Kalkulationsverfahren, Vorwärtskalkulation, Rückwärtskalkulation, Differenzkalkulation

Weiterbildung und FortbildungOnline lernenKaufmännisches Rechnen – Kalkulationsverfahren, Vorwärtskalkulation, Rückwärtskalkulation und Differenzkalkulation lernen

Kalkulationsverfahren

Grundlegend gibt es drei unterschiedliche Kalkulationsverfahren. Zum einen die Vorwärtskalkulation, die Rückwärtskalkulation oftmals auch als retrograde Kalkulation bezeichnet und die Differenzkalkulation.

Letztere wird benötigt, um eine Aussage über die Rentabilität einer Ware oder eines Produkts zu treffen.

Hier erhalten Sie einen Überblick über die unterschiedlichen Verfahren der Kalkulation und lernen, welche Bedeutung diese haben.

Vorwärtskalkulation

Die Vorwärtskalkulation beginnt im Handel beim Listeneinkaufspreis und endet beim Nettoverkaufspreis.

Die Umsatzsteuer wird für gewöhnlich nicht auf den Nettoverkaufspreis aufgeschlagen, da die Umsatzsteuer ein durchlaufender Posten für die Handelsunternehmen darstellt.

Somit also nicht als Kosten mit in die Kalkulation einfließen. Hier bei werden auch die Begriffe Bezugskalkulation und Handelskalkulation unterschieden.

Sinn und Zweck der Vorwärtskalkulation ist somit die Berechnung des Nettoverkaufspreises im Handel bzw. in der Industrie.

Hier lernen Sie die Vorwärtskalkulation anhand von Beispielen und Vorlagen kennen.

Rückwärtskalkulation

Die Rückwärtskalkulation bzw. retrograde Kalkulation deutet schon darauf hin, dass die Berechnung umgekehrt zur Vorwärtskalkulation erfolgt.

Das heißt, die Kalkulation beginnt beim Nettoverkaufspreis und wird zurück gerechnet bis zum Listeneinkaufspreis.

Sinn und Zweck von diesem Kalkulationsverfahren ist es, den möglichen Listeneinkaufspreis unter vorgegebenen Bedingungen (Gewinn, Rabatte, Skonto, Provisionen etc.) zu berechnen.

Das Ergebnis liefert dann eine Aussage über den Listeneinkaufspreis, den wir unter den festgelegten Bedingungen benötigen, damit der kalkulierte Verkaufspreis gehalten werden kann.

Gegebenenfalls wird die Kalkulation so angepasst, dass sie zum Listeneinkaufspreis passt. Hier lernen Sie die Rückwärtskalkulation anhand von Beispielen und Vorlagen kennen.

Differenzkalkulation

Bei der Differenzkalkulation wird vom Listeneinkaufspreis bis zu den Selbstkosten vorwärts gerechnet somit findet eine Vorwärtskalkulation statt.

Gleichzeitig wird vom Nettoverkaufspreis bis zum Barverkaufspreis rückwärts gerechnet, also eine Rückwärtskalkulation.

Somit entsteht zwischen den beiden Berechnungen eine Differenz, welche einen Gewinn oder Verlust darstellen kann.

Insbesondere sind bei der Differenzkalkulation zwei Werte feststehend. Zum einen der Listeneinkaufspreis und zum anderen der Nettoverkaufspreis.

Sinn und Zweck dieses Kalkulationsverfahrens ist es, den Gewinn der Ware zu berechnen bzw. ob die Ware überhaupt rentabel ist, also Gewinn bringt oder Verlust.

Hier lernen Sie die Differenzkalkulation anhand von Beispielen und Vorlagen kennen.

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