Ausbildungskredit Formen, Arten, Merkmale, Vorteile & Nachteile

WeiterbildungOnline lernenKreditKreditarten – Ausbildungskredit: Formen, Arten, Merkmale, Vorteile und Nachteile

Ein Ausbildungskredit hilft, Kosten während einer Ausbildung, eines Studiums oder einer Fortbildung zu überbrücken – zum Beispiel für Miete, Lernmittel, Fahrtkosten oder Prüfungsgebühren. In diesem Beitrag erhalten Sie einen klaren Überblick über Formen und Arten von Ausbildungskrediten, typische Voraussetzungen, Zinsen und die wichtigsten Vor- und Nachteile.

Sie erfahren außerdem, welche Optionen häufig besser sind als ein klassischer Bankkredit (z. B. BAföG, Stipendium, Bildungskredit), wie Sie Angebote sauber vergleichen und wie Sie Kostenfallen vermeiden. Ziel ist, dass Sie eine Entscheidung treffen, die zu Ihrem Budget passt – ohne unnötiges Risiko.

Hinweis: Ein Ausbildungskredit ist kein „Gratisgeld“. Er ist eine finanzielle Verpflichtung. Je besser Sie Bedarf, Laufzeit und Rückzahlungsplan im Voraus klären, desto entspannter bleibt Ihre Ausbildungszeit.

Ausbildungskredit Formen bzw. Arten sowie Merkmale, Infos zu Vorteile u. Nachteile, Kredit für die Ausbildung, Videos und weitere Weblinks.
Ausbildungskredit

Besonders in der Zeit einer Ausbildung, eines Studiums oder einer Fortbildung ist Geld nicht immer in ausreichendem Umfang vorhanden. Viele Auszubildende haben ein niedriges Einkommen und müssen trotzdem Fixkosten wie Miete, Versicherung und Lebensunterhalt bezahlen. Gleichzeitig sind bei jungen Menschen oft nur wenige Sicherheiten vorhanden, die Banken für einen „normalen“ Kredit erwarten.

Genau hier setzt der Ausbildungskredit an: Er ist (je nach Art) darauf ausgelegt, Bildung und Qualifikation zu ermöglichen – mit Bedingungen, die eine Rückzahlung nach der Ausbildungsphase realistisch machen. Wichtig ist allerdings: „Ausbildungskredit“ ist kein einheitliches Produkt, sondern ein Sammelbegriff für unterschiedliche Finanzierungsformen.

Was ist ein Ausbildungskredit?

Ein Ausbildungskredit ist eine Finanzierung, die während einer Ausbildung, eines Studiums oder einer Weiterbildung hilft, laufende Kosten zu tragen. Je nach Anbieter kann es sich um einen staatlich gestützten Kredit, ein Förderdarlehen oder einen klassischen Bankkredit handeln. Entscheidend sind drei Fragen:

  • Wofür wird das Geld genutzt (Lebenshaltung, Gebühren, Lernmittel, Prüfungen, Auslandsaufenthalt)?
  • Wie wird ausgezahlt (monatlich, als Einmalbetrag oder kombiniert)?
  • Wann und wie wird zurückgezahlt (während der Ausbildung oder erst später, feste oder variable Zinsen)?

Kurzcheck: Ist ein Ausbildungskredit für Sie sinnvoll?

  • Sie haben eine reale Finanzierungslücke (nach Budgetplanung) und nicht nur „ein ungutes Gefühl“.
  • Sie kennen Ihre monatliche Rate und können sie später realistisch tragen.
  • Sie haben Alternativen geprüft (BAföG, Stipendien, Zuschüsse, Nebenjob, Bildungskredit).
  • Sie wählen eine passende Auszahlungsform (monatlich vs. einmalig).
  • Sie vermeiden Kurzfrist-Kredite (Dispo, teure Ratenkäufe) für langfristige Probleme.

Arten oder Formen vom Ausbildungskredit

Ausbildungskredite sind seit vielen Jahren eine wichtige finanzielle Basis. Sie sollen helfen, die Ausbildungszeit zu bewältigen – und gleichzeitig Bedingungen bieten, die eine Rückzahlung später realistisch machen. Es geht also um eine Balance aus Unterstützung, Planbarkeit und fairen Konditionen. Diese Formen bzw. Arten kommen in der Praxis häufig vor:

BAföG

Die klassische Förderung ist das BAföG. Es ist an mehrere Kriterien gebunden (unter anderem Einkommenssituation, Ausbildungssituation und weitere Rahmenbedingungen) und steht daher nicht für jede Person zur Verfügung. Wenn BAföG möglich ist, sind die Bedingungen oft deutlich günstiger als bei klassischen Bankkrediten. Deshalb gilt: BAföG immer zuerst prüfen, bevor Sie einen Kredit aufnehmen.

