Handelskalkulation, Kalkulationsschema, Verkaufspreis berechnen lernen

Online lernenKaufmännisches Rechnen – Handelskalkulation, Kalkulationsschema, Vorwärtskalkulation, Verkaufspreis berechnen lernen

Handelskalkulation Vorwärtskalkulation

Kalkulationsschema der Handelskalkulation - Verkaufspreis berechnen
Kalkulationsschema der Handelskalkulation – Verkaufspreis berechnen

Die Handelskalkulation dient zur Berechnung von Verkaufspreisen und beinhaltet die Handlungskosten, den Gewinn, Kundenrabatte und Skonto. Weiterhin können Vertreterprovisionen enthalten sein. Das Ergebnis liefert den Nettoverkaufspreis auf den noch die Umsatzsteuer aufgeschlagen werden kann, um den Bruttoverkaufspreis zu erhalten. Am Ende erhalten Sie das Beispiel als Excel Vorlage bzw. Muster zum kostenlos downloaden. Hier lernen Sie die Vorwärtskalkulation.

Kalkulationsschema, Handelskalkulation

Hier finden Sie das Kalkulationsschema für die Vorwärtskalkulation der Handelskalkulation. Aufbauend auf der Bezugskalkulation werden hier die einzelnen Abschnitte der Handelskalkulation erklärt.

Die Handelskalkulation, Kalkulationsschema der Vorwärtskalkulation
Die Handelskalkulation, Kalkulationsschema der Vorwärtskalkulation

In der Handelskalkulation ausgehend vom Bezugspreis spricht man von folgenden Begriffen: Handlungskostenzuschlag, Selbstkosten, Gewinnzuschlag, Barverkaufspreis, Kundenskonto, Kundenrabatt, Nettoverkaufspreis oder Listenverkaufspreis, Umsatzsteuer und Bruttoverkaufspreis.

Bestandteile der Handelskalkulation

Wie sie die einzelnen Bestandteile berechnen und was es dabei zu beachten gilt erfahren Sie hier.

Handlungskostenzuschlag

Der Handlungskostenzuschlag (HKZ) ist ein Prozentsatz, welche auf den Bezugspreis aufgeschlagen wird. Der HKZ beinhaltet die Kosten der gewöhnlichen Handelstätigkeit und beinhaltet zum Beispiel Personalkosten, Miete, Ladeneinrichtung und andere Kostenarten der Kostenrechnung.

Selbstkosten

Die Selbstkosten sind die Kosten, welche für den Vertrieb der Waren oder Produkte anfallen. Die Selbstkosten sind also die Summe der Handlungskosten und der Bezugspreis der Ware.

Gewinnzuschlag

Der Gewinnzuschlag sollte aus einer angemessenen Verzinsung der aktuellen Zinssatz am Kapitalmarkt und einem Risikozuschlag für das eingesetzte Eigenkapital eines Unternehmens sein. Je nach Risiko und aktueller Marktlage kann der Gewinnzuschlag variieren und somit unterschiedlich hoch sein.

Aufgeschlagen wird der Gewinn auf die Selbstkosten und bildet den Barverkaufspreis.

Barverkaufspreis

Der Barverkaufspreis ist die Summe von Selbstkosten und Gewinnzuschlag. Er bildet die Basis für die Berechnung des Kundenskontos.

Kundenskonto

Der Kundenskonto ist ein Preisnachlass und wird unseren Kunden bei vorzeitiger Zahlung gewährt. Wichtig hierbei ist, da wir bei Gewährung des Kundenskontos auf 100 rechnen, den Kundenskonto im Hundert rechnen müssen.

Beispiel: Ein Kunde soll 2 % Skonto erhalten! Hier müssen wir den Barverkaufspreis auf 98 % setzen, damit der Zielverkaufspreis zu 100 % gerechnet werden kann.

Der Vorteil hierbei ist, das bei der Gewährung des Skontos die 2 % ohne große Umwege berechnet werden können. Der Skonto wird auf den Barverkaufspreis addiert und wir erhalten somit den Zielverkaufspreis.

Anmerkung: Sollte eine Vertreterprovision enthalten sein, so werden der Skonto und die Vertreterprovision zuerst addiert. Danach wird mit dem gesamten Wert zurückgerechnet.

Zielverkaufspreis

Beim Zielverkaufspreis handelt es sich um den Preis, der zu zahlen wäre, wenn der Kunde innerhalb des vereinbarten Ziels, zum Beispiel 30 Tage, zahlen würde.

Kundenrabatt

Der Kundenrabatt ist ein Nachlass welcher auf den Zielverkaufspreis aufgeschlagen wird. Wichtig hierbei ist auch wieder die im Hundert Rechnung.

Beispiel: Ein Kunde bekommt 30 % Rabatt! Hier müssen wir den Zielverkaufspreis auf 70 % setzen, damit der Nettoverkaufspreis bzw. Listenverkaufspreis zu 100 % gerechnet werden kann.

Der Vorteil hierbei ist, das bei der Gewährung des Rabatts die 30 % ohne große Umwege berechnet werden können.

Listenverkaufspreis oder Nettoverkaufspreis

Der Listenverkaufspreis oder Nettoverkaufspreis errechnet sich aus der Addition des Zielverkaufspreises und des Kundenrabatts. Dieser Preis ist der Nettopreis, welche meist in Katalogen für Wiederverkäufer oder im Großhandel ausgezeichnet ist. Für Endverbraucher ist jedoch der Bruttoverkaufspreis inklusive Umsatzsteuer auszuweisen.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer ist ein Aufschlag für den Endverbraucher, in Deutschland zur Zeit 7 % oder 19 % Steuersatz, welcher auf den Nettoverkaufspreis aufgeschlagen wird, um den Bruttoverkaufspreis zu bilden.

Bruttoverkaufspreis

Der Bruttoverkaufspreis bildet das Ende der Handelskalkulation und eigentliche Verkaufspreis für Endverbraucher. Er bildet zu zahlenden Preis im Einzelhandel.

Kalkulationsschema in Excel

Excel bietet sich sehr gut an, um die Berechnung der Handelskalkulation vorzunehmen. Hier finden Sie eine Excel Vorlage mit der Handelskalkulation  Vorlage downloaden.

Weiterführende Informationen

3 Kommentar zu “Handelskalkulation, Kalkulationsschema, Verkaufspreis berechnen lernen”

  1. Liebe Leute,
    einige Formeln (Prozente) in eurer Excel-Tabelle stimmen nicht!
    Das ist sehr verwirrend, wenn man solche Fehler in einer Bibel findet.

  2. Hallo!
    Könnt ihr mir helfen Gewinn auszurechnen wenn geben ist: Einkaufspreis, Kundenrabatt, Handlungskosten und Verkaufspreis?

    Danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

19 − 7 =