Avalkredit, Bürgschaft der Bank, Kosten, Arten, Vorteile & Nachteile

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Sie erfahren in diesem Beitrag, was ein Avalkredit ist, wie die Bürgschaft der Bank funktioniert und wann sie sich lohnt – zum Beispiel bei der Mietkaution, bei Anzahlungen oder im geschäftlichen Umfeld (z. B. Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften). Außerdem: typische Aval-Arten, Kosten und Avalprovision, Anforderungen, Risiken, Bilanzierung sowie eine praxisnahe Checkliste.

Kurzfazit vorab: Ein Avalkredit kann sinnvoll sein, wenn Sie Liquidität erhalten möchten und statt Bargeld eine Bankbürgschaft als Sicherheit ausreicht. Entscheidend sind Bonität, Laufzeit, Zweck und die Gesamtkosten.

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Avalkredit

Avalkredit: Auf einen Blick

  • Was ist das? Eine Bank übernimmt eine Bürgschaft / Garantie – ohne Auszahlung von Bargeld.
  • Typisch: Mietkaution, Anzahlungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften, Gewährleistung, Prozess- und Zoll-/Steuerbürgschaften.
  • Vorteil: Liquidität bleibt erhalten, Sicherheit wird dennoch gestellt.
  • Nachteil: Laufende Kosten (Avalprovision), Bank prüft Bonität streng, bei Inanspruchnahme kommt der Rückgriff auf Sie zu.
  • Wichtig: Avale können Kreditlinien binden und Ihre Finanzierungsflexibilität beeinflussen.

Definition Avalkredit

Ein Avalkredit ist die Übernahme einer Bürgschaft oder Garantie durch eine Bank (oder in bestimmten Fällen durch einen Versicherer) für die Verpflichtungen eines Kunden. Die Bank zahlt dabei kein Darlehen aus, sondern erklärt gegenüber dem Begünstigten (z. B. Vermieter, Auftraggeber, Behörde), dass sie bei Nichterfüllung des Kunden bis zu einem vereinbarten Betrag einsteht.

Der vielleicht bekannteste Avalkredit im Privatbereich ist die Mietkautionsbürgschaft. Hier ersetzt die Bürgschaft die Barkaution. Sie finden dazu auch unseren Beitrag zur Mietkautionsbürgschaft.

Rechtlich wird das Avalgeschäft unter anderem im Bankaufsichtsrecht erfasst. Als Orientierung dient hier § 1 Nr. 8 Kreditwesengesetz (Avale/Bürgschaften/Garantien als Bankgeschäfte). Für die konkrete Ausgestaltung ist entscheidend, ob es sich um eine klassische Bürgschaft oder um eine (oft „auf erstes Anfordern“ ausgestaltete) Garantie handelt – das ist im Detail Vertragsfrage.

So funktioniert ein Avalkredit in der Praxis

Damit Avalkredite verständlich werden, hilft ein Blick auf die drei Rollen:

  • Avalgeber: die Bank (oder ein geeigneter Anbieter), die die Bürgschaft stellt.
  • Avalnehmer: Sie als Kunde, der die Bürgschaft „beauftragt“ und dafür Kosten zahlt.
  • Avalbegünstigter: die Stelle, die die Sicherheit verlangt (z. B. Vermieter, Auftraggeber, Gericht, Zoll/Finanzamt).

Ablauf (typisch):

  • 1) Antrag: Sie beantragen den Avalkredit bei der Bank und nennen Zweck, Betrag und Laufzeit.
  • 2) Bonitätsprüfung: Die Bank prüft Einkommen/Finanzlage, bestehende Verpflichtungen und Risiko des Avals.
  • 3) Avalvertrag: Sie schließen eine Avalvereinbarung, meist mit laufender Provision.
  • 4) Avalurkunde: Die Bank stellt die Bürgschaft/ Garantie aus und übergibt sie dem Begünstigten.
  • 5) Laufzeit: Sie zahlen die Avalprovision; die Bank haftet gemäß Urkunde.
  • 6) Freigabe: Sobald die Sicherheit nicht mehr benötigt wird, wird das Aval zurückgegeben oder freigegeben.