Stipendien

Stipendien haben in den letzten Jahren zugenommen. Sie sind besonders attraktiv, weil sie häufig nicht zurückgezahlt werden müssen. Je nach Programm zählen Leistung, Engagement, Fachrichtung, soziale Kriterien oder besondere Lebensumstände. Mehr zum Thema Stipendium erfahren.

Privatkredit

Private Kredite stehen nicht nur Studenten oder Auszubildenden zur Verfügung. Auch während einer Fortbildung können sie eine finanzielle Sicherheit bieten – zum Beispiel, wenn Sie während der Weiterbildung nur in Teilzeit arbeiten. Speziell zum Privatkredit finden Sie Merkmale, Vorteile und Nachteile.

KfW Studienkredit

Eine weitere Form der Finanzierung ist der Studienkredit der KfW. Häufig wird der Antrag über einen Partner (z. B. im Bank- oder Onlineprozess) gestellt und abgewickelt. Mehr zum Thema KfW Studienkredit erfahren.

Bildungskredit

Der Bildungskredit ist eine zinsgünstige Finanzierung, die Studenten und Schülern helfen soll, eine fortgeschrittene Ausbildungsphase zu finanzieren. Hier erhalten Sie mehr Infos zum Bildungskredit – insbesondere zum Antrag, zur Rückzahlung, zum Anspruch und zur Höhe. Der Bildungskredit ist oft interessant, wenn klassische Bankkredite schwer erreichbar sind und BAföG nicht (oder nicht ausreichend) hilft.

Bankkredit für Ausbildung (Ratenkredit)

Manche Banken bieten spezielle Produkte rund um Ausbildung und Qualifikation an. In vielen Fällen ist es jedoch ein Ratenkredit mit gewöhnlicher Bonitätsprüfung. Vorteil: flexible Summen und Laufzeiten. Nachteil: Ohne Einkommen, Sicherheiten oder Bürgen wird es oft teuer oder unmöglich. Für Auszubildende lohnt sich daher meist zuerst der Blick auf Förderprogramme (BAföG, Bildungskredit, Studienkredit) und Stipendien.

Welche Kosten kann ein Ausbildungskredit sinnvoll abdecken?

Ein Ausbildungskredit sollte nicht „irgendwie“ genutzt werden, sondern gezielt eine Finanzierungslücke schließen. Typische Kostenfelder sind:

  • Lebenshaltungskosten: Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Mobilität
  • Lern- und Arbeitsmittel: Laptop, Software, Bücher, Fachliteratur, Arbeitskleidung
  • Gebühren: Schulgebühren (falls vorhanden), Prüfungsgebühren, Lehrgangsgebühren
  • Fahrt- und Reisekosten: Ausbildungsweg, Praktikum, Blockunterricht
  • Auslandsaufenthalt: zusätzliche Kosten durch ausbildungsbedingten Aufenthalt im Ausland (wenn relevant)
  • Überbrückung: wenn Zahlungseingänge schwanken oder Übergänge (z. B. Ausbildungsbeginn, Umzug) finanziert werden müssen

Weniger sinnvoll ist ein Ausbildungskredit für dauerhaften Konsum oder für das „Stopfen“ eines strukturellen Budgetproblems. Wenn die Monatsrate dauerhaft nicht tragbar ist, wird der Kredit schnell zur zusätzlichen Belastung.

Voraussetzungen beim Ausbildungskredit

Die Voraussetzungen hängen stark von der Art des Ausbildungskredits ab. Staatliche oder staatlich unterstützte Programme prüfen andere Kriterien als klassische Banken. Trotzdem gibt es typische Grundanforderungen, die Sie fast immer erwarten können:

  • Nachweis der Ausbildung: Immatrikulation, Schulbescheinigung, Ausbildungsvertrag oder Teilnahmebestätigung
  • Identitätsnachweis: Personalausweis/Reisepass, häufig per VideoIdent oder PostIdent
  • Wohnsitz & Konto: in der Regel Wohnsitz in Deutschland und ein deutsches Girokonto
  • Haushaltsrechnung: Einnahmen/Ausgaben, oft als Selbstauskunft und mit Kontoauszügen
  • Bonität: je nach Produkt mit oder ohne Schufa, aber nahezu immer mit Plausibilitätsprüfung

Bonität, Schufa und Sicherheiten: Was ist realistisch?

