlassung dar. Deshalb müssen Sie beim Kredit buchen beide Bestandteile auseinanderhalten.
Wird bei der Tilgung Vorsteuer gebucht?
Aus der reinen Tilgung eines Bankdarlehens wird keine Vorsteuer herausgerechnet. Eine mögliche Vorsteuer aus einem mit dem Kredit finanzierten Kauf gehört zum Kaufgeschäft und nicht zur Rückzahlung des Darlehens.
Welches Konto wird für die Kredittilgung verwendet?
Beim Kredit buchen wird das im jeweiligen Kontenplan vorgesehene Konto für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beziehungsweise das entsprechende Darlehenskonto verwendet. Die konkrete Kontonummer kann je nach Kontenrahmen und Software unterschiedlich sein.
Ist die ursprüngliche Laufzeit für die Bilanz entscheidend?
Für bestimmte Angaben im Jahresabschluss ist die Restlaufzeit am Bilanzstichtag maßgeblich. Ein ursprünglich langfristiges Darlehen kann deshalb später ganz oder teilweise innerhalb eines Jahres fällig werden.
Zusammenfassung: Die Tilgungsbuchung sicher verstehen
Wenn Sie einen Kredit buchen und eine reine Tilgung erfassen, wird die Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditinstitut im Soll vermindert. Gleichzeitig sinkt das Bankguthaben und wird im Haben gebucht. Der grundlegende Buchungssatz lautet deshalb Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten an Bank.
Die reine Tilgung führt zu einer Aktiv-Passiv-Minderung und verändert den Gewinn nicht unmittelbar. Enthält eine Rate zusätzlich Zinsen, müssen Sie beim Kredit buchen beide Bestandteile trennen. Nur die Tilgung reduziert die Restschuld, während der Zinsanteil grundsätzlich als Finanzierungskosten erfasst wird.
Besonders wichtig ist deshalb die Kontenanalyse. Prüfen Sie zunächst den tatsächlichen Geschäftsfall, bestimmen Sie Kontoart und Veränderung und leiten Sie erst danach Soll und Haben ab. So können Sie einen Kredit buchen, ohne sich auf auswendig gelernte Buchungssätze verlassen zu müssen.
Für die praktische Buchhaltung sollten außerdem Tilgungsplan, Bankabrechnung, Restschuld und Restlaufzeit regelmäßig geprüft werden. Auf diese Weise bleibt das Verbindlichkeitskonto korrekt und die Trennung zwischen Kapitalrückzahlung und Finanzierungskosten nachvollziehbar.
Weitere Informationen zu Kredit, Darlehen und Buchhaltung
Wenn Sie das Kredit buchen weiter vertiefen möchten, finden Sie auf der Bildungsbibel und in den gesetzlichen beziehungsweise fachlichen Quellen zusätzliche Informationen:
- Mehr zu den verschiedenen Kreditarten und Darlehensarten.
- Hier lernen Sie, wie Sie die Aufnahme eines Darlehens beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten buchen.
- In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie die Annuität beim Annuitätendarlehen berechnen.
- Die Grundlagen zum Buchen auf Bestandskonten helfen bei der Kontenanalyse.
- Die Bilanzgliederung mit den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach § 266 HGB.
- Die Angaben zu den Restlaufzeiten von Verbindlichkeiten nach § 268 HGB.
- Die IHK Pfalz zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung und zur Behandlung von Darlehen.