Wichtig: Wird das Aval in Anspruch genommen (z. B. weil ein Kunde eine vertragliche Leistung nicht erbringt), zahlt die Bank an den Begünstigten – und nimmt Sie anschließend im Rahmen des Rückgriffs (Regress) in Anspruch. Ein Avalkredit ist deshalb keine „geschenkte Sicherheit“, sondern eine verbindliche Haftung, die am Ende auf Sie zurückfallen kann.

Typische Einsatzbereiche

Avalkredite sind im Alltag und in Unternehmen weit verbreitet. Entscheidend ist immer: Es geht um Sicherheiten, nicht um die Finanzierung per Auszahlung.

1) Avalkredit für die Mietkaution

Bei einer Mietkaution wird häufig eine Sicherheit in Höhe von bis zu mehreren Nettokaltmieten verlangt. Statt die Kaution bar zu hinterlegen, kann eine Bankbürgschaft oder eine spezielle Mietkautionsbürgschaft genutzt werden. Das Ziel: Sie behalten Ihre Liquidität und stellen trotzdem eine akzeptierte Sicherheit.

Gerade bei einem Umzug (siehe auch Umzug planen) kann das attraktiv sein, weil parallel oft mehrere Zahlungen anfallen (Kaution, Renovierung, Umzugskosten). Ob der Vermieter eine Bürgschaft akzeptiert, ergibt sich aus dem Mietvertrag und der Vereinbarung.

2) Absicherung von Anzahlungen und größeren Anschaffungen

Im privaten Umfeld kann eine Bürgschaft bei größeren Kaufverträgen oder besonderen Konstellationen relevant sein. Häufiger ist dieser Punkt im Unternehmensbereich: Ein Auftraggeber leistet eine Anzahlung, möchte aber abgesichert sein, falls der Auftrag nicht erfüllt wird. Dafür gibt es Anzahlungsavale bzw. Anzahlungsbürgschaften.

3) Bau, Handwerk und Projekte (Unternehmen)

Im Bau- und Projektgeschäft sind Avale besonders üblich – zum Beispiel als Vertragserfüllungsbürgschaft, Gewährleistungsbürgschaft oder Bietungsbürgschaft. Der Zweck ist klar: Der Auftraggeber reduziert sein Risiko, wenn Leistungen ausfallen oder Mängel auftreten. Für Unternehmen ist das oft ein zentraler Baustein, um überhaupt Aufträge zu erhalten.

4) Prozess- und Gerichtssituationen

Ein Prozessaval kann helfen, wenn eine Sicherheitsleistung erforderlich ist (z. B. zur Abwendung von Vollstreckungsmaßnahmen oder zur Sicherung von Ansprüchen). Ob das im Einzelfall möglich ist, hängt von Verfahren, Gericht und Zustimmung des Gläubigers ab. Hier ist eine individuelle rechtliche Prüfung sinnvoll.

5) Zoll- und Steuerbürgschaften

Bei Zöllen und Steuern kann eine Bürgschaft als Sicherheitsleistung dienen. In der Praxis kommt das vor allem bei Unternehmen im Import-/Exportumfeld vor. Orientierend finden sich Regelungen in der Abgabenordnung (u. a. §§ 221 bis 223).

Aval Arten

Je nach Zweck unterscheidet man verschiedene Aval-Arten. Die Namen können je nach Bank/Branche leicht variieren. Die wichtigsten sind:

  • Mietbürgschaft / Mietkautionsaval: Bürgschaft zugunsten des Vermieters statt Barkaution.
  • Anzahlungsaval: Absicherung einer geleisteten Anzahlung (typisch im Projektgeschäft).
  • Vertragserfüllungsaval: Sicherheit dafür, dass vertragliche Pflichten erfüllt werden.
  • Gewährleistungsaval: Absicherung von Gewährleistungsansprüchen nach Abnahme.
  • Bietungsaval: Absicherung im Rahmen von Ausschreibungen/Angeboten.
  • Leistungsaval: Bank sichert Zahlungen/Leistungen ab, oft im Liefer- und Projektkontext.
  • Prozessaval: Sicherheitsleistung in gerichtlichen/verfahrenstechnischen Konstellationen.
  • Wechselaval: Absicherung eines Wechsels; siehe auch Artikel 31 Wechselgesetz.
  • Zoll- und Steuerbürgschaft: Sicherheitsleistung für Abgaben (z. B. Zölle/Steuern).