Viele Auszubildende haben (noch) keine lange Kredithistorie und wenig Sicherheiten. Banken kompensieren dieses Risiko oft über strengere Anforderungen oder höhere Zinsen. Typische „Sicherheitsanker“ in der Praxis sind:

  • Regelmäßiges Einkommen: Ausbildungsvergütung, Nebenjob, Teilzeit
  • Bürge: häufig Eltern oder enge Bezugspersonen (falls möglich)
  • Stabile Kontoführung: keine dauerhaften Rücklastschriften, regelmäßige Zahlungseingänge
  • Geringe Fixkostenquote: wenn Miete/Verpflichtungen im Verhältnis zum Einkommen nicht zu hoch sind

Wenn ein klassischer Bankkredit nur mit sehr hohen Kosten möglich wäre, ist das ein wichtiges Signal: Prüfen Sie dann zuerst Förderwege wie BAföG, Bildungskredit oder den KfW Studienkredit.

Kosten, Zinsen und Rückzahlung beim Ausbildungskredit

Beim Ausbildungskredit sollten Sie nicht nur auf „günstige Zinsen“ achten, sondern auf das Gesamtpaket: Effektivzins, Gebühren, Auszahlungsform, Rückzahlungsbeginn, Sondertilgung und Flexibilität. Schon kleine Unterschiede können sich über Jahre deutlich auswirken.

Effektivzins und Gesamtkosten

Der effektive Jahreszins ist der zentrale Vergleichswert, weil er (je nach Produkt) Kostenbestandteile einbezieht und Angebote besser vergleichbar macht als der reine Nominalzins. Achten Sie zusätzlich auf:

  • Gesamtsumme der Rückzahlung (Rate × Monate + mögliche Zusatzkosten)
  • Gebühren (z. B. für Vertragsänderungen, Mahnungen, Sonderleistungen)
  • Zinsart (fest oder variabel)
  • Auszahlungsbedingungen (monatlich, Einmalzahlung, Zinsen während Auszahlungsphase)

Wann beginnt die Rückzahlung?

Viele Ausbildungskredite sind so gestaltet, dass die Rückzahlung erst nach einer Auszahlungs- oder Karenzphase startet. Das entlastet während der Ausbildung. Gleichzeitig dürfen Sie die „später“-Logik nicht unterschätzen: Je länger die Rückzahlung und je höher der Zins, desto höher werden die Gesamtkosten.

Sondertilgung und Flexibilität

Flexibilität ist oft wichtiger als ein minimal besserer Zinssatz. Prüfen Sie, ob Sondertilgungen möglich sind – und ob sie kostenlos sind. Wenn Sie später mehr verdienen oder eine größere Zahlung erhalten, kann eine Sondertilgung Ihre Zinskosten deutlich reduzieren. Mehr zur Sondertilgung finden Sie auch hier: Sondertilgung beim Kredit.

Vorteile vom Ausbildungskredit

Der größte Vorteil eines Ausbildungskredits liegt in der Möglichkeit, eine Ausbildungsphase finanziell stabiler zu gestalten – auch dann, wenn keine großen Sicherheiten vorhanden sind. Je nach Kreditform sind die Bedingungen besser auf Bildungssituationen zugeschnitten als ein „normaler“ Konsumentenkredit.

Günstige Zinsen (je nach Kreditform)

Viele Förderkredite oder staatlich unterstützte Programme sind im Vergleich zu klassischen Bankkrediten günstiger. Das gilt besonders dann, wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen und die Finanzierung tatsächlich ausbildungsbezogen ist.

Tilgung am Ende der Laufzeit und soziale Rückzahlung

Bei einigen Modellen erfolgt die Rückzahlung erst nach dem Ende der Ausbildungsphase oder nach einer Übergangszeit. Das ist sinnvoll, weil die Tilgung während der Ausbildung sonst schnell zur Überlastung führt. Entscheidend ist, dass die spätere Rate zu Ihrem erwartbaren Einstiegseinkommen passt.

Planbarkeit und Struktur

Ein guter Ausbildungskredit ist planbar: Sie wissen, wie viel Geld monatlich zur Verfügung steht, welche Rate später anfällt und wie lange die Rückzahlung dauert. Das schafft Ruhe – besonders in Phasen, in denen ohnehin viel Energie in Lernen, Prüfungen und Organisation fließt.

Nachteile dieser Kreditart

Der Nachteil beim Ausbildungskredit liegt häufig in der Struktur: Viele Darlehen dieser Art sind monatliche Auszahlungen und keine hohe Einmalsumme. Das ist zwar sinnvoll, weil es die Finanzierung planbar macht, aber: Die monatlichen Auszahlungen reichen bei vielen Personen nicht aus, um alle Kosten zu decken. Sie sind meist eine Unterstützung – keine Komplettfinanzierung.

Weitere mögliche Nachteile:

  • Schuldenrisiko: Auch bei guter Absicht bleibt es ein Kredit, der zurückgezahlt werden muss.
  • Zinsrisiko: Bei variablen Zinsen kann die Gesamtbelastung steigen.
  • Begrenzungen: Förderkredite haben oft feste Rahmen (Auszahlungsdauer, Beträge, Voraussetzungen).
  • Fehlentscheidung: Ein zu hoher Kredit oder eine zu knappe Rate wird später teuer und belastend.

Ausbildungskredit vergleichen

Ein Vergleich ist der wichtigste Schritt, um Kosten zu sparen und Risiken zu reduzieren. Nutzen Sie dafür klare Kriterien und vergleichen Sie nicht nur Zinsen, sondern auch Laufzeit, Rückzahlung, Flexibilität und Gebühren. Weitere Infos zum Kreditvergleich finden Sie hier – die Kriterien lassen sich auch auf den Ausbildungskredit übertragen.

Vergleichstabelle: Welche Option passt typischerweise?

OptionTypischer ZweckStärkenWichtige Hinweise
BAföGStudium / schulische AusbildungOft sehr günstige Rückzahlung, klare RegelnAnspruch hängt von Kriterien ab; früh prüfen
StipendiumStudium / Ausbildung / EngagementHäufig ohne RückzahlungAuswahlkriterien beachten, Bewerbungsfristen einhalten
BildungskreditFortgeschrittene AusbildungsphaseAusbildungsbezug, oft zinsgünstigRahmenbedingungen und Auszahlungsform prüfen
KfW StudienkreditStudium (Lebenshaltung)Monatliche Auszahlung, Anpassungsmöglichkeiten (je nach Modell)Zinsentwicklung beachten, Rückzahlung realistisch planen
RatenkreditAusbildung / Fortbildung / ÜberbrückungFlexible Summen, schnelle Auszahlung möglichBonität/Sicherheiten nötig, kann teuer sein
PrivatkreditIndividuelle LösungFlexibel, ggf. bessere Konditionen im UmfeldVertrag sauber regeln (Rate, Laufzeit, Konfliktprävention)

Checkliste: So vergleichen Sie einen Ausbildungskredit richtig

  • 1) Bedarf: Wie groß ist die reale Lücke pro Monat (Budgetplanung)?
  • 2) Auszahlungsform: Monatlich oder Einmalbetrag – was passt zu Ihren Kosten?
  • 3) Zinsen: Effektivzins, fest oder variabel, Zinsen während Auszahlungsphase?
  • 4) Rückzahlung: Startzeitpunkt, Laufzeit, Rate, mögliche Pausen, Sondertilgung
  • 5) Gebühren: Vertragsänderung, Mahnung, Auszahlung, Vermittlungsgebühren
  • 6) Voraussetzungen: Nachweise, Bonität, Schufa, Bürge/Sicherheiten
  • 7) Transparenz: Alle Konditionen schriftlich, verständlich, ohne Druck

Vor dem Kredit: einfache Budgetplanung (Praxis-Template)

Viele Fehlentscheidungen entstehen, weil der Kreditbedarf „geschätzt“ wird. Besser ist eine einfache Budgetplanung. Nehmen Sie dafür eine Monatsübersicht und rechnen Sie konservativ (lieber etwas höher ansetzen als zu knapp).

PositionBetrag (monatlich)Notiz
Einnahmen (Ausbildungsvergütung / Nebenjob)___ €
Miete + Nebenkosten___ €
Lebensmittel___ €
Mobilität (ÖPNV, Fahrtkosten)___ €
Versicherung / Handy / Internet___ €
Lernmittel / Gebühren___ €
Sonstiges (Puffer)___ €
Ergebnis (Lücke)___ €Wenn negativ: Kreditbedarf

Erst wenn die monatliche Lücke klar ist, können Sie sinnvoll entscheiden, ob ein Ausbildungskredit notwendig ist – und welche Auszahlungsform passt.

