Ausbildung zum Notfallsanitäter, Voraussetzungen, Inhalt & Stärken

AusbildungBerufe mit ZukunftGesundheitswesen – Ausbildung zum Notfallsanitäter, Voraussetzungen, Inhalt & Stärken

Sie finden und lernen hier mehr Informationen über die Ausbildung zum Notfallsanitäter. Insbesondere erhalten Sie Informationen zu den Voraussetzungen, der Dauer der Ausbildung sowie zu den Tätigkeiten und dem Inhalt.

Auch welches Gehalt oder welche Vergütung gezahlt wird und wie wir die Zukunftsaussichten beurteilen. Weiterhin findet Ihr informative Webseiten sowie Videos.

Ausbildung zum Notfallsanitäter, Voraussetzungen, Stärken, Video, Gehalt, Inhalt sowie der Dauer und Zukunft zum Ausbildungsberuf.
Ausbildung zum Notfallsanitäter

Aufgaben der Notfallsanitäter

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter besteht darin Erste Hilfe zu leisten und an Notfallorten zu helfen bzw. Sofortmaßnahmen einzuleiten die lebensrettend sind. Auch denkbar sind die Transporte von Patienten zu Krankenhäusern und Ärzten. Beschäftigt werden die Notfallsanitäter bei der Feuerwehr, Hilfswerken zum Beispiel das THW, die Krankenhäusern sowie bei Rettungsdiensten.

Dauer der Ausbildung

Die Dauer der Ausbildung zum Notfallsanitäter beträgt 3 Jahre in schulischer und praktischer Form.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Notfallsanitäter

Die Voraussetzungen für die Ausbildung Notfallsanitäter ist der Hauptschulabschluss besser die mittlere Reife, gelegentlich auch ohne Abschluss. Weiterhin wird ein Alter von 18 Jahren und ein Führerschein der Klasse B oder höher vorausgesetzt. Das Führungszeugnis sollte keine Eintragungen enthalten. Auch die Gesundheitsprüfung wird mittels ärztlichem Attest angefordert.

Inhalte und Tätigkeiten

Der Notfallsanitäter hat folgende Tätigkeiten sowie Inhalte während der Ausbildung zu erlernen:

  • Die Anatomie des menschlichen Körpers lernen.
  • Die Verletzungen und Krankheitsbilder erkennen können, vor allem bei Unfällen.
  • Auch die Beförderung von Patienten soll der Notfallsanitäter gewährleisten können.
  • Sie lernen auch wie man im Notfall Körperfunktionen aufrechterhält.
  • Insbesondere die Erste Hilfe und zwar mit Beatmung, der Wiederbelebung sowie der Assistenz beim Magen auspumpen.
  • Der Umgang bei Vergiftungen, Schwangerschaften sowie Sterbenden soll gelernt werden.
  • Die Transportfähigkeit von Patienten soll der Notfallsanitäter beurteilen sowie sicherstellen können.
  • Die Reaktionen und das Verhalten bei Katastrophenfällen oder Massenunfällen soll man lernen.
  • Weiterhin die Pflege von Patienten und die Medikation von Patienten bei Notfällen.
  • Das Durchführen von hygienischen Maßnahmen.
  • Das persönliche Verhalten nach unterschiedlichen Einsatzstellen erlernen.
  • Die schulischen Themen sind Physik, Chemie sowie Biologie. Natürlich ausgerichtet nach den Tätigkeiten des Notfallsanitäter.
  • Den Umgang mit Betriebsmitteln und Kommunikation lernen.
  • Die Organisationslehre sowie die rechtlichen Grundlagen in Bezug auf das Gesundheitswesen.

Stärken während der Ausbildung zum Notfallsanitäter

Wer die Ausbildung zum Notfallsanitäter beginnen möchte, sollte neben Interesse an Medizin und Rettungsdienst vor allem bestimmte persönliche und fachliche Stärken mitbringen. Denn in Notfallsituationen zählen nicht nur Wissen und Technik, sondern auch Verhalten, Haltung und Belastbarkeit.

  • Flexibilität – Im Rettungsdienst läuft kaum ein Tag planbar ab. Einsätze können sich jederzeit ändern, Situationen eskalieren oder neue Prioritäten entstehen. Wichtig ist daher, schnell umzuschalten, sich auf wechselnde Rahmenbedingungen einzustellen und auch bei Zeitdruck handlungsfähig zu bleiben.
  • Teamfähigkeit – Notfallsanitäter arbeiten fast immer im Team – im Rettungswagen, mit der Leitstelle, in der Notaufnahme oder mit Polizei und Feuerwehr. Gute Teamfähigkeit bedeutet, klar zu kommunizieren, sich abzustimmen, Verantwortung zu übernehmen und in kritischen Momenten zuverlässig zu funktionieren.
  • Selbstständiges Arbeiten – Auch wenn im Team gearbeitet wird, müssen viele Maßnahmen eigenständig entschieden und umgesetzt werden. Dazu gehört, Aufgaben strukturiert abzuarbeiten, Prioritäