Weiterbildung – Online lernen – Buchhaltung – Soll und Haben in der Buchhaltung verstehen, buchen und üben
Soll und Haben bilden die beiden Buchungsseiten eines Kontos in der doppelten Buchführung. Soll steht links, Haben rechts. Welche Seite Sie verwenden, hängt nicht davon ab, ob ein Geschäftsvorfall „gut“, „schlecht“, „positiv“ oder „negativ“ ist, sondern von der Kontenart und davon, ob sich der jeweilige Bestand, Aufwand oder Ertrag erhöht oder vermindert.
Auf dieser Seite der Bildungsbibel lernen Sie Soll und Haben systematisch: vom T-Konto über Aktiv- und Passivkonten bis zu Aufwands- und Ertragskonten. Sie erfahren außerdem, wie Buchungssätze entstehen, warum jede Buchung mindestens eine Soll- und eine Habenseite besitzt, wie Umsatzsteuer und Vorsteuer berücksichtigt werden und wie Sie typische Fehler beim Buchen vermeiden.
Das Wichtigste im Überblick
- Beim T-Konto ist die linke Seite das Soll und die rechte Seite das Haben.
- Soll und Haben bedeuten nicht automatisch Minus und Plus.
- Bei Aktivkonten stehen Anfangsbestand und Mehrungen im Soll, Minderungen und Schlussbestand im Haben.
- Bei Passivkonten stehen Anfangsbestand und Mehrungen im Haben, Minderungen und Schlussbestand im Soll.
- Aufwandskonten nehmen laufende Aufwendungen grundsätzlich im Soll auf.
- Ertragskonten nehmen laufende Erträge beziehungsweise Erlöse grundsätzlich im Haben auf.
- In der doppelten Buchführung wird jeder Geschäftsvorfall auf mindestens zwei Konten erfasst.
- Die Summe der Sollbuchungen und die Summe der Habenbuchungen eines Buchungssatzes müssen betragsmäßig übereinstimmen.
- Der Buchungssatz wird in der Form „Sollkonto an Habenkonto“ geschrieben.
- Ein Bankkonto des Unternehmens ist in dessen eigener Buchführung grundsätzlich ein Aktivkonto.
- Bei umsatzsteuerpflichtigen Geschäftsvorfällen müssen Vorsteuer beziehungsweise Umsatzsteuer zusätzlich berücksichtigt werden.
- Entscheidend ist immer die Reihenfolge: Konten bestimmen, Kontenart erkennen, Veränderung prüfen, Soll- oder Habenseite festlegen.
Tipp der Bildungsbibel: Versuchen Sie nicht, Soll und Haben über „Geld kommt rein“ oder „Geld geht raus“ zu lernen. Diese Merkhilfe scheitert spätestens bei Passivkonten, Forderungen, Verbindlichkeiten und Erfolgskonten. Bestimmen Sie stattdessen zuerst die Kontenart und anschließend, ob eine Mehrung oder Minderung vorliegt.
Was bedeuten die beiden Kontoseiten?
Die Begriffe Soll und Haben sind zunächst Positionsbezeichnungen. Auf einem klassischen T-Konto steht Soll links und Haben rechts. Die Wörter hätten für das Verständnis der Buchungsmechanik auch „links“ und „rechts“ heißen können. Erst die Art des Kontos bestimmt, welche wirtschaftliche Veränderung auf welcher Seite erfasst wird.
Diese Trennung ist besonders wichtig, weil Soll und Haben nicht mit Einnahme und Ausgabe, Zugang und Abgang oder positiv und negativ gleichgesetzt werden dürfen. Bei einem Aktivkonto wird eine Mehrung im Soll gebucht. Bei einem Passivkonto wird eine Mehrung dagegen im Haben gebucht. Ein Aufwand steht normalerweise im Soll, ein Ertrag im Haben.
Die IHK beschreibt die doppelte Buchführung entsprechend so, dass Geschäftsvorfälle auf Konten einmal im Soll und einmal im Haben erfasst werden. Dadurch entsteht ein in sich geschlossenes System. Zu einem Betrag auf der einen Buchungsseite muss im Buchungssatz ein betragsmäßig gleich hoher Betrag auf der anderen Seite gehören.
Wenn Sie die Darstellung üben möchten, können Sie die T-Konten Vorlage der Bildungsbibel verwenden. Ein T-Konto macht die Logik von Soll und Haben besonders anschaulich, weil beide Seiten direkt nebeneinanderstehen.
| Linke Seite | Rechte Seite |
|---|---|
| Soll | Haben |
| Debet | Kredit |
| Mehrungen bei Aktivkonten | Minderungen bei Aktivkonten |
| Minderungen bei Passivkonten | Mehrungen bei Passivkonten |
| Aufwendungen | Erträge |
Warum doppelte Buchführung?
In der doppelten Buchführung wird jeder Geschäftsvorfall mindestens doppelt erfasst: auf mindestens einem Konto im Soll und auf mindestens einem Konto im Haben. Das bedeutet nicht, dass derselbe wirtschaftliche Sachverhalt doppelt als Aufwand oder Ertrag gezählt wird. Vielmehr werden die zwei Seiten eines Geschäftsvorfalls abgebildet.
Kaufen Sie beispielsweise eine Maschine per Banküberweisung, steigt das Anlagevermögen und gleichzeitig sinkt das Bankguthaben. Nehmen Sie ein Darlehen auf, steigt das Bankguthaben und zugleich steigen die Verbindlichkeiten. Soll und Haben machen diese Gegenbewegungen nachvollziehbar.
Nach § 238 HGB sind Kaufleute grundsätzlich verpflichtet, ihre Handelsgeschäfte und die Lage ihres Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung nachvollziehbar darzustellen; gesetzliche Ausnahmen können bestehen. § 239 HGB verlangt unter anderem vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Aufzeichnungen. § 242 HGB regelt für buchführungspflichtige Kaufleute grundsätzlich die Bilanz sowie die Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Die gesetzliche Grundlage können Sie direkt in § 238 HGB zur Buchführungspflicht nachlesen. Ergänzend erläutert die IHK Pfalz die Buchführung als planmäßige, lückenlose und chronologische Aufzeichnung von Geschäftsvorfällen.
Warum der Kontoauszug leicht verwirrt
Viele Menschen kennen Soll und Haben zuerst vom privaten Girokonto. Daraus entsteht schnell die Vorstellung, Soll sei grundsätzlich negativ und Haben grundsätzlich positiv. Für die Buchführung eines Unternehmens ist diese Schlussfolgerung falsch.
Der Grund liegt unter anderem in der Perspektive. Ihr Guthaben bei einer Bank ist aus Ihrer Sicht eine Forderung gegenüber der Bank beziehungsweise in der Unternehmensbuchführung ein Aktivposten Bank. Aus Sicht der Bank stellt das Kundenguthaben dagegen grundsätzlich eine Verpflichtung gegenüber dem Kunden dar. Bankauszug und Unternehmensbuchhaltung betrachten denselben Betrag somit aus unterschiedlichen Perspektiven.
Für Ihre eigenen Buchungssätze gilt daher: Das Konto Bank ist grundsätzlich ein Aktivkonto. Steigt das betriebliche Bankguthaben, buchen Sie die Mehrung im Soll. Sinkt das Bankguthaben, steht die Minderung im Haben. Diese Regel ist für Soll und Haben wesentlich zuverlässiger als die Vorstellung „Soll = schlecht, Haben = gut“.
Kontenarten auf einen Blick
Um Soll und Haben sicher zu bestimmen, müssen Sie zuerst wissen, welche Art von Konto betroffen ist. Die wichtigsten Gruppen für den Einstieg sind Aktivkonten, Passivkonten, Aufwandskonten und Ertragskonten. Hinzu kommen Steuerkonten, Privatkonten und weitere Sonderkonten, die sich aus dem jeweiligen Kontenrahmen ergeben.
| Kontenart | Beispiele | Mehrung | Minderung |
|---|---|---|---|
| Aktivkonto | Kasse, Bank, Forderungen, Maschinen | Soll | Haben |
| Passivkonto | Eigenkapital, Darlehen, Verbindlichkeiten | Haben | Soll |
| Aufwandskonto | Miete, Löhne, Büromaterial, Werbung | Soll | Korrektur im Haben |
| Ertragskonto | Umsatzerlöse, Zinserträge | Haben | Korrektur im Soll |
Diese Tabelle ist die zentrale Grundlage für Soll und Haben. Wenn Sie sie verstanden haben, müssen Sie Buchungssätze nicht auswendig lernen. Sie können sie aus der Kontenart und der Veränderung herleiten.
Aktivkonten richtig buchen
Aktivkonten bilden Vermögenswerte ab. Dazu gehören beispielsweise Kasse, Bank, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Maschinen, Fahrzeuge oder Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Anfangsbestand eines Aktivkontos steht im Soll. Zugänge beziehungsweise Mehrungen werden ebenfalls im Soll gebucht. Abgänge oder Minderungen stehen im Haben.
Beim Abschluss wird der Saldo auf der Habenseite eingetragen, damit beide Seiten des T-Kontos betragsmäßig gleich groß werden. Der Schlussbestand wird anschließend über das Schlussbilanzkonto in die Bilanz übernommen. Für Soll und Haben ergibt sich damit bei Aktivkonten die einfache Merkhilfe: Anfang und Zuwachs links, Abgang und Schluss rechts.
| Aktivkonto | Soll | Haben |
|---|---|---|
| Eröffnung | Anfangsbestand | – |
| laufende Buchung | Mehrung | Minderung |
| Abschluss | – | Schlussbestand / Saldo |
Mehr über diese Kontengruppe lernen Sie im Beitrag zu den Bestandskonten. Dort wird die Verbindung zwischen Bilanz, Aktivkonto und Passivkonto ausführlicher erklärt.
