Buchungssätze üben, bilden, Buchungssatz Übungen, Arbeitsblätter & Lösungen

WeiterbildungOnline lernenBuchhaltung – Buchungssätze üben, bilden, Buchungssatz Übungen, Arbeitsblätter & Lösungen

Sie erhalten hier die Möglichkeit, Buchungssätze zu üben und sicher zu bilden – Schritt für Schritt und mit Arbeitsblättern (PDF) sowie Lösungen. Die Übungen decken die wichtigsten Themen der doppelten Buchführung ab:

  • Bestandskonten (Aktivkonto / Passivkonto)
  • Erfolgskonten (Aufwand / Ertrag)
  • Umsatzsteuer & Vorsteuer
  • Privatkonten (Privatentnahme / Privateinlage)
  • gemischte Geschäftsfälle, Skonto, Abschlussbuchungen

Das Buchungssätze üben liefert die Grundlage, um Buchhaltung zu verstehen – egal ob in Schule, Ausbildung, Studium oder im Unternehmen. Die Aufgaben bauen bewusst aufeinander auf. Arbeiten Sie die Arbeitsblätter daher am besten der Reihenfolge nach durch.

Tipp: Wenn Sie gerade starten, nutzen Sie zusätzlich die Hilfsvorlage (weiter unten). Damit entscheiden Sie in jeder Aufgabe schneller, ob ein Konto aktiv/passiv ist oder ob es um Aufwand/Ertrag geht.

Buchungssätze üben und bilden Bestandskonten, Erfolgskonten, Umsatzsteuer, Privat,  Buchungssätze Übungen, Arbeitsblätter, Lösungen.
Buchungssätze üben

Die PDF Arbeitsblätter zum Buchungssätze üben können Sie kostenlos downloaden. Gerade in einer Buchhaltungssoftware ist es wichtiger, den Buchungssatz sicher zu beherrschen, als ein klassisches Hauptbuch bzw. Grundbuch handschriftlich zu führen. Handschriftliches Buchen bleibt dennoch nützlich, weil Sie dadurch ein sehr gutes Grundverständnis für die doppelte Buchführung aufbauen. In Software läuft vieles automatisiert – die Logik hinter dem Buchungssatz müssen Sie jedoch können (z. B. Saldenvorträge, Eröffnung/Abschluss, Steuerschlüssel).


Anleitung zum Buchungssätze üben oder bilden

Hier finden Sie eine Anleitung, wie Sie einen Buchungssatz aus einem Geschäftsfall bilden können. Sie wandeln den Geschäftsfall in einen Buchungssatz um, indem Sie sich konsequent folgende Fragen stellen:

  1. Welche Konten sind betroffen?
  2. Handelt es sich um ein Bestandskonto bzw. ein Erfolgskonto?
  3. Ist das Konto aktiv oder passiv bzw. handelt es sich um einen Ertrag oder Aufwand?
  4. Wie verändern sich Bestände oder Erfolg? Welches Konto wird gemehrt bzw. gemindert?
  5. Wird im Soll oder im Haben gebucht?

Merksatz: Ein Buchungssatz folgt fast immer dem Schema „Soll an Haben“. Sie schreiben zuerst das Konto im Soll, dann das Konto im Haben und ergänzen den Betrag.

Checkliste: Ist Ihr Buchungssatz wirklich korrekt?

  • Immer zwei Seiten: Jede Buchung hat Soll und Haben (doppelte Buchführung).
  • Gleicher Betrag: Summe Soll = Summe Haben (bei zusammengesetzten Buchungen ebenfalls).
  • Kontenart passt: Aktiv/Passiv oder Aufwand/Ertrag korrekt erkannt.
  • Umsatzsteuer/Vorsteuer: Steuerkonto nur dann, wenn der Geschäftsfall steuerpflichtig ist.
  • Netto/Brutto klar: Prüfen Sie, ob der Betrag netto oder brutto angegeben ist.

Hinweis für die Praxis: Unternehmen sind zur ordnungsgemäßen Buchführung verpflichtet (z. B. § 238 HGB). Digitale Buchführung folgt zusätzlich Anforderungen wie den GoBD (BMF).

Spickzettel: Soll/Haben, Aktiv/Passiv und Aufwand/Ertrag

Wenn Sie Buchungssätze üben, hilft ein schneller Spickzettel. Damit vermeiden Sie typische Fehler bei Soll/Haben und Kontenarten.

KontenartBuchung im SollBuchung im Haben
AktivkontoZugänge (mehr)Abgänge (weniger)
PassivkontoAbgänge (weniger)Zugänge (mehr)
AufwandskontoAufwand steigtAufwand sinkt
ErtragskontoErtrag sinktErtrag steigt

Externer Lesetipp (ohne Wikipedia): Wenn Sie Soll/Haben noch einmal kurz erklärt haben möchten, finden Sie eine gut verständliche Übersicht z. B. hier: Soll und Haben einfach erklärt.

Download der Hilfsvorlage zum Buchungssatz bilden

Benutzen Sie am Anfang der Buchhaltung die Vorlage für die vier einfachen Konten. Diese bestehen aus einem Muster für das Passivkonto und Aktivkonto sowie das Ertragskonto und Aufwandskonto. So haben Sie bei jeder Aufgabe einen schnellen Überblick. Gehen Sie konsequent die 5 Fragestellungen durch, bis Sie keine Fehler mehr machen.

Sie benötigen am Anfang zwar etwas mehr Zeit. Dafür werden Sie schnell sicher im Buchen. Später können Sie auf die Vorlage verzichten. Das Bild oben können Sie hier downloaden:

Vorlage für das Buchen auf Passivkonto und Aktivkonto sowie Ertragskonto und Aufwandskonto, Muster kostenlos downloaden.
Vorlage für das Buchen auf Passivkonto und Aktivkonto sowie Ertragskonto und Aufwandskonto,

Buchungssätze üben mit Übungen, Aufgaben oder Arbeitsblätter

Hier finden Sie spezielle Übungen bzw. Arbeitsblätter für das Buchungssätze üben. Jede Aufgabe besteht aus Geschäftsvorfällen. Sie bilden die Buchungssätze und prüfen anschließend mit den Lösungen.

Empfehlung: Arbeiten Sie pro Übung zuerst ohne Hilfe. Nutzen Sie danach die Hilfsvorlage und prüfen Sie erst am Ende mit den Lösungen. So lernen Sie schneller, Buchungssätze sicher zu bilden.

Übung 1: Bestandskonten (einfacher Einstieg)

Übung 1 - Bestandkonten buchen mit Buchungssätze
Bestandskonten einfach

Übung 1 ist der Einstieg zum Buchungssätze üben: Sie buchen einfache Geschäftsfälle auf Aktiv- und Passivkonten und festigen die Soll/Haben-Logik.

Übung 2: Bestandskonten (mehr Sicherheit)

Übung 2 - Buchungssätze bilden mit Bestandkonten, Arbeitsblatt
Bestandkonten üben

Mit Übung 2 vertiefen Sie die Bestandskonten und werden schneller beim Erkennen: Welches Konto ist betroffen und wo wird gebucht?

Übung 3: Geschäftsfall aus dem Buchungssatz erkennen

Übung 3 - Die Aufgaben zum Buchen auf Bestandskonten sowie zum Buchungssatz bilden und Geschäftsvorfälle aus einem vorgegebenen Buchungssatz erkennen.
Geschäftsfall aus dem Buchungssatz erkennen

Sie üben, Geschäftsvorfälle aus vorgegebenen Buchungssätzen zu erkennen. Das stärkt Ihr Verständnis, wie Buchungssätze „gemeint“ sind.

Übung 4: Gemischte Geschäftsfälle (Erfolgskonten & Umsatzsteuer)

Übung 4 - Geschäftsfälle für den Buchungssatz zu üben im Bereich Bestandskonten, Erfolgskonten sowie Umsatzsteuer.
gemischte Geschäftsfälle

In Übung 4 wechseln Sie von reinen Bestandskonten zu gemischten Fällen mit Aufwand/Ertrag und Umsatzsteuer/Vorsteuer. Perfekt, um den nächsten Schritt zu gehen.

Mehr Infos zum Umsatzsteuer buchen erhalten.

Übung 5: Gemischte Geschäftsfälle (inkl. Abschluss)

Übung 5 - Aufgabe zum Thema Geschäftsfälle der Buchführung, Buchungssätze bilden zu den Themen Bestandskonten, der Erfolgskonten, Umsatzsteuer, Buchungen für den Abschluss von Konten.
gemischte Geschäftsfälle

Übung 5 verbindet mehrere Themen: Bestandskonten, Erfolgskonten und Umsatzsteuer. Zusätzlich kommen Buchungen rund um den Abschluss von Konten vor.

Übung 6: Gemischte Geschäftsfälle mit Skonto und Privat

Übung 6 - Buchungssatz üben bzw. bilden zu den Themen Erfolgskonten, Umsatzsteuer sowie Skonto und Privatkonten buchen.
Geschäftsfälle mit Skonto und Privat

Übung 6 ist ideal, um Buchungssätze zu üben, die in der Praxis sehr häufig sind: Skonto-Fälle (inkl. Steuer) sowie Privatentnahmen und Privateinlagen.

Hier lernen Sie das Themengebiet Privatkonto buchen kennen. Sie erhalten Infos zur Privatentnahme und Privateinlage sowie zum Abschluss der Konten.


Download-Übersicht: Arbeitsblätter & Lösungen (Buchungssätze üben)

Damit Sie alle Übungen schnell finden, erhalten Sie hier eine kompakte Übersicht mit direktem Download. Nutzen Sie die Arbeitsblätter und prüfen Sie anschließend mit den Lösungen.

ÜbungThemaArbeitsblattLösungen
Übung 1Bestandskonten (einfach)DownloadDownload
Übung 2Bestandskonten (Vertiefung)DownloadDownload
Übung 3Geschäftsfall aus Buchungssatz erkennenDownloadDownload
Übung 4Gemischt + Umsatzsteuer/VorsteuerDownloadDownload
Übung 5Gemischt + AbschlussDownloadDownload
Übung 6Skonto + PrivatDownloadDownload

Typische Fehler beim Buchungssätze üben (und wie Sie sie vermeiden)

  • Netto/Brutto verwechselt: Prüfen Sie, ob die Aufgabe Bruttopreise nennt. Dann müssen Umsatzsteuer/Vorsteuer getrennt gebucht werden.
  • Umsatzsteuer vs. Vorsteuer: Verkauf = Umsatzsteuer, Einkauf = Vorsteuer (sofern steuerpflichtig). Gesetzlicher Kontext u. a. § 15 UStG (Vorsteuerabzug).
  • Soll/Haben auswendig statt logisch: Nutzen Sie den Spickzettel: Aktivkonto mehrt im Soll, Passivkonto mehrt im Haben.
  • Skonto falsch gebucht: Skonto betrifft oft auch die Steuer. Üben Sie Skonto-Fälle daher bewusst (Übung 6).
  • Privat falsch zugeordnet: Privatentnahme/Privateinlage immer über das Privatkonto sauber trennen.

Externer Hinweis: Digitale Buchführung muss nachvollziehbar und ordnungsgemäß sein (GoBD). Die aktuelle Änderung finden Sie beim BMF (Dokument/Übersicht). Das ist besonders relevant, wenn Sie Buchungssätze später in Software erfassen.

BMF: GoBD – Änderung/Update

7-Tage-Lernplan: Buchungssätze üben ohne Chaos

Wenn Sie schnell Fortschritte machen möchten, hilft ein klarer Ablauf. Der folgende Plan ist bewusst einfach gehalten und nutzt Ihre Arbeitsblätter 1–6 in der richtigen Reihenfolge.

  1. Tag 1: Übung 1 (Bestandskonten) + Spickzettel anwenden
  2. Tag 2: Übung 2 (Bestandskonten) + Tempo steigern
  3. Tag 3: Übung 3 (Geschäftsfall erkennen) + Buchungssätze „lesen“ lernen
  4. Tag 4: Übung 4 (Erfolgskonten + Umsatzsteuer/Vorsteuer) + Steuerlogik festigen
  5. Tag 5: Übung 5 (gemischt + Abschluss) + wiederholen der schwierigsten Aufgaben
  6. Tag 6: Übung 6 (Skonto + Privat) + typische Praxisfälle
  7. Tag 7: Wiederholung: 10 Aufgaben aus allen Übungen mischen (erst ohne, dann mit Lösungen prüfen)

FAQ: Häufige Fragen zum Buchungssätze üben

Wie lange sollte man Buchungssätze üben?

Üben Sie lieber kurz und regelmäßig. 20–30 Minuten pro Tag reichen häufig aus, wenn Sie konsequent mit Arbeitsblatt und Lösung arbeiten und Fehler notieren.

Wann sollte man die Lösungen nutzen?

Erst wenn Sie eine Aufgabe vollständig bearbeitet haben. Wenn Sie zu früh nachschauen, bleibt der Lerneffekt deutlich kleiner.

Brauche ich Umsatzsteuer/Vorsteuer schon am Anfang?

Für die Grundlagen reichen Bestandskonten. Spätestens ab Übung 4 sollten Sie Umsatzsteuer/Vorsteuer sicher anwenden. Vertiefung finden Sie im Beitrag Umsatzsteuer buchen.

Weitere Tipps zur Buchhaltung

Sollten Sie generell wenig Erfahrung in der Buchhaltung besitzen, haben Sie die Möglichkeit die Grundzüge der Buchhaltung zu lernen. Im Beitrag Buchhaltung lernen finden Sie grundlegende Infos zum Buchen auf Bestandskonten sowie Erfolgskonten. Auch die Themen Bilanz, Inventar sowie Inventur werden angesprochen.

Index