Voraussetzungen: Was Banken beim Avalkredit prüfen

Da die Bank im Ernstfall zahlen muss, ist die Bonitätsprüfung bei Avalkrediten häufig mindestens so streng wie bei klassischen Kreditformen. Typische Prüfpunkte sind:

  • Bonität: Wie zuverlässig ist die Zahlungsfähigkeit? (siehe auch Bonität)
  • Einkommen/Ertragskraft: Privat: Gehalt und Fixkosten. Unternehmen: Erträge, Cashflow, Auftragslage.
  • Bestehende Verpflichtungen: Kredite, Leasing, Bürgschaften, Unterhalt, sonstige Verbindlichkeiten.
  • Zweck und Laufzeit: Mietkaution ist anders zu bewerten als ein Gewährleistungsaval über mehrere Jahre.
  • Sicherheiten (optional): Je nach Risiko können Sicherheiten verlangt werden (z. B. Verpfändung, Sicherungsabtretung).

Unterlagen (typisch): Privatkunden reichen oft Einkommensnachweise, Kontoauszüge und Vertragsunterlagen ein. Unternehmen benötigen häufig Jahresabschlüsse, BWA, Summen- und Saldenlisten sowie projektbezogene Dokumente (Auftrag, Leistungsbeschreibung, Fristen).

Kosten oder Provision: Was ein Avalkredit typischerweise kostet

Die Bank erhält für den Avalkredit eine Avalprovision (oft laufend, z. B. jährlich). Zusätzlich können Bearbeitungs- oder Servicegebühren entstehen. Die genaue Höhe hängt vor allem ab von Bonität, Avalart, Laufzeit, Betrag, Sicherheiten und dem Risiko, dass der Begünstigte die Bürgschaft zieht.

In der Praxis liegen Avalprovisionen je nach Risikoprofil häufig im Bereich von unter 1 % bis zu mehreren Prozent pro Jahr. Bei sehr langen Laufzeiten und höherem Risiko kann es teurer werden. Bei Mietkautionslösungen über Versicherer sind Prozentwerte oft ebenfalls deutlich spürbar, weil die Haftung über die gesamte Mietdauer laufen kann.

Rechenbeispiel (Orientierung): Angenommen, die Mietkaution beträgt 3.000 € und die Avalprovision liegt bei 1,5 % pro Jahr. Dann ergeben sich jährliche Kosten von 45 € (3.000 € × 0,015). Das Beispiel zeigt: Eine Bürgschaft kann günstig wirken – über viele Jahre addieren sich Kosten jedoch.

Praxis-Tipp: Vergleichen Sie nicht nur die Provision, sondern auch: Mindestprovision, Abrechnungsrhythmus (monatlich/jährlich), Kündigungs- und Freigaberegeln sowie Gebühren bei Vertragsänderungen.

Wichtig: Inanspruchnahme und Rückgriff (Regress)

Wird die Bank aus dem Aval in Anspruch genommen, zahlt sie an den Begünstigten – anschließend nimmt sie Sie als Avalnehmer im Regelfall vollumfänglich in Regress. Das kann schnell teuer werden, wenn zusätzlich Kosten, Zinsen oder rechtliche Nebenforderungen entstehen. Für Sie gilt deshalb: Ein Aval ist eine Sicherheit – aber keine Risikofreikarte.

Avalkredit im Vergleich: Alternativen und Unterschiede

Gerade bei der Mietkaution oder bei Sicherheiten im Unternehmensbereich lohnt ein Vergleich. Die beste Lösung hängt davon ab, ob Sie Liquidität erhalten müssen, wie lange die Sicherheit benötigt wird und wie hoch die Gesamtkosten sind.

VarianteWas passiert?VorteileNachteile
Avalkredit (Bankbürgschaft)Bank stellt Sicherheit, ohne AuszahlungLiquidität bleibt erhalten; oft schnell nutzbarLaufende Kosten; Bonitätsprüfung; Rückgriff bei Inanspruchnahme
BarkautionGeld wird hinterlegtKeine laufende Provision; klare VerhältnisseLiquidität gebunden; bei Umzug doppelte Belastung möglich
Kautionskonto / verpfändetes SparguthabenGuthaben wird hinterlegt und verpfändetTeilweise Zinsen möglich; klare SicherheitLiquidität ebenfalls gebunden; Konto- und Verwaltungsaufwand
KautionsversicherungVersicherer stellt BürgschaftLiquidität bleibt erhalten; teils weniger BankbindungÜber Jahre oft teuer; Bedingungen und Kündigung genau prüfen

Schufa, Kreditlinie und Auswirkungen auf Ihre Finanzierung

Auch wenn beim Avalkredit kein Geld ausgezahlt wird, kann er Ihre Finanzierung beeinflussen. Banken betrachten Avale als Risiko und berücksichtigen sie bei der Bewertung Ihres Gesamtengagements. In der Praxis kann das bedeuten:

  • Ihre Kreditlinie (z. B. Kontokorrent) wird stärker „belastet“.
  • Neue Kredite können schwieriger werden, weil zusätzliche Risiken bereits bestehen.
  • Bei Privatkunden ist die genaue Behandlung je nach Bank und Meldelogik unterschiedlich – zu viele parallele Anfragen sind jedoch generell ungünstig. Informieren Sie sich dazu auch in unserem Beitrag zur Schufa.

Bilanzierung vom Avalkredit

Für Unternehmen ist die Bilanzierung ein wichtiger Punkt: Ein Avalkredit ist in vielen Fällen eine Eventualverbindlichkeit. Er wird nicht wie ein klassisches Darlehen als Schuld gebucht, kann aber als Haftungsverhältnis im Anhang relevant sein. Orientierung bietet § 251 HGB (Haftungsverhältnisse).

Die Avalprovisionen werden als laufende Aufwendungen erfasst. Kommt es zur Inanspruchnahme, entstehen reale Zahlungsverpflichtungen – dann sind je nach Situation Rückstellungen oder Verbindlichkeiten zu bilden. Für die korrekte Behandlung im Einzelfall ist die Abstimmung mit Steuerberater/Wirtschaftsprüfer sinnvoll.

Vorteile vom Avalkredit

Ein Avalkredit kann sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen klare Vorteile bringen – vor allem, wenn Sicherheit verlangt wird, aber Bargeld nicht gebunden werden soll.

  • Liquidität bleibt erhalten: Sie müssen keine hohe Summe „parken“.
  • Planbare Kosten: Provisionen sind häufig transparent kalkulierbar.
  • Schnelle Sicherheitsstellung: Gerade bei Mietkautionen oder Projektverträgen praktisch.
  • Wettbewerbsvorteil (Unternehmen): Avale können Voraussetzung für Aufträge sein.
  • Flexibilität: In vielen Fällen sind Anpassungen möglich (Betrag/Laufzeit – je nach Vertrag).

Nachteile vom Aval

Die Nachteile liegen meist nicht im „Produkt“, sondern in Laufzeit, Kosten und Risiko der Inanspruchnahme.

  • Laufende Kosten: Avalprovision kann sich über Jahre summieren.
  • Strenge Bonitätsprüfung: Nicht jeder erhält ein Aval – insbesondere ohne stabile Finanzlage.
  • Rückgriff im Ernstfall: Zahlt die Bank, fordert sie das Geld in der Regel von Ihnen zurück.
  • Kreditlinie kann gebunden sein: Avale können andere Finanzierungen erschweren.
  • Freigabe braucht Mitwirkung: Das Aval endet meist erst, wenn der Begünstigte freigibt oder die Urkunde zurückgibt.

Hermes Bürgschaften / Exportkreditgarantien

Im Exportumfeld wird häufig von „Hermes“ gesprochen. Gemeint sind in der Regel die Exportkreditgarantien des Bundes (umgangssprachlich „Hermesdeckungen“). Sie dienen dazu, Exportgeschäfte und deren Finanzierung gegen politische und wirtschaftliche Risiken abzusichern. Offizielle Informationen finden Sie auf dem AGA-Portal.