Passivkonten richtig buchen
Passivkonten bilden Kapitalquellen und Schulden ab. Typische Beispiele sind Eigenkapital, Darlehensverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Anders als beim Aktivkonto steht der Anfangsbestand eines Passivkontos im Haben. Mehrungen werden ebenfalls im Haben gebucht, Minderungen dagegen im Soll.
Beim Abschluss wird der Saldo auf der Sollseite eingesetzt. Der Schlussbestand geht über das Schlussbilanzkonto wieder in die Bilanz ein. Für Soll und Haben ist das Passivkonto damit spiegelbildlich zum Aktivkonto aufgebaut.
| Passivkonto | Soll | Haben |
|---|---|---|
| Eröffnung | – | Anfangsbestand |
| laufende Buchung | Minderung | Mehrung |
| Abschluss | Schlussbestand / Saldo | – |
Ein einfaches Beispiel ist die Aufnahme eines Darlehens. Das Bankkonto steigt und wird als Aktivkonto im Soll erhöht. Gleichzeitig steigt die Darlehensverbindlichkeit und wird als Passivkonto im Haben erhöht. Der Buchungssatz lautet vereinfacht: Bank an Darlehensverbindlichkeiten.
Aufwandskonten und Ertragskonten verstehen
Erfolgskonten erfassen Veränderungen des Eigenkapitals, die durch Aufwendungen und Erträge entstehen. Aufwendungen mindern den Unternehmenserfolg, Erträge erhöhen ihn. Deshalb folgen Erfolgskonten einer anderen Logik als reine Bestandskonten.
Aufwandskonten werden grundsätzlich im Soll gemehrt. Dazu zählen beispielsweise Mietaufwand, Löhne, Gehälter, Büromaterial oder Werbeaufwand. Ertragskonten werden grundsätzlich im Haben gemehrt, etwa Umsatzerlöse oder Zinserträge. Korrekturen oder Stornierungen können jeweils auf der Gegenseite erscheinen.
Am Jahresende werden Erfolgskonten über das Gewinn- und Verlustkonto abgeschlossen. Aufwandskonten werden dabei im Haben ausgeglichen, Ertragskonten im Soll. Das GuV-Konto ermittelt anschließend den Erfolg, der das Eigenkapital verändert. So verbinden Soll und Haben laufende Erfolgsbuchungen mit dem Jahresabschluss.
| Erfolgskonto | Soll | Haben |
|---|---|---|
| Aufwandskonto | laufende Aufwendungen | Korrekturen / Abschluss |
| Ertragskonto | Korrekturen / Abschluss | laufende Erträge |
Den Aufbau und Abschluss dieser Konten behandelt die Bildungsbibel ausführlich unter Erfolgskonten buchen.
Bilanz, GuV und Konten hängen zusammen
Um Soll und Haben wirklich zu verstehen, sollten Sie die Verbindung zur Bilanz kennen. Aktivkonten entstehen aus den Aktivposten der Bilanz, Passivkonten aus deren Passivposten. Während des Geschäftsjahres werden Veränderungen auf den einzelnen Konten erfasst. Zum Abschluss werden die Bestandskonten wieder in die Schlussbilanz überführt.
Aufwendungen und Erträge werden dagegen über das Gewinn- und Verlustkonto zusammengeführt. § 242 HGB nennt die Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen als Gewinn- und Verlustrechnung. Ein Gewinn erhöht grundsätzlich das Eigenkapital, ein Verlust vermindert es. Die Buchungsseiten sind damit Teil eines geschlossenen Systems zwischen laufender Buchführung und Jahresabschluss.
Für Anfänger ist wichtig: Soll und Haben sind keine eigenständigen wirtschaftlichen Größen. Sie zeigen, auf welcher Seite eines Kontos ein Betrag gebucht wird. Die wirtschaftliche Bedeutung entsteht erst durch die Kontenart und den Geschäftsvorfall.
Buchungssätze Schritt für Schritt bilden
Ein Buchungssatz übersetzt einen Geschäftsvorfall in die Sprache der Buchführung. Statt Buchungssätze auswendig zu lernen, können Sie Soll und Haben mit einem festen Ablauf bestimmen. Diese Methode funktioniert bei einfachen und später auch bei zusammengesetzten Buchungssätzen.
- Geschäftsvorfall lesen: Was passiert wirtschaftlich?
- Betroffene Konten bestimmen: Welche Konten verändern sich?
- Kontenarten bestimmen: Aktiv, Passiv, Aufwand oder Ertrag?
- Veränderung bestimmen: Nimmt das Konto zu oder ab?
