Burnout, Depression testen, erkennen, bewältigen

Arbeit und GesundheitBurnout und Depression – Burnout und Depression testen, erkennen und bewältigen

Burnout und Depression

Depression oder Burnout erkennen: Angst ist ein zentrales Thema depressiver Menschen. Sie erfahren in diesem Beitrag mehr darüber, wie Sie Depressionen oder einen Burnout testen, erkennen oder bewältigen können. Erhalten Tipps und Adressen.

Angst

Diese Angst ist oft diffus, für andere nicht nachvollziehbar und wird meist wenig konkret geäußert. Trotzdem können Ängste jede Lebenssituation betreffen.

Sie richten sich auf die Zukunft, auf die Erkrankung, auf Verlust- und Trennungsängste und gleichen manchmal einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

Das Eintreffen ungünstiger Ereignisse wird mehr oder minder beschworen, bis Ängste im ungünstigsten Fall zu Tatsachen werden. Hilflosigkeit und Ohnmacht werden so noch verstärkt.

Menschen mit Depressionen benötigen außerdem oft deutlich mehr Zeit für ihre Arbeit. Alles wird aufgeschoben, weil es schwer von der Hand geht.

Selbstzweifel, Schuldgefühle

Dadurch ergeben sich Selbstzweifel, Schuldgefühle und Minderwertigkeitskomplexe. Versagensangst und das Gefühl einer eigenen Wertlosigkeit machen sich immer mehr breit.

Die Selbstvorwürfe, angehörigen Menschen zur Last zu fallen, dem eigen Arbeitspensum nicht gerecht werden zu können, Familie und Beruf zu vernachlässigen, häufen sich immer mehr und verstärken die bereits negative Selbstbetrachtung.

Schande, Makel, persönliches Versagen werfen sich insbesondere pflichtbewusste und leistungsorientierte Männer vor.

Auswirkungen

Die Zukunft und vor allem sich selbst, zumindest ansatzweise, positiv betrachten zu können, ist stark depressiven Menschen ohne eine adäquate Behandlung nicht mehr möglich.

Hobbies und Interessen, die vor der Erkrankung Spaß gemacht haben, werden aufgegeben.

Eine Folge ist, dass depressive Menschen sich abkapseln und von anderen immer mehr zurückziehen, weil sie sich als Belastung empfinden.

Bei starken Depressionen stellt sich das Empfinden ein, eine zentnerschwere Last zu tragen, die eine übermenschliche Kraft erfordert. Die kleinste Anstrengung, die mit körperlicher Betätigung einhergeht, ist kaum noch zu leisten.

Alltägliche Verrichtungen wie Aufstehen, Ankleiden, Duschen, Zähneputzen werden nur widerwillig in Angriff genommen und sehr langsam ausgeführt. Alles zieht sich in die Länge wie ein Kaugummi. Während ein Schlaganfall den Körper lähmt, lähmt die Depression die Seele.

Test

Einen Depressionen Test für eine Ersteinschätzung finden Sie bei Therapie.de. Hier können Sie nach ICD 10 Standard einen Test durchführen und eventuell eine Depression erkennen.

Diese Selbstbeurteilungs-Depressions-Skala wurde von dem Psychiater Dr. William W.K. Zung entwickelt, um depressive Zustände sowohl aufzudecken als auch zu quantifizieren.

Weiter unten in diesem Beitrag finden Sie mehr detailliertere Informationen zum ICD 10.

Burnout Syndrom

Auch der Arbeitsplatz oder die Arbeitsstelle kann Depressionen auslösen. Heute wird oftmals von Burnout gesprochen, aber genau damit sprechen wir von einer Depression.

Sollte die Arbeit keinen Spaß mehr machen, keine Bestätigung mehr bringen oder man denkt alles was ich tue ist sinnlos, so sind das erste Anzeichen in Richtung eines Burnouts. Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema Burnout Syndrom.

In der heutigen Zeit sind Depressionen eine der häufigsten Erkrankungen in unserer Gesellschaft. Von einer schweren endogenen Depression bis hin zu depressiven Verstimmungen reicht die Bandbreite.

Die Frage betrifft oftmals den Ansatzpunkt der Behandlung. Je früher eine Depression erkannt wird, so schneller kann man etwas dagegen tun. Noch bevor die negativen Gedanken überhand nehmen, sollten die Menschen Prävention für sich oder andere einleiten, sofern sie das wollen.

Phasen

Ein Burnout hat unterschiedliche Phasen. Grundsätzlich werden 5 Phasen unterschieden.

Enthusiasmus

Phase 1 – der Enthusiasmus – Alles ist noch o.k. die Arbeit geht leicht von der Hand, neue Ziele und ein sehr gutes Gefühl zur Arbeit besteht. Die Überlastungen im Beruf werden gar nicht wirklich wahrgenommen.

Stagnation

Phase 2 – die Stagnation – Der Arbeitsalltag wird als normal wahrgenommen bzw. die Tätigkeiten werden immer mehr zur Belastung und die Freude an der Arbeit geht verloren.

Der Mensch in der Phase 2 zieht sich mehr und mehr zurück und verliert evtl. Bindungen zu Gruppen, die er früher noch gepflegt hat.

Die Schuldzuweisungen nehmen zu, wenn etwas schief geht, in dieser Stagnation kann es durchaus auch sein, dass Mobbing entsteht bzw. der Betroffene zum Mobbing-Opfer wird.

Frustration

Phase 3 – die Frustration – Der Arbeitsalltag wird als langweilig und sehr belastend wahrgenommen. Unsicherheit kann sich in die Arbeiten einschleichen und man fühlt sich gestresst oder genervt.

Apathie

Phase 4 – die Apathie – Das morgendliche Aufstehen fällt schwer, die Arbeit ist sinnentleert und der Betroffene ist völlig demotiviert.

Emotionaler Stress und körperliche Anstrengung nehmen zu und der Betroffene hat keine Möglichkeit sich dagegen zu wehren, ohne noch mehr an Energie zu verlieren.

Die Arbeit wird schlecht oder gar nicht mehr zur Zufriedenheit der Unternehmensführung ausgeführt.

Burnout

Phase 5 – Burnout – Das Burnout-Syndrom schlägt zu, der Betroffene wird handlungsunfähig, ist psychisch völlig instabil und hat keine Freude an seiner Arbeit bzw. noch schlimmer, an seinem Leben.

Meist geht der Burnout mit einer Depression einher. Die Veränderung auf psychischer Ebene ist dringend notwendig. Der Betroffene ist nun völlig ausgebrannt, so dass auch eine medizinische Versorgung von Nöten sein kann.

Klassifikation Ursachen

Grundsätzlich kann man die Ursachen für Burnout nach 3 Gesichtspunkten klassifizieren.

Die Klassifikation sieht Ursachen aus persönlichen, sozialen und organisationspsychologischen sowie gesellschaftlichen Gesichtspunkten vor.

In erster Linie ist der Hauptauslöser für einen Burnout der Unterschied zwischen der persönlichen Wahrnehmung und Zielerreichung und der Realwelt.

Je größer dieser Unterschied ist, umso größer ist das Risiko ein Burnout zu bekommen. Vor allem aber das Loslassen der eigenen geplanten Zukunft bezüglich des Abbildes der Realität bzw. die Anpassungsfähigkeit an seine Umwelt entscheidet über das erhöhte Risiko ein Burnout-Syndrom zu bekommen.

Persönliche Ursachen

Klassifikation 1 – Das Wechselspiel zwischen Umwelt und der Widerstandsfähigkeit gegen diese. Widerstand bindet sehr viel Energie, die sich oftmals in Aggressionen, Wut und Enttäuschung entlädt.

Beispiele für persönliche Ursachen

  • Überhöhte Ängstlichkeit (Sorgen, Depression), mangelndes Selbstwertgefühl, Zwanghaftigkeit, Schuldgefühle (schlecht nein sagen können)
  • Perfektionismus gekennzeichnet durch das Setzen zu hoher bzw. unerreichbarer Ziele mit gleichzeitiger Schwäche Kompromisse zu schließen.
  • Der Drang anderen Menschen immer helfen zu müssen, bekannt als das Helfersyndrom.
  • Übersteigerter Ehrgeiz, die Anerkennung durch andere Menschen, soll mit Erfolg und Geld erreicht werden. Die Leistung steht im Vordergrund, dies brennt den Betroffenen selbst aus und andere gleich mit.
  • Übersteigertes Selbstbewusstsein – Es fehlt die Möglichkeit sich eigene Grenzen zu setzen bzw. die Belastungsgrenzen wahrzunehmen. Oftmals sind die eigentlichen Fähigkeiten und Kompetenzen zu gering, um eine bestimmte Position auszufüllen oder eine bestimmte Aufgabe ohne aus zu brennen zu erfüllen.
Soziale und organisationspsychologische Ursachen

Klassifikation 2 – die sozialen und organisationspsychologischen Ursachen.

  • Ein Wechsel der Arbeitssituation, also die Arbeitsbelastung oder -überlastung.
  • Unklare Ziele bezüglich der Arbeit und vor allem der eigenen Arbeit. Hier zählt sicherlich auch der hohe Grad der Spezialisierung von Arbeitsplätzen, um immer effektiver arbeiten zu können.
  • Die Schwächen von Vorgesetzten und anderen Beteiligten im Berufsleben werden nicht berücksichtigt.
  • Körperliche Belastungsfaktoren verursachen ebenfalls Stress (dauerhafte Überforderung der körperlichen Kraft, Lautstärke, ungeeignete Arbeitszeiten ohne genug Ruhepausen, Arbeiten mit stark schwankenden Temperaturen ohne Schutz (Kühlhäuser), dauernde Nachtarbeit etc.
Gesellschaftliche Ursachen

Klassifikation 3 – Die gesellschaftlichen Ursachen

  • Durch die wachsenden Unternehmen, gehen die sozialen Bindungen zu Vorgesetzten dahin.
  • Die Angst abhängig zu werden bzw. die Anerkennung zu verlieren.
  • Die Werte der Gesellschaft verlieren Ihre Wichtigkeit bzw. andere Werte werden plötzlich wichtiger als die zuvor gelebten.
  • Angst vor der Arbeitslosigkeit.
  • Durch Normierungen werden Grenzen eingerichtet, die die Freiheit bei der Arbeit beschneiden und gleichzeitig sinnlos sind bzw. von Menschen aufgestellt wurden die keine Ahnung vom eigentlichen Geschäft haben.

Anerkennung, Abhängigkeiten

Ein ganz wichtiger Bestandteil, warum Menschen sich in ungesunde Abhängigkeiten begeben, ist es, dass Menschen nach Anerkennung durch andere Personen streben und somit nur etwas Wert sind, wenn Sie von Anderen anerkannt werden.

Grundsätzlich sind Menschen, die sich die Anerkennung selbst geben können, die gesünderen Menschen. Diese Personen haben die Wahlfreiheit in Abhängigkeiten zu gehen oder nicht zu gehen oder noch besser, Abhängigkeiten zu verändern.

Der typische Kandidat hat diese Wahlfreiheit jedoch meistens nicht und hat sich gleichzeitig in ein System begeben, dass Ihm nicht die Anerkennung gibt, nach der er sucht. Somit entsteht für Ihn eine Sinnlosigkeit mit gleichzeitiger Angst vor finanziellen bzw. sozialen Verlusten.

Sie leben also ein Leben das Anderen gefällt und geben Ihre eigenen Bedürfnisse und Ziele mehr und mehr auf. Dieses Verhalten führt im schlimmsten Fall zu depressiven Verstimmungen, Lebensunlust und im letzten Stadium zur vollständigen Selbstaufgabe (Selbstmord).

Tipps gegen Burnout

Ein völliges Ausgebranntsein ist meistens die Folge von dauerhafter, übermäßiger Stressbelastung durch Überforderung, aber auch Unterforderung und dem bedingungslosen Streben nach Lob und Anerkennung.

Sie sollten beginnen wieder auf Ihr Inneres zu hören und Ihren Selbstwert zu stärken, sich mehr Ruhe gönnen und wirklich mal wieder Aktivitäten durchführen, die Ihnen Spaß machen.

Sport kann vorübergehend eine Möglichkeit sein, seine Gesundheit wieder auf Vordermann zu bringen. Jedoch ist es wichtig an sich zu arbeiten und Stück für Stück der werden, der Sie wirklich sein wollen.

Weitere Möglichkeiten einen Burnout vorzubeugen ist es Seminare für Persönlichkeitsentwicklung, Stressmanagement Seminare oder Training für das Selbstbewusstsein stärken zu besuchen, um sich seiner Selbst und seinen Zielen mehr Raum zu verschaffen.

Depressionen testen ICD 10

Der ICD 10 ist sehr gut geeignet, um Depressionen zu testen und zu erkennen.Depressionen testen und  zu erkennen erscheint relativ leicht, sie konkret zu diagnostizieren, einzuordnen und vor allem zu behandeln, ist allerdings nur einem Facharzt möglich.

Diagnose

Eine erste Einschätzung für die Beantwortung der Frage, ob eine Depression vorliegt, lässt sich im Internet mit Hilfe eines kurzen Tests ermitteln.

Diese Selbstbeurteilungs-Depressions-Skala wurde von dem Psychiater Dr. William W.K. Zung entwickelt, um depressive Zustände sowohl aufzudecken als auch zu quantifizieren.

Testfragen

Der Depressionen Test besteht aus zwanzig Fragen. Abgefragt werden sowohl körperliche als auch psychische Befindlichkeiten. Es gibt Fragen zu:

  • Schwermütigkeit und Schlafverhalten
  • sexuellem Interesse, Gewicht und Denkfähigkeit
  • Essverhalten
  • zum Gewicht
  • zu Müdigkeit
  • persönlichen Einschätzungen zur Entwicklung der Zukunft.

Die Antwortmöglichkeiten in fünf Abstufungen von nie / selten bis zu meistens / immer, lassen zumindest Tendenzen erkennen, ob möglicherweise eine depressive Episode vorliegt.

Dieser Test ersetzt keine fachärztliche Diagnose und ist lediglich für eine erste Einschätzung geeignet.

Depressive Episoden

Die Einteilung depressiver Episoden ist umfangreich und wird im ICD 10 (internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) festgelegt.

Die fachärztliche Einteilung von Depressionen mit leichter, mittelgradiger oder schwerer Episode, bei denen auch Psychosen auftauchen können, macht die Notwendigkeit einer fachärztlichen Kontrolle deutlich.

Im Internet gibt es weitere Tests, die an den ICD 10 angelehnt sind. Letztlich führen die leicht veränderten Fragen in der Beantwortung zu ähnlichen Ergebnissen. Grundsätzlich gilt, dass jeder Test nur einen Hinweis auf eine depressive Episode geben kann.

Schwere, mittelgradige, leichte depressive Episode

Depressive Episode: Hält eine ausgeprägte depressive Symptomatik mindestens zwei Wochen an, wird von einer depressiven Episode gesprochen.

Depressive Episoden können von unterschiedlicher Schwere sein. Die Dauer des Verlaufs einer Depression ist sehr variabel. Im statistischen Mittel wird von vier bis sechs Monaten ausgegangen. Unterschieden werden kann nach leichte, mittelgradige oder schwere Depression.

Viele Depressionen beginnen im jungen Erwachsenenalter. Prinzipiell kann eine Depression aber in jedem Alter auftreten. Die Chance einer Remission, dem vollständigen Abklingen einer depressiven Symptomatik, ist gut.

Bei unbehandelten Fällen bleibt manchmal eine Restsymptomatik zurück. Die Diagnosestellung einer Depression richtet sich nach der internationalen Klassifikation psychischer Störungen.

Symptome

Bei einer depressiven Episode muss zwischen Haupt- und Zusatzsymptomen unterschieden werden. Anhand dieser Symptome wird der Schweregrad der depressiven Episode ermittelt.

  • In leichten depressiven Episoden ist der Mensch weiterhin in der Lage, sozialen und beruflichen Verpflichtungen nachzukommen.
  • Eine mittelgradige Episode beeinträchtigt bereits die Funktionsfähigkeit, zumindest in Teilen.
  • Bei einer schweren depressiven Episode kann sowohl sozialen als auch beruflichen Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen werden.

Bei einer depressiven Episode treten zahlreiche Symptome auf. Die Gefühle sind betroffen.

Psychische Symptome
  • Bereits Kleinigkeiten reichen aus, um in Tränen auszubrechen.
  • Energie und Antrieb fehlen.
  • Es fällt schwer, sich aufzuraffen.
  • Die Aufmerksamkeit ist oft eingeschränkt.
  • Der Kranke erlebt sich als abwesend.
  • Gedanken werden immer wieder gedacht. Die gleichen Denkinhalte zermürben, ohne dass es zu einem Ergebnis käme.
  • Der Betroffene reagiert sensibel gegenüber Kritik, entwickelt Schuldgefühle und setzt seinen eigenen Selbstwert deutlich herab.
  • Es fällt zunehmend schwerer, Kontakte aufrechtzuerhalten.
  • Bei der Arbeit wächst das Gefühl überfordert zu sein.

Aber nicht nur psychisch macht sich die depressive Episode bemerkbar. Auch körperlich fallen immer mehr Symptome auf.

Körperliche Symptome
  • Schlafstörungen bis hin zu Alpträumen können auftreten.
  • Appetitlosigkeit setzt ein.
  • Oft entsteht ein diffuser Druck im Kopf.
  • Eine schwere Atmung macht sich durch das Gefühl einer Enge im Brustkorb bemerkbar.
  • Herz- und Kreislaufbeschwerden sowie Magen- und Darmprobleme treten auf.

Eine gezielte Diagnostik ist nötig, um eine depressive Episode zu behandeln. Sowohl die Ursache als auch die Verlaufsform der Depression zu erkennen, ist notwendig, um weitere Depressionen zu verhindern.

Endogene, Major Depression

Die Major Depression oder endogene Depression ist eine Bezeichnung für eine schwere Form der Depression.

Sie ist klassifiziert und es müssen bestimmte Kriterien an Symptomen vorliegen, um diese Form, in die Major Depression einzuordnen. So müssen depressive Verstimmungen fast den ganzen Tag über und an allen Tagen vorhanden sein.

An diesen Tagen tritt kaum noch Freude auf an Aktivitäten. Weiterhin liegt Schlaflosigkeit, psychomotorische Unruhe, andauernde Müdigkeit vor, die Personen fühlen sich wertlos und schuldig. Meist auch Konzentrationsunfähigkeit, Todessehnsucht, Suizidvorstellungen und Gedanken diesen auch zu begehen.

Die Beobachtung muss zum Teil von anderen Personen bestätigt werden und zum Teil von der Person selbst wahrgenommen werden.

Bei solchen depressiven Symptomen ist es dringend nötig einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen und die Ursache zu ergründen. Sollte keine Einwilligung in die Therapie bezüglich des Depressiven vorhanden sein, wird höchstwahrscheinlich eine Medikation nötig sein.

Ursachen

Mögliche Ursachen für eine Depression dieser Ausprägung sind:

Familie

Familiäre Bedingungen, das heißt die Depression wurde zum Beispiel von depressiven Eltern gelernt bzw. übernommen in die eigenen Verhaltensweisen. Hier würden dann systemische Aspekte überwiegen.

Überlastung

Belastungen in Form von Überlastungen, durch Tod von Angehörigen, Arbeitsplatzverlust, finanzielle Probleme oder Isolation.

Traumata

Kindheitstraumata durch Tod eines Elternteils oder Trennung bei Scheidung oder Vernachlässigung. Auch Kinder die zu früh Verantwortung übernehmen mussten, für Ihre Eltern oder sich selbst und damit nicht Kind sein konnten, fallen meiner Meinung in diese Gruppe.

Zuletzt noch die Faktoren durch Krankheit in anderer Form, welche dann jedoch meistens wieder in Isolation endet.

Sichtweisen erhalten

Um ein breites Spektrum, der Behandlung oder Heilung sowie Wissen über die Krankheit der Depression zu erlangen, haben wir unterschiedliche Sichtweisen aus der Medizin, Alternativmedizin, der Psychotherapie und der Spiritualität ausgewählt.

Selbsthilfe

Depressionen Selbsthilfe: Gegen Depressionen vorbeugend etwas tun ist wichtig.

Wichtig ist auch zu entscheiden, ob Selbsthilfe sinnvoll ist oder ob die Erkrankung eine psychotherapeutische oder medikamentöse Behandlung erfordert. Selbsthilfe ist in leichten Fällen möglich.

Hier lässt sich auf unterschiedliche Methoden oder Kombinationen zurückgreifen. Was hilft? Bewegung, Johanniskraut oder Therapie?

Die Depression ist heilbar. Der erste Schritt besteht darin zu entscheiden, ob externe Hilfe in Anspruch genommen werden muss oder ob die Möglichkeit besteht sich selbst zu helfen. Offenheit gehört dazu.

Sich anderen Menschen mitzuteilen, Missverständnisse auszuräumen, wirkt einer Stigmatisierung entgegen.

Medikamente und Therapie

Bei einer medikamentösen Behandlung ist die regelmäßige Einnahme der Medikamente wichtig. Auch Therapien, sei es die Gesprächstherapie oder die kognitive Verhaltenstherapie benötigen Zeit, um beim Patienten zu wirken.

Bewegung, Gartenarbeit, Sport

Depression bedeutet oft Stillstand. Was kann besser sein, als einem Stillstand mit Bewegung zu begegnen?

Egal ob Spaziergang, Gartenarbeit, Walking, Joggen, Schwimmen und Fahrradfahren – Bewegung ist kontraproduktiv für die Entwicklung oder Aufrechterhaltung einer Depression.

Ein täglicher Einsatz von mindestens dreißig Minuten sollte dabei gewährt sein. Mit gezielter körperlicher Bewegung lassen sich Depressionen lindern oder sogar überwinden. Das Tageslicht trägt dazu bei, die Stimmung aufzuhellen.

Johanniskraut

Auch Johanniskraut-Präparate können positiv auf eine Depression einwirken. Sie benötigen mehr Zeit für die Wirkung, als ein Antidepressivum, haben aber gleichzeitig weniger Nebenwirkungen.

Johanniskraut ist bei leichten Depressionen ebenfalls wirksam. Nach zwei bis drei Wochen sind oft erste Besserungen spürbar. Johanniskraut sollte vom Hausarzt verschrieben werden, um die richtige Dosierung zu erhalten.

Johanniskraut und Sonneneinwirkung schließen sich im Übrigen aus. Auch hier ist ein Gespräch mit dem Arzt sinnvoll.

Die negativen Bewertungen sollten mit der Wirklichkeit verglichen werden. Die eigene Hilflosigkeit wird oft überschätzt und vergrößert die Depression.

Fragen, ob wirklich alles aussichtslos ist und man nie wieder glücklich werden kann, sollten gestellt und mit der Vergangenheit verglichen werden. Oft ist die Erkenntnis hilfreich, in der Vergangenheit bereits einiges geleistet zu haben.

Therapie oder Coaching

Da eine Depression mit negativen Selbstbewertungen einhergeht, sollten neue Lebenseinstellungen und Konfliktlösungsstrategien entwickelt werden, dies kann man besonders gut in einem Coaching durchführen.

Die pessimistischen Gedanken und Selbsteinschätzungen lassen sich mit Hilfe eines Therapeuten, in einer Selbsthilfegruppe und unter Umständen im ersten Schritt mit guten Freunden hinterfragen.

Depressionen sind grundsätzlich Folge negativer Gedanken. Zu den häufigen Formen negativen Denkens gehört das Alles-oder-Nichts-Denken, eine Leugnung des Positiven, die Übertreibung von eigenen Fehlern und das Messen mit zweierlei Maß.

Werden diese Begrifflichkeiten hinterfragt, fällt auf, dass depressive Menschen nicht leicht zufrieden gestellt werden können, die eigenen Fehler und Negatives betonen und oft zu hohe Erwartungshaltungen sich selbst gegenüber stellen.

Positiv denken anstatt Negatives zu betonen, ist wesentlich. Es macht keinen Sinn, die Frage zu erörtern, warum es einem selbst so schlecht geht.

Fragen, die gute Laune herausfordern, schaffen eine neue Blickrichtung und helfen Lösungen zu finden. Manchmal hilft die Erinnerung, wie Problemen früher begegnet wurde, wie ähnliche Situationen überstanden wurden.

Nicht zuletzt ist auch die Frage, was jetzt in diesem Augenblick gut tun könnte, ein Weg in die richtige Richtung. Sich täglich kleine Ziele zu setzen, wirkt allzu großen Erwartungen entgegen, macht es wahrscheinlicher ein gesetztes Ziel zu erreichen und hilft, sich selbst zu loben oder belohnen zu können.

Nie sollte vergessen werden, dass alles, was positiv ist, depressiven Verstimmungen entgegensteht. Wem es gelingt, die ersten Schritte zu gehen, der hat sich bereits im Ansatz geholfen.

Adressen, Tipps, Hilfen

Einige der besten Webseiten zum Thema Burnout und Depression finden Sie in diesem Beitrag Burnout Syndrom. Sie finden Informationen zu Ihren offenen Fragen, zu Burnout Tests, Forum und Hilfestellen vor Ort und im Internet.

Informieren Sie sich über dieses Phänomen und erfahren Sie etwas über psychologische und ärztliche Hilfen, wie Burnout entsteht, wie sich es zeigt und welche Auswirkungen es hat.

  • www.burnout-fachberatung.de – Die Burnout Fachberatung bietet Coaching und Seminare bei Burnout an. Unter anderem für Führungskräfte und in sozialen Berufen. Sie erhalten eine Informationen zu Ursache, Krankheit, Symptome, Prävention und Intervention.
  • www.das-burnout-syndrom.de – Hier erhalten Sie Informationen zu Burnout und Depression, Buchempfehlungen, einen Selbsttest, wie Angehörige damit umgehen und was Sie tuen können. Des Weiteren Erfahrungsberichte von betroffenen.
  • www.hilfe-bei-burnout.de – Die Webseite von Hilfe-bei-Burnout bietet Info zum Thema, Erfahrungsberichte, ein Verzeichnis für den Arzt oder Therapeuten, Prävention und Tipps sowie ein Forum an. Weiterhin auch Literatur Tipps und Informationen zu Kurhotels und Kliniken.
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