Hotel Budget erstellen, Budgetierung Hotellerie, Kostenarten, Kennzahlen

Online lernenKaufmännisches Rechnen – Hier erfahren und lernen Sie insbesondere mehr zum Hotel Budget oder zur Hotel Budgetierung. Weiterhin zu den unterschiedlichen Kostenarten in der Hotellerie und Gastronomie sowie zu den Erlösen oder Umsätzen. Ebenfalls zu den wichtigsten Kennzahlen und wie Sie das Budget berechnen. Zusätzlich erfahren Sie mehr zur Berechnung der Betriebsergebnisse 1, 2 sowie 3.

Das Hotel Budget erstellen, die Budgetierung in der Hotellerie und Gastronomie, Kostenarten, Kennzahlen, Berechnung, Umsätze sowie Tipps

Das Hotel Budget erstellen, die Budgetierung in der Hotellerie und Gastronomie, Kostenarten, Kennzahlen, Berechnung, Umsätze sowie Tipps
Das Hotel Budget erstellen, die Budgetierung in der Hotellerie und Gastronomie, Kostenarten, Kennzahlen, Berechnung, Umsätze sowie Tipps

Sie finden hier Vorabinformationen und Tipps zur Hotel Budgetierung

In der Budgetplanung beziehungsweise in den reellen Zahlenstatistiken für das laufende oder zurück liegende Jahr werden nur Nettobeträge verwendet. Für die Budgetierung sind die reellen Daten der Vergangenheit sowie das alte Budget wichtig.

Diese Informationen sollten Sie sammeln

Gleichzeitig informieren Sie sich intensiv in Ihrer Stadt über geplante Veranstaltungen wie:

  • große Sportereignisse,
  • große Tagungen,
  • Messen sowie Feste

Nutzen Sie Messen, zum Beispiel die ITB in Berlin, die Internationale Tourismusbörse oder den Marketing Club vor Ort. Weiterhin die Wirtschaftsförderung und die DZT, die Deutsche Zentrale für Tourismus. Auch der Round Table, der Lions Club sowie sonstige Veranstaltungen. Somit können Sie weitere Informationen über die Entwicklungen Ihrer Region und Stadt erhalten.

Nutzen Sie zeitnahe Vergleichszahlen der Tourismusbranche

Zeitnahe Vergleichszahlen können Sie bei der Treugast beziehungsweise der BBG Betriebsberatung käuflich erwerben. Außerdem erhalten Sie Information von Ihrem Tourismusbüro, der DZT und dem Statistischem Bundesamt in Berlin. Lesen Sie regelmäßig den Wirtschaftsteil einer überregionalen Tageszeitung und halten Sie Kontakte zu:

  • den Reiseveranstaltern,
  • den Tagungs- und Eventagenturen,
  • sowie zur Wirtschaftsentwicklung in Ihrer Stadt,

lesen Sie Fachliteratur, kümmern Sie sich täglich um Ihr Revenue-Management sowie um die Reiseveranstalter im Inland und Ausland. Schauen Sie ins Internet, nach diversen Hotelbuchungssysteme wie:

  • HRS.de,
  • Hotel.de,
  • booking.de,
  • expedia.de

Lernen Sie wie Sie sich besser präsentieren können, nicht nur bei den üblichen GDS Systemen Global Distribution Systems, sondern Ihre individuelle Präsentation im Internet. Diese Budgetgestaltung hat nichts mit dem internationalen Hotelbudget USALI zu tun. Dies ist eine Möglichkeit der Budgetierung in Privatunternehmen des Hotel- sowie Gaststättengewerbes.

Die Kostenarten im Budget der Hotellerie sowie Gastronomie

Die Kostenarten im Budget der Hotellerie sowie Gastronomie
Die Kostenarten im Budget der Hotellerie sowie Gastronomie

Alle Kosten beziehungsweise Kostenarten in der Hotellerie oder Gastronomie werden nach dem Verursacherprinzip den jeweiligen Abteilungen zugeordnet. Im Budget sind diese ebenfalls genau in den Monaten kostenmäßig erfasst, in der das Planungsdatum liegt. In der realen monatlichen Datenerfassung sind die Kosten nach dem jeweiligen Rechnungsdatum erfasst und nicht nach dem Planungszeitpunkt im Budget. Die genaue zeitliche Erfassung sowie Zuordnung der jeweiligen Kosten zur genauen Gewinnermittlung.

Die Kosten für die Mitarbeiter

Bei den Mitarbeiterkosten sollten Sie folgende Kostenarten berücksichtigen:

  • Die Löhne und Gehälter,
  • Die Sozialleistungen wie Renten- Kranken- Pflege- sowie Arbeitslosenversicherung,
  • Der Solidaritätsbeitrag,
  • Alle Sparverträge,
  • Die Kosten für die externe Weiterbildung als Beförderungsstrategie,
  • Die internen Mitarbeiterschulungen,
  • sowie sonstige soziale Leistungen,
  • Der Zuschuss zu den Reisekosten,
  • Eventuelle Prämien und Sonderzahlungen,
  • Das Weihnachtsgeld sowie das Urlaubsgeld,
  • Die Kosten für die 450 € Mitarbeiter,
  • sowie Kosten für Zeitarbeiter

Die Kosten für den Wareneinsatz und die Berechnung

Alle Rechnungen über Speisen und Getränke werden erfasst und den jeweiligen Sparten im Wareneinsatzbuch (EDV) zugeordnet. Rabatte und Skonti Erträge werden auf extra dafür eingerichtete Konten gebucht. Mehr zum Thema Wareneinsatz lernen.

Sie berechnen die Kosten für den Verbrauch der Speisen sowie Getränke minus Skonti und Rabatte, je nach Unternehmen so:

Der Anfangsbestand für den lfd. Monat (Endbestand vom Vormonat) + Wareneingang in dem zu berechnenden Monat minus Endbestand (Zählergebnis der Inventur) plus die Mitarbeiterverpflegung. Dies entspricht dann dem Verbrauch der Waren in der Summe.

Diese Summe dann multipliziert mit 100 und geteilt durch den Nettoumsatz der zu errechnenden Sparte pro Monat oder Jahr. So erhalten Sie den Prozentsatz des Wareneinsatzes der jeweiligen Sparte. Berechnen können Sie das mit dem Dreisatz.

Die Kosten für das Marketing und Vertrieb

Alle Kosten der einzelnen Marketingabsichten sind in Monaten und Sparten aufgeteilt sowie mit Einzelkosten versehen, aufzulisten. Die Sparten für die Marketingkosten können sein:

  • die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit,
  • der Vertrieb sowie die Schaltung von Anzeigen,
  • alle Aktionen,
  • die Einladungen sowie Kosten für Messebesuche

Alle Aktionen sind hinterlegt mit der Gesamtplanung der einzelnen Aktionen von:

  • Die Internetkosten zum Beispiel für Social Media, E-Commerce sowie Grundgebühren
  • Die Kosten der Verkaufsabteilung.
  • Alle Reisekosten für Aktionen.
  • Die Beiträge für den Marketing Club.
  • Kosten für die Drucksachen und das Porto.
  • Allgemeine Werbekosten und Messekosten

Im Marketingplan finden Sie ebenfalls die dazu gehörende Mitarbeiterplanung. Wer macht was bis wann mit welchen Kosten mit welchen Zielen, auch die Aktionskontrolle. Mehr zum Thema Marketing erfahren Sie hier auf der Bildungsbibel.

Die Kosten für Energie, Versorgung und Entsorgung

Zu den Energiekosten zählen:

  • Der Strom, vielleicht sollten Sie an dieser Stelle über ein Strompreisvergleich nachdenken.
  • Das Wasser, Brauchwasser sowie Abwasser.
  • Die Kosten für Gas-, Öl- oder Fernheizung.
  • Sonstige Energie gewinnenden Einrichtungen.
  • Die Müllentsorgung sowie die Entsorgung von Speiseresten sowie Fettabscheider.

Die Kosten für Versicherungen

Die Versicherungskosten umfassen meist:

Die Kosten für Verbrauchs- und Betriebsmaterial

Dazu zählen alle Non-Food-Artikel außer die Reinigungsmaterial.

Die Kosten für das Reinigungsmaterial im Hotel und der Restauration

Zum Reinigungsmaterial im Hotel und der Restauration zählen zum Beispiel:

  • Die Reinigungsgeräte sowie die chemischen Produkte.
  • Das Spülmittel und das Reinigungsmaterial der Küche.

Die Kosten der Haustechnik

Koten für die Instandhaltung entstehen zum Beispiel für:

  • Das Anstreichen der Fassaden und der Räume
  • Die Holzpflege und die Pflege der Teppiche
  • Kosten für die Pflege vom Garten und der Außenanlage
  • Weiterhin die Reparaturen, Wartungsverträge sowie die Werkzeuge

Die Kosten für die Ersatzbeschaffung

Die Kosten für die Ersatzbeschaffungen oder Ersatzinvestitionen in der Hotellerie sind unter anderem:

  • Die Bett- und Frotteewäsche, Tischwäsche sowie die Küchenwäsche.
  • Die Kleidung für die Mitarbeiter.
  • Die Kosten für die Servietten, das Besteck, das Porzellan sowie für die Gläser.
  • Der Teppichboden, welcher fest mit dem Haus verbunden ist.

Die Kosten für den Bürobedarf

Hierunter falle das Porto, die Schreibwaren aller Art, die Schreibgeräte sowie allgemeine Büroartikel.

Die Kosten für den Fuhrpark

Hier finden Sie speziell die Kosten für die Reparaturen, die Kfz-Versicherung sowie Benzin und Reisekosten.

Die EDV und Kosten für die Informationstechnik

Zur EDV zählen:

  • Die Wartung sowie die Datensicherung.
  • Die Ersatzbeschaffungen für die EDV Geräte und das Zubehör.
  • Allgemeine Reparaturen im Bereich EDV.
  • Die Schulung der Mitarbeiter.

Weiterhin die Ersatzbeschaffung aller elektrischen oder elektronischen Geräte, denn diese belasten direkt die Kostenhöhe der jeweiligen Abteilung, in der diese neuen Geräte eingesetzt werden.

Die Kennzahlen für das Hotel Budget, die Umsätze sowie Erlöse budgetieren

Die Kennzahlen für das Hotel Budget, die Umsätze sowie Erlöse budgetieren
Die Kennzahlen für das Hotel Budget, die Umsätze sowie Erlöse budgetieren

Sie finden hier die Kennzahlen für die Hotel Budgetierung inbesondere für die Erlöse oder Umsätze. Berechnen Sie unterschiedliche Kennzahlen für das Hotel-Budget.

Die Monats- oder Jahresbelegung in Prozent berechnen

Die Anzahl vermietbare Zimmer x Tage (Monate oder Jahr) ergibt die Gesamtzahl der vermietbaren Zimmer im gewünschten Zeitraum, dies ist gleich die Basis für die Erstellung der Monatsbelegung oder Jahresbelegung in Prozent im Dreisatz mit der geplanten, budgetierten Zimmerbelegung.

Der Netto Zimmer Umsatz

Die geplante Anzahl vermieteter Zimmer (Monat/Jahr) x geplanten Zimmerdurchschnittspreis = Netto Zimmer Umsatz oder Erlös.

Der Nettoumsatz oder die Erlöse in der Logis

Der Nettoumsatz oder die Erlöse in der Logis ergeben sich aus der Menge der budgetierten vermieteten Zimmer und den verschiedenen budgetierten Preisen der Gästesegmente.

Der Durchschnittspreis pro Zimmer

Der Durchschnittspreis pro Zimmer für den Monat oder das Jahr errechnet sich aus dem Durchschnitt aller Durchschnittspreise pro Zimmer der einzelnen oder aller vorhandenen budgetierten Gästesegmente.

Der Revpar – Revenue per available rooms

Alle zur Verfügung stehenden Hotelzimmer, ob belegt oder nicht, werden durch den erzielten Netto Zimmer Umsatz oder Logiserlös geteilt. Das Ergebnis ist der Revpar, Revenue per available rooms also der Umsatz aller verfügbaren Zimmer.

Der Durchschnittszimmererlöse

Beim Durchschnittszimmererlös wird der Gesamtumsatz oder Gesamterlös netto geteilt durch alle belegten Zimmer.

Die Arten oder Sparten der Umsätze oder Erlöse in der Hotel Budgetierung

Sie finden hier die Umsätze oder Erlöse für das Budget der Gesamtrestauration. Dazu zählen:

  • Aus dem Bereich Food and Beverage zählen insbesondere die Speisen und Getränke zu den Erlösen.
  • Im Bereich Restaurant haben Sie die Restaurantumsätze, das Frühstück sowie das Mittagsessen und Abendessen.
  • Erlöse aus Veranstaltungen oder Bankett, dass heißt aus Tagungen, Seminaren, Privatfeiern, Ausstellungen oder Events.
  • Erlöse aus dem Bereich der Bar und der Hotelhalle.
  • Umsätze von der Terrasse sowie sonstige Verkaufsstellen.

Sonstige Umsätze

Die sonstigen Umsätze beziehungsweise Erlöse ergeben sich aus folgenden Bereichen der Hotellerie: Kiosk, Minibar, Telefon, Geräteverleih, Raummieten, Pay-TV, Parkplatz sowie W-Lan.

Wenn es sich um spezialisierte Hotels mit weiteren Umsatz- und Kostenstellen zum Beispiel Beautyfarm, Wellness, Gesundheit, Sport etc. handelt, erweitern Sie die Erlössparten und Kostenstellen.

Das Betriebsergebnis im Hotel Budget berechnen

So berechnen Sie das Betriebsergebnis 1, 2 und 3 in der Hotellerie:

Hotel, Gastronomie Budgetierung, Betriebsergebnis 1,2 und 3
Hotel, Gastronomie Budgetierung, Betriebsergebnis 1,2 und 3

Das Betriebsergebnis 1 berechnen

Umsatz Total – Kosten Total = Betriebsergebnis 1

Das Betriebsergebnis 2 berechnen

Vom Betriebsergebnis 1 werden folgende Kosten abgezogen:

  • Die Abschreibungen oder AfA
  • Die Zinsen
  • Kosten für Miete oder Pacht der Betriebsgebäude
  • Die Kosten für Leasing, KFZ, EDV, TV sowie sonstige Aufwendungen

Das Betriebsergebnis 3 berechnen

Vom Betriebsergebnis 2 werden folgende Kosten abgezogen:

  • Das kalkulatorische Unternehmerrisiko
  • Die kalkulatorische Abschreibung und Berichtigungen
  • Der kalkulatorische Unternehmerlohn
  • Die kalkulatorischen Zinsen
  • Die kalkulatorischen Mieten

Weiterführende Informationen

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