- Buchungsseite bestimmen: Gehört die Veränderung ins Soll oder Haben?
- Buchungssatz formulieren: Sollkonto an Habenkonto.
- Beträge kontrollieren: Sollsumme und Habensumme müssen übereinstimmen.
Wenn Sie diesen Ablauf regelmäßig anwenden, werden Soll und Haben logisch ableitbar. Zusätzliche Übungen finden Sie bei der Bildungsbibel unter Buchungssätze bilden und üben sowie im Grundlagenbeitrag zum einfachen und zusammengesetzten Buchungssatz.
Buchungsregel „Soll an Haben“
Ein Buchungssatz wird grundsätzlich vom Soll zum Haben gelesen. Steht beispielsweise „Bürobedarf an Bank“, wird das Konto Bürobedarf im Soll und das Konto Bank im Haben angesprochen. Bei einem zusammengesetzten Buchungssatz können auf einer oder beiden Seiten mehrere Konten stehen.
Die Reihenfolge „Soll an Haben“ ist eine wichtige sprachliche Eselsbrücke. Sie sagt jedoch noch nicht, welches Konto auf welche Seite gehört. Das müssen Sie vorher aus Kontenart und Veränderung herleiten. Erst dann wird aus der Regel ein korrekter Buchungssatz.
Beispiel 1: Büromaterial per Bank bezahlen
Ein Unternehmen kauft Büromaterial für 500 Euro netto und bezahlt sofort per Bank. Im Beispiel gilt der allgemeine Umsatzsteuersatz von 19 Prozent und das Unternehmen ist zum Vorsteuerabzug berechtigt. Die Rechnung beträgt damit 595 Euro brutto.
- Bürobedarf: 500 Euro im Soll, weil Aufwand entsteht.
- Vorsteuer: 95 Euro im Soll, weil ein Vorsteueranspruch entsteht.
- Bank: 595 Euro im Haben, weil das Aktivkonto Bank abnimmt.
Buchungssatz: Bürobedarf 500 € und Vorsteuer 95 € an Bank 595 €.
Dieses Beispiel zeigt zwei wichtige Regeln für Soll und Haben: Büromaterial ist beim normalen Verbrauch typischerweise kein Aktivkonto, sondern Aufwand; das betriebliche Bankkonto ist dagegen ein Aktivkonto. Bei einer vereinfachten Lernaufgabe ohne Umsatzsteuer könnte der Buchungssatz lediglich Bürobedarf an Bank lauten.
Beispiel 2: Eingangsrechnung für eine Dienstleistung
Ein Unternehmen erhält eine noch nicht bezahlte Rechnung für eine betriebliche Dienstleistung über 800 Euro netto zuzüglich 152 Euro Vorsteuer. Durch die Rechnung entsteht Aufwand und gleichzeitig eine Verbindlichkeit gegenüber dem Lieferanten.
- Fremdleistungen: 800 Euro im Soll.
- Vorsteuer: 152 Euro im Soll.
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: 952 Euro im Haben.
Buchungssatz: Fremdleistungen 800 € und Vorsteuer 152 € an Verbindlichkeiten 952 €.
Das Passivkonto Verbindlichkeiten nimmt zu und wird deshalb im Haben gebucht. Soll und Haben zeigen damit sowohl den entstandenen Aufwand als auch die noch offene Zahlungsverpflichtung.
Beispiel 3: Lieferantenrechnung bezahlen
Später wird die Rechnung aus dem vorherigen Beispiel per Bank überwiesen. Nun entsteht kein neuer Aufwand, denn dieser wurde bereits beim Rechnungseingang erfasst. Stattdessen sinkt die Verbindlichkeit und gleichzeitig das Bankguthaben.
- Verbindlichkeiten: 952 Euro im Soll, weil das Passivkonto abnimmt.
- Bank: 952 Euro im Haben, weil das Aktivkonto abnimmt.
Buchungssatz: Verbindlichkeiten 952 € an Bank 952 €.
Gerade dieses Beispiel zeigt, warum Soll und Haben nicht einfach mit Einnahme und Ausgabe gleichgesetzt werden dürfen. Die Zahlung vermindert zwei Bestandskonten; ein zusätzlicher Aufwand entsteht dabei nicht mehr.
Beispiel 4: Verkauf mit Zahlung auf das Bankkonto
Ein Unternehmen verkauft eine umsatzsteuerpflichtige Leistung für 1.000 Euro netto und erhält 1.190 Euro auf das Bankkonto. Im Beispiel gilt der allgemeine Umsatzsteuersatz von 19 Prozent.
- Bank: 1.190 Euro im Soll, weil das Aktivkonto zunimmt.
- Umsatzerlöse: 1.000 Euro im Haben, weil ein Ertrag entsteht.
- Umsatzsteuer: 190 Euro im Haben.
Buchungssatz: Bank 1.190 € an Umsatzerlöse 1.000 € und Umsatzsteuer 190 €.
Nach § 12 UStG beträgt der allgemeine Umsatzsteuersatz derzeit 19 Prozent; für bestimmte Umsätze gelten andere Steuersätze oder Steuerbefreiungen. Das Beispiel dient deshalb nur der Buchungslogik. Bei Soll und Haben müssen Sie den steuerlichen Sachverhalt des konkreten Geschäftsfalls zusätzlich richtig einordnen.
Beispiel 5: Kunde bezahlt eine offene Forderung
Ein Kunde überweist eine bereits früher gebuchte Forderung von 1.190 Euro. Die Umsatzerlöse und die Umsatzsteuer wurden bereits bei Entstehung der Forderung erfasst. Bei der Zahlung verändern sich deshalb nur zwei Aktivkonten.
- Bank nimmt zu: Soll.
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nehmen ab: Haben.
Buchungssatz: Bank 1.190 € an Forderungen 1.190 €.
Damit entsteht ein Aktivtausch. Ein Aktivkonto steigt, ein anderes sinkt. Die Bilanzsumme verändert sich durch diesen Zahlungsvorgang nicht. Soll und Haben bilden lediglich die Umbuchung innerhalb der Aktivseite ab.
Beispiel 6: Maschine auf Ziel kaufen
Eine Maschine wird für 10.000 Euro netto zuzüglich 1.900 Euro Vorsteuer auf Ziel gekauft. Das Unternehmen bezahlt also nicht sofort.
- Maschinen: 10.000 Euro im Soll, weil das Aktivkonto steigt.
- Vorsteuer: 1.900 Euro im Soll.
- Verbindlichkeiten: 11.900 Euro im Haben, weil das Passivkonto steigt.
Buchungssatz: Maschinen 10.000 € und Vorsteuer 1.900 € an Verbindlichkeiten 11.900 €.
Hier liegt eine Aktiv-Passiv-Mehrung vor. Vermögen und Schulden steigen gleichzeitig. Das Beispiel zeigt erneut, dass Soll und Haben nichts mit einer pauschalen Bewertung des Geschäftsvorfalls zu tun haben.
Umsatzsteuer und Vorsteuer richtig einordnen
Bei umsatzsteuerpflichtigen Geschäftsvorfällen reicht es häufig nicht, nur Aufwand, Ertrag, Bank oder Verbindlichkeiten zu betrachten. Vorsteuer und Umsatzsteuer werden auf eigenen Konten erfasst. Beim Einkauf kann ein vorsteuerabzugsberechtigtes Unternehmen die in einer ordnungsgemäßen Rechnung ausgewiesene Vorsteuer unter den gesetzlichen Voraussetzungen geltend machen. Beim steuerpflichtigen Verkauf entsteht Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt.
Für Soll und Haben bedeutet das im vereinfachten Grundmodell: Vorsteuer wird bei der Entstehung typischerweise im Soll gebucht, Umsatzsteuer bei der Entstehung typischerweise im Haben. Im Rahmen der Umsatzsteuervoranmeldung werden die Konten verrechnet. Sonderfälle wie Kleinunternehmerregelung, steuerfreie Umsätze oder abweichende Steuersätze müssen gesondert beurteilt werden.
Der allgemeine Steuersatz beträgt nach § 12 UStG 19 Prozent. Der ermäßigte Satz beträgt für die gesetzlich genannten Umsätze sieben Prozent; für bestimmte Umsätze existiert außerdem ein Nullsteuersatz. Verwenden Sie in Buchungsaufgaben deshalb immer den vorgegebenen Sachverhalt und Steuersatz.
T-Konten eröffnen und abschließen
Beim Lernen helfen T-Konten, weil Soll und Haben sichtbar getrennt werden. Bestandskonten werden zu Beginn aus der Eröffnungsbilanz übernommen. Aktivkonten besitzen ihren Anfangsbestand im Soll, Passivkonten im Haben. Im Laufe des Jahres kommen die Geschäftsvorfälle hinzu.
Zum Abschluss addieren Sie beide Seiten und bilden die Differenz. Bei Aktivkonten steht der Schlussbestand im Haben, bei Passivkonten im Soll. Dadurch werden Soll- und Habensumme gleich groß. Anschließend wird der Schlussbestand in das Schlussbilanzkonto übertragen.
Bei Erfolgskonten läuft der Abschluss anders: Aufwands- und Ertragskonten werden über das GuV-Konto abgeschlossen. Die Differenz aus Erträgen und Aufwendungen beeinflusst anschließend das Eigenkapital. Soll und Haben verbinden auf diese Weise laufende Geschäftsvorfälle mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.
Saldo richtig verstehen
Der Saldo ist die Differenz zwischen der Summe der beiden Kontoseiten. Er wird auf der betragsmäßig kleineren Seite eingetragen, damit Soll und Haben rechnerisch ausgeglichen sind. Bei einem Aktivkonto befindet sich der Schlussbestand deshalb typischerweise im Haben, obwohl der Vermögenswert in der Bilanz weiterhin auf der Aktivseite erscheint.
Dieser Punkt verwirrt Anfänger häufig: Die Seite, auf der der Saldo zum rechnerischen Abschluss eingetragen wird, ist nicht automatisch die Bilanzseite des Vermögenspostens. Beim Abschluss dient der Gegenposten lediglich dazu, das T-Konto auszugleichen und den Schlussbestand weiterzuführen.
Eselsbrücken, die wirklich helfen
Eine gute Eselsbrücke für Soll und Haben sollte die Kontenarten berücksichtigen. Sehr einfache Sprüche wie „Geld rein = Haben“ funktionieren nicht zuverlässig. Sinnvoller sind Merksätze, die Sie mit den Grundregeln verbinden.
| Merkhilfe | Bedeutung |
|---|---|
| Aktiv wird links aktiv | Mehrungen bei Aktivkonten stehen im Soll. |
| Passiv wächst rechts | Mehrungen bei Passivkonten stehen im Haben. |
| Aufwand links, Ertrag rechts | laufender Aufwand im Soll, laufender Ertrag im Haben. |
| Soll an Haben | Reihenfolge beim Formulieren des Buchungssatzes. |
Weitere Merkhilfen diskutieren Nutzer auf gutefrage.net zu Eselsbrücken für Soll und Haben. Solche Community-Tipps können beim Einprägen helfen, sollten aber immer mit den fachlichen Buchungsregeln abgeglichen werden.
Vier Bilanzveränderungen als zusätzliche Orientierung
Bei Bestandskonten helfen die vier klassischen Bilanzveränderungen, Soll und Haben noch besser einzuordnen. Sie zeigen, ob Vermögens- oder Kapitalpositionen untereinander getauscht werden oder ob sich die Bilanzsumme verändert.
| Art | Beispiel | Wirkung |
|---|---|---|
| Aktivtausch | Kunde bezahlt Forderung auf Bank | ein Aktivkonto steigt, ein anderes sinkt |
| Passivtausch | kurzfristige Schuld wird in langfristiges Darlehen umgewandelt | ein Passivkonto sinkt, ein anderes steigt |
| Aktiv-Passiv-Mehrung | Maschine auf Ziel kaufen | Aktiv- und Passivseite steigen |
| Aktiv-Passiv-Minderung | Verbindlichkeit per Bank bezahlen | Aktiv- und Passivseite sinken |
Die Begriffe erklären nicht jeden Geschäftsvorfall, sind aber für Bestandsbuchungen sehr nützlich. Sie helfen zu erkennen, warum Soll und Haben auf zwei Konten gleichzeitig angesprochen werden.
Buchhaltungssoftware ändert die Logik nicht
Moderne Buchhaltungsprogramme zeigen häufig Buchungsmasken statt klassischer T-Konten. Die Grundlogik von Soll und Haben bleibt trotzdem bestehen. Hinter jeder Buchung stehen Konten, Buchungsseiten, Betrag, Datum und Beleg. Automatisierte Bankzuordnung oder Belegerkennung kann Arbeit erleichtern, ersetzt aber nicht die fachliche Prüfung der Kontierung.
Wenn eine Software einen Vorschlag erstellt, sollten Sie weiterhin prüfen: Ist das richtige Konto ausgewählt? Stimmt der Umsatzsteuerschlüssel? Gehört der Betrag tatsächlich ins Soll oder Haben? Ist der Geschäftsvorfall periodengerecht erfasst? Automatisierung macht Buchführung schneller, aber nicht automatisch richtig.
Typische Fehler vermeiden
| Fehler | Warum falsch? | Bessere Vorgehensweise |
|---|---|---|
| Soll grundsätzlich als Minus verstehen | Kontenarten reagieren unterschiedlich | Kontenart zuerst bestimmen |
| Bank als Passivkonto behandeln | eigenes Bankguthaben ist grundsätzlich Vermögen | Bank als Aktivkonto einordnen |
| Büromaterial als Aktivkonto buchen | verbrauchtes Büromaterial ist typischerweise Aufwand | Geschäftsvorfall und Kontenplan prüfen |
| Zahlung einer Rechnung erneut als Aufwand buchen | Aufwand entstand bereits bei Rechnungseingang | Verbindlichkeit gegen Bank ausgleichen |
| Umsatzsteuer vergessen | Brutto und Netto werden vermischt | Steuerpflicht und Steuersatz prüfen |
| Buchungssatz auswendig lernen | bei neuer Variante fehlt Verständnis | Soll und Haben aus Kontenart und Veränderung ableiten |
| Soll- und Habensumme unterscheiden sich | doppelte Buchung ist nicht ausgeglichen | Beträge vor Abschluss kontrollieren |
Kontenplan und Kontenrahmen beachten
In der betrieblichen Praxis buchen Sie nicht nur auf allgemein bezeichnete Konten, sondern meist auf Konten mit konkreten Nummern. Welche Kontonummer verwendet wird, hängt vom Kontenrahmen und vom individuellen Kontenplan des Unternehmens ab. Die IHK weist darauf hin, dass für Betriebe Kontenpläne aus branchenspezifischen oder allgemeinen Kontenrahmen entwickelt werden.
Deshalb kann eine Buchhaltungssoftware dasselbe wirtschaftliche Konto unter unterschiedlichen Nummern führen. Die Logik von Soll und Haben verändert sich dadurch nicht. Lernen Sie zuerst die Kontenart und den wirtschaftlichen Inhalt; Kontonummern lassen sich anschließend dem verwendeten Kontenplan zuordnen.
Übungen zur Selbstkontrolle
Die folgenden Aufgaben helfen Ihnen, Soll und Haben ohne fertigen Buchungssatz zu bestimmen. Versuchen Sie zunächst selbst, Kontenart, Veränderung und Buchungsseite zu ermitteln. Die Lösungen stehen direkt darunter.
Aufgabe 1: Bareinzahlung auf das Bankkonto
500 Euro werden aus der Kasse auf das betriebliche Bankkonto eingezahlt. Welche Konten verändern sich?
Lösung: Bank steigt als Aktivkonto im Soll, Kasse sinkt als Aktivkonto im Haben. Buchungssatz: Bank 500 € an Kasse 500 €. Es handelt sich um einen Aktivtausch.
Aufgabe 2: Darlehen wird ausgezahlt
Die Bank zahlt ein Darlehen von 20.000 Euro auf das Geschäftskonto aus.
Lösung: Bank steigt im Soll, Darlehensverbindlichkeiten steigen im Haben. Buchungssatz: Bank 20.000 € an Darlehensverbindlichkeiten 20.000 €. Soll und Haben bilden eine Aktiv-Passiv-Mehrung ab.
Aufgabe 3: Miete wird überwiesen
Die betriebliche Monatsmiete von 1.500 Euro wird vom Bankkonto überwiesen. Umsatzsteuerliche Besonderheiten werden in dieser Lernaufgabe nicht berücksichtigt.
Lösung: Mietaufwand entsteht im Soll, das Aktivkonto Bank nimmt im Haben ab. Buchungssatz: Mietaufwand 1.500 € an Bank 1.500 €.
Aufgabe 4: Kunde bezahlt Forderung
Ein Kunde überweist eine offene Forderung von 2.380 Euro.
Lösung: Bank steigt im Soll, Forderungen sinken im Haben. Buchungssatz: Bank 2.380 € an Forderungen 2.380 €. Der Ertrag wurde bereits bei Entstehung der Forderung gebucht.
Aufgabe 5: Lieferant wird bezahlt
Eine bestehende Verbindlichkeit von 4.000 Euro wird per Bank ausgeglichen.
Lösung: Verbindlichkeiten sinken als Passivkonto im Soll, Bank sinkt als Aktivkonto im Haben. Buchungssatz: Verbindlichkeiten 4.000 € an Bank 4.000 €.
Schnelltest: Welche Seite ist richtig?
| Vorgang | Richtige Seite |
|---|---|
| Bankguthaben steigt | Soll |
| Kassenbestand sinkt | Haben |
| Verbindlichkeit steigt | Haben |
| Darlehensschuld sinkt | Soll |
| Mietaufwand entsteht | Soll |
| Umsatzerlös entsteht | Haben |
| Forderung steigt | Soll |
| Forderung wird durch Zahlung ausgeglichen | Haben |
Wenn Sie diese Zuordnungen sicher beherrschen, wird Soll und Haben bei vielen Standardbuchungen schnell nachvollziehbar. Schwieriger werden Buchungen meist nicht wegen der beiden Seiten, sondern weil mehrere Konten, Steuern, Abgrenzungen oder besondere Bewertungsregeln gleichzeitig berücksichtigt werden müssen.
Weitere Informationen der Bildungsbibel
Wenn Sie Soll und Haben weiter vertiefen möchten, helfen Ihnen diese Beiträge der Bildungsbibel beim systematischen Aufbau der Buchführung:
- Bestandskonten und das Buchen auf Aktivkonten und Passivkonten.
- Erfolgskonten buchen auf Aufwandskonten und Ertragskonten.
- Einfacher und zusammengesetzter Buchungssatz am Beispiel lernen.
- T-Konten Vorlage kostenlos herunterladen.
Eine zusätzliche Erklärung mit Beispielen finden Sie im Lexware Unternehmerlexikon zu Soll- und Haben-Buchungen. Nutzen Sie externe Quellen immer ergänzend zu Ihrem konkreten Kontenplan und den für Ihr Unternehmen geltenden steuerlichen Regeln.
Häufige Fragen
Was ist Soll und was ist Haben?
Soll bezeichnet die linke Seite eines Kontos, Haben die rechte. Welche wirtschaftliche Veränderung dort gebucht wird, hängt von der Kontenart ab. Soll und Haben sind deshalb nicht mit Minus und Plus gleichzusetzen.
Ist Soll immer negativ?
Nein. Bei einem Aktivkonto bedeutet eine Sollbuchung typischerweise eine Mehrung. Steigt beispielsweise das Bankguthaben eines Unternehmens, wird die Zunahme im Soll erfasst. Bei einem Passivkonto bedeutet Soll dagegen eine Minderung.
Ist Haben immer positiv?
Nein. Bei einem Aktivkonto steht eine Minderung im Haben. Wenn Geld vom betrieblichen Bankkonto abfließt, sinkt das Aktivkonto Bank im Haben. Bei einem Passivkonto steht dagegen eine Mehrung im Haben.
Auf welcher Seite steht das Bankkonto?
Das Konto Bank ist in der eigenen Unternehmensbuchführung grundsätzlich ein Aktivkonto. Eine Zunahme des Guthabens wird im Soll, eine Abnahme im Haben gebucht. Die Darstellung auf einem Bankauszug kann wegen der Perspektive der Bank zu Verwirrung führen.
Wie lautet die wichtigste Buchungsregel?
Der Buchungssatz wird „Soll an Haben“ formuliert. Zuvor müssen Sie jedoch bestimmen, welche Konten betroffen sind, zu welcher Kontenart sie gehören und ob eine Mehrung oder Minderung vorliegt. Erst danach steht fest, welches Konto links und welches rechts gebucht wird.
Warum müssen Soll- und Habensumme gleich sein?
Jeder Geschäftsvorfall wird im System der doppelten Buchführung auf mindestens zwei Konten erfasst. Deshalb muss der gesamte Betrag, der im Soll gebucht wird, dem gesamten Betrag im Haben entsprechen. Bei zusammengesetzten Buchungssätzen können mehrere Konten auf einer Seite beteiligt sein.
Wo stehen Aufwendungen?
Laufende Aufwendungen werden grundsätzlich im Soll des jeweiligen Aufwandskontos gebucht. Zum Jahresabschluss wird das Aufwandskonto über das Gewinn- und Verlustkonto abgeschlossen. Korrekturen können auf der Habenseite erscheinen.
Wo stehen Erträge?
Laufende Erträge beziehungsweise Erlöse werden grundsätzlich im Haben des Ertragskontos gebucht. Zum Abschluss wird das Ertragskonto über das GuV-Konto ausgeglichen.
Was passiert bei einer Rechnung auf Ziel?
Bei einer Eingangsrechnung entsteht zunächst eine Verbindlichkeit. Aufwand oder Vermögenswert sowie gegebenenfalls Vorsteuer werden erfasst, während die Verbindlichkeit im Haben steigt. Erst bei der späteren Zahlung wird die Verbindlichkeit im Soll vermindert und das Bankkonto im Haben vermindert.
Wie kann ich Soll und Haben am besten lernen?
Lernen Sie zuerst die vier Grundregeln für Aktivkonto, Passivkonto, Aufwand und Ertrag. Analysieren Sie danach viele Geschäftsvorfälle nach demselben Schema. T-Konten und Buchungssatzübungen sind besonders geeignet, weil Sie die Zuordnung selbst vornehmen müssen.
Fazit: Erst Kontenart bestimmen, dann buchen
Soll und Haben sind die Grundlage der doppelten Buchführung. Soll steht links, Haben rechts. Die Begriffe sagen für sich allein noch nicht, ob ein Betrag zu- oder abnimmt. Erst die Kontenart bestimmt die Buchungsregel.
Bei Aktivkonten stehen Mehrungen im Soll und Minderungen im Haben. Bei Passivkonten ist es umgekehrt. Aufwendungen werden grundsätzlich im Soll, Erträge im Haben erfasst. Diese vier Regeln erklären einen großen Teil der laufenden Buchungen.
Beim Bilden eines Buchungssatzes gehen Sie immer systematisch vor: Geschäftsvorfall verstehen, Konten bestimmen, Kontenart zuordnen, Mehrung oder Minderung erkennen und anschließend Soll und Haben festlegen. Danach formulieren Sie den Buchungssatz in der Reihenfolge „Soll an Haben“.
Wenn Sie diese Logik beherrschen, müssen Sie Standardbuchungen nicht auswendig lernen. Nutzen Sie die T-Konten, Beispiele und Übungen der Bildungsbibel, um Soll und Haben schrittweise zu festigen und später auch zusammengesetzte Buchungssätze, Umsatzsteuer und Jahresabschlussbuchungen sicherer zu verstehen.