Informationen finden

In diesem Bereich finden Sie interne und externe Beiträge, die den Begriff Ausbildungskredit bzw. Ausbildungsfinanzierung abdecken. Externe Beiträge sind Beiträge auf anderen Webseiten. Alle Beiträge haben eine Relevanz zum Thema Ausbildungskredit oder Ausbildungsdarlehen. Das bedeutet: Die Kreditarten sind in diesen Beiträgen angesprochen oder als Alternative sinnvoll.

BAföG, ein staatlicher Kredit für Studenten und Schüler

Die Webseite BAföG.de liefert detaillierte Informationen von der Antragstellung über die Genehmigung bis hin zur Rückzahlung. Hierbei handelt es sich um eine staatliche Förderung für die berufliche und schulische Bildung in Deutschland.

Bildungskredit beantragen, Funktionsweise und Eignung

Das Kreditprogramm für Bildung vom Bundesverwaltungsamt erklärt die wichtigsten Punkte rund um Antrag, Voraussetzungen und Ablauf. Außerdem übernimmt die KfW die weitere Abwicklung nach Bewilligung. Das ist besonders relevant, wenn Sie eine ausbildungsbezogene Finanzierung als Ergänzung zu anderen Leistungen suchen.

Studienkredit der KfW als Ausbildungskredit

Auf der Webseite der KfW finden Sie Informationen zum Studienkredit und insbesondere zu folgenden Fragen:

  • Was fördert man?
  • Wen fördert man?
  • Wie sind die Konditionen?
  • Wie funktioniert der KfW-Studienkredit?
  • Welche Formulare und Unterlagen sind wichtig?

Ergänzend finden Sie dort häufig gestellte Fragen und Beispiele, die bei der Einschätzung der Rückzahlung helfen.

FAQ: Häufige Fragen zum Ausbildungskredit

Wie hoch sollte ein Ausbildungskredit sein?

So hoch wie nötig – und so niedrig wie möglich. Entscheidend ist Ihre Budgetlücke. Rechnen Sie lieber mit einem kleinen Puffer, aber vermeiden Sie dauerhaft zu hohe Summen. Jeder zusätzliche Euro ist später Rückzahlung plus Zinsen.

Wann lohnt sich ein Ausbildungskredit?

Wenn Sie eine echte Finanzierungslücke haben, die Sie nicht sinnvoll über Zuschüsse, BAföG, Stipendien oder Nebenjob schließen können – und wenn die spätere Rückzahlung realistisch ist. Ein Kredit ist besonders dann sinnvoll, wenn er Ihre Qualifikation ermöglicht und langfristig bessere Einkommensperspektiven schafft.

Spielt die Schufa beim Ausbildungskredit eine Rolle?

Bei Bankkrediten fast immer. Bei staatlich unterstützten Programmen gelten teils andere Prüfmechanismen. Wichtig ist: Auch ohne Schufa-Prüfung gibt es in der Regel eine Plausibilitäts- und Einkommensprüfung. Entscheidend bleibt Ihre Rückzahlungsfähigkeit.

Brauche ich einen Bürgen?

Das hängt vom Produkt ab. Bei klassischen Bankkrediten kann ein Bürge helfen, wenn Einkommen und Bonität nicht ausreichen. Bei Förderkrediten sind die Regeln oft anders. Prüfen Sie die Voraussetzungen des jeweiligen Programms.

Welche Kostenfallen gibt es?

Häufige Fallen sind Vorkosten (Gebühren, „Unterlagenpakete“), aggressive Zusatzverträge, unklare Zinsmodelle und fehlende Transparenz bei Gebühren. Wenn Sie vorab zahlen sollen, bevor überhaupt ein Kredit bewilligt ist, ist Vorsicht geboten.

Fazit: Ausbildungskredit sinnvoll nutzen – aber strukturiert

Ein Ausbildungskredit kann eine echte Hilfe sein, wenn die Finanzierungslücke klar ist und die Rückzahlung später tragbar bleibt. Entscheidend ist, dass Sie die passende Form wählen: Oft sind BAföG, Stipendien, der Bildungskredit oder der KfW Studienkredit die bessere erste Wahl als ein klassischer Bankkredit.

Wenn Sie Angebote vergleichen, konzentrieren Sie sich nicht nur auf Zinsen. Wichtig sind Gesamtkosten, Rückzahlungsstart, Flexibilität (Sondertilgung) und Transparenz. Nutzen Sie dafür den Kreditvergleich und dokumentieren Sie Konditionen strukturiert. So wird der Ausbildungskredit zu einem Werkzeug – nicht zu einer Dauerbelastung.

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