Einordnung: Auch wenn diese Instrumente nicht 1:1 mit einer klassischen Mietkautionsbürgschaft vergleichbar sind, ist der Grundgedanke ähnlich – es geht um Sicherheiten und Risikoabsicherung, nicht um die reine Auszahlung eines Kredits.

Checkliste: Avalkredit richtig wählen

  • Zweck klären: Mietkaution, Gewährleistung, Anzahlungsabsicherung, Prozess, Zoll/Steuer?
  • Laufzeit realistisch planen: Je länger, desto relevanter werden Gesamtkosten.
  • Kosten vergleichen: Avalprovision, Mindestprovision, Zusatzgebühren, Anpassungsgebühren.
  • Urkundentext prüfen: Bürgschaft/ Garantie, „auf erstes Anfordern“ oder nicht?
  • Freigaberegeln festhalten: Wann und wie endet das Aval – wer muss was bestätigen?
  • Risiko einschätzen: Wie wahrscheinlich ist eine Inanspruchnahme – und wie hoch wäre Ihr Rückgriff?
  • Alternativen gegenrechnen: Barkaution, Kautionskonto, Versicherung – was ist über die Laufzeit günstiger?

FAQ: Häufige Fragen zum Avalkredit

Ist ein Avalkredit ein „richtiger Kredit“?

Ein Avalkredit ist ein Kredit im weiteren Sinne, weil die Bank ein Risiko übernimmt. Es wird jedoch kein Geld ausgezahlt. Stattdessen stellt die Bank eine Sicherheit (Bürgschaft/Garantie) für Ihre Verpflichtung.

Kann ein Vermieter eine Mietkautionsbürgschaft ablehnen?

Das hängt von der Vereinbarung ab. Viele Vermieter akzeptieren Bürgschaften, manche bevorzugen Barkaution. Klären Sie das vor Vertragsabschluss. Details finden Sie auch in unserem Beitrag zur Mietkautionsbürgschaft.

Wie endet ein Avalkredit?

Meist endet ein Aval erst, wenn der Begünstigte die Bürgschaft freigibt oder die Avalurkunde zurückgegeben wird. Achten Sie deshalb auf klare Freigaberegeln im Vertrag.

Was passiert, wenn die Bank aus dem Aval zahlen muss?

Dann zahlt die Bank an den Begünstigten und nimmt Sie als Avalnehmer in der Regel im Rückgriff in Anspruch. Prüfen Sie deshalb Risiko, Vertragsbedingungen und Ihre Fähigkeit, im Ernstfall zahlen zu können.

Ist ein Avalkredit günstiger als ein normaler Kredit?

Das kann so sein, muss es aber nicht. Es fließt kein Bargeld, daher sind Avalprovisionen oft anders kalkuliert als Kreditzinsen. Über lange Laufzeiten können die Gesamtkosten dennoch erheblich werden. Ein Vergleich ist sinnvoll.

Avale vergleichen: So finden Sie passende Konditionen

Wenn Sie einen Avalkredit suchen, lohnt sich ein strukturierter Vergleich: Prüfen Sie Kosten, Laufzeit, Bedingungen der Freigabe, mögliche Sicherheiten und die Frage, ob es eine klassische Bürgschaft oder eine Garantieform ist. Je klarer Zweck und Laufzeit definiert sind, desto besser lässt sich ein passendes Angebot auswählen.

Hinweis: Ein Avalkredit ist kein Ersatz für eine solide Finanzplanung. Wenn es um Umschuldung oder bestehende Darlehen geht, können diese Beiträge hilfreich sein: Kredit kündigen oder Umschuldung.

Fazit: Avalkredit ist Liquiditätsvorteil – wenn die Rahmenbedingungen passen

Ein Avalkredit ist besonders dann stark, wenn eine Sicherheit verlangt wird, Sie aber kein Bargeld binden möchten. Ob Mietkaution oder Unternehmensbürgschaft: Entscheidend sind die Gesamtkosten, die Laufzeit, die Regeln zur Freigabe sowie das Risiko der Inanspruchnahme. Vergleichen Sie Angebote konsequent und prüfen Sie Alternativen – dann wird aus der Bürgschaft eine sinnvolle, planbare Lösung.

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