Tipps für das Vorstellungsgespräch im Modeunternehmen

Beruf und KarriereVorstellungsgespräch – Tipps für das Vorstellungsgespräch im Modeunternehmen

5 Tipps für das Vorstellungsgespräch im Modeverkauf

Tipps für das Vorstellungsgespräch im Modeunternehmen
Tipps für das Vorstellungsgespräch im Modeunternehmen

Diejenigen, die sich in der Modewelt und auch im Verkauf wohlfühlen, sind im Modehandel jobtechnisch an der richtigen Adresse. Konnten die Bewerbungsunterlagen bereits einen ersten guten Eindruck hinterlassen, kommt es im nächsten Schritt in der Regel zu einem Vorstellungsgespräch, das in der Modebranche durchaus anders ausfallen kann als in gegensätzlichen Berufen wie zum Beispiel bei Versicherungen oder einem Autohaus. Keine Branche ist so schnelllebig wie die Fashionbranche: Modetrends entwickeln sich permanent weiter, während der Konsument von heute auf ein wahres Einkaufserlebnis hofft, wenn er das Ladengeschäft betritt.

Die Herausforderungen, die sich dadurch für einen Verkäufer im Einzelhandel ergeben, sind zum einen, sich mit der Notwendigkeit auseinanderzusetzen, selbst mit dem Puls der Zeit zu gehen, um die Trends auf authentische Art und Weise an den Kunden zu tragen.

Zudem sind kaufmännische Fähigkeiten erforderlich: Der Modeverkäufer wird vor allem dann ernst genommen, wenn er sich selbstbewusst gibt, typgerecht beratet und überzeugende Argumente für bestimmte Outfits liefert.

Ein netter Smalltalk zwischendurch bewirkt oft wahre Wunder und ist eine gute Basis für eine resultierende, langfristige Kundenbindung.

Die folgenden 5 Tipps sollten Bewerber unbedingt beachten:

Tipp 1: Intensive Vorbereitung auf das anstehende Gespräch

Punkten kann der Bewerber insbesondere dann, wenn er bzw. sie sich auf das Vorstellungsinterview vorbereitet und sich über wichtige Fakten zum Unternehmen informiert hat. Das Auswendiglernen von einzelnen Details ist damit nicht gemeint.

Vielmehr kommt es darauf an, sich einige Tage vor dem ersten Zusammenkommen über die Webseite der Firma zu informieren, um mehr über die Mitarbeiteranzahl, die Corporate Identity und Philosophie zu erfahren. Im Modeverkauf bedeutet das unter anderem:

  • Hat der Laden auch einen Onlineshop,
  • welche Marken sind hier vertreten und
  • welche Konsumentengruppen werden vordergründig angesprochen?

Wer sich im Groben mit dem Unternehmen und dessen Struktur auskennt, geht mit einer wesentlich selbstsichereren Haltung in das Vorstellungsgespräch und hat somit eine gute Chance, gleich zu Beginn durch eigenes Wissen zu überzeugen.

Tipp 2: Ein angemessenes äußeres Erscheinungsbild

Ebenso wie in allen anderen Berufen kommt es beim Vorstellungsgespräch auf ein gepflegtes Äußeres an. Da der intensive Kundenkontakt im Verkauf großgeschrieben wird, sollte das Auftreten nicht nur beim ersten Kennenlernen, sondern auch während der gesamten Arbeitszeit angemessen ausfallen.

Einen einheitlichen Dresscode gibt es hier nicht. Nach einer Unternehmensrecherche kann der Bewerber jedoch sehr schnell feststellen, welche Werte ein Modeunternehmen verkörpert und an welche Zielgruppen die jeweilige Mode gerichtet ist.

In einer seriösen Boutique, in der ausschließlich hochwertige, sehr teure Kleidungsstücke verkauft werden, ist ein anderer Look gefragt als in einer jungen, dynamischen Modefirma.

Ein natürliches Bewerbungsoutfit, ergänzt durch ein natürliches Make-up und eine unaufdringliche Frisur sind stets angebracht. Je nach Branche gilt es den sprechenden Dresscode zur Bewerbung zu beachten.

Tipp 3: Das selbstbewusste, freundliche Auftreten

Da ein selbstbewusstes Auftreten im Verkauf höchste Priorität hat, sollte dies bereits im ersten Einstellungsinterview an den Tag gelegt werden. Der Kunde hält sich nur dann gerne im Ladengeschäft auf, wenn er freundlich vom Modeverkäufer in Empfang genommen wird und ihm eine Art „Einkaufserlebnis“ geboten wird.

  • Der Verkäufer sollte demnach stets ein nettes Lächeln im Gesicht haben, eine aufrechte Haltung annehmen und niemals den direkten Blickkontakt meiden.

Das Vorstellungsgespräch kann hierbei als eine erste Generalprobe betrachtet werden. Der Personaler beobachtet Mimik und Gestik des Bewerbers und projiziert dies auf den möglichen Umgang mit Kunden.

Tipp 4: Authentizität beweisen

Während in der Versicherungs- und Bankenbranche ein seriöses, relativ ernstes Auftreten gefragt ist, kommt es in der Modebranche eher darauf an, sich authentisch und lässig zu präsentieren.

Da im Verkauf sehr viel miteinander kommuniziert und gearbeitet werden muss, ist ein harmonisches Arbeitsklima das A und O. Der Bewerber sollte sich also bereits im Vorstellungsgespräch natürlich verhalten und versuchen, sein Gegenüber auf menschlicher Ebene in seinen Bann zu ziehen.

Ein Smalltalk über gemeinsame Leidenschaften oder auch ein spontaner Witz, der im passenden Moment über die Lippen kommt, sind absolut erlaubt und lockern das Gespräch. Schließlich möchte auch der Kunde in gewisser Weise vom Verkäufer unterhalten werden und ist kurzen Gesprächen meist nicht abgeneigt.

Tipp 5: Flexibel sein, Probearbeitstag

Um bestimmte Fähigkeiten, die im Verkauf erforderlich sind, zu testen, bittet der Personaler den Bewerber oft um einen Probearbeitstag. Möglicherweise kommt es auch zu spontanen Tests, bei denen es zum Beispiel darum gehen kann, ein Outfit typgerecht und individuell einem spezifischen Kunden anzupassen.

Zudem werden Stressresistenz, Teamfähigkeit und Lernwilligkeit getestet, da diese im Verkauf von besonders hoher Bedeutung sind. Auf derartige spontane Aufgaben sollte sich der Bewerber einstellen und bestenfalls zu Hause üben.

Einem Probetag sollte stets zugestimmt werden, denn hier stellt der potenzielle neue Mitarbeiter seine Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis.

Fazit

Ein Vorstellungsgespräch ist nicht gleich ein Vorstellungsgespräch. Welche „goldenen Regeln“ für das erste Kennenlernen gelten, hängt stark von der jeweiligen Branche ab.

In der Modewelt steht der Bewerber vor allem vor zwei Herausforderungen: Er muss zum einen kaufmännische Fähigkeiten beweisen und zum anderen auf menschlicher Ebene vollständig überzeugen.

Das Geschäft lebt von seinen langfristigen, stabilen Kundenbindungen, die nur dann resultieren, wenn der Verkäufer ein Händchen für Farben, Formen und Muster hat und den Kunden zugleich amüsiert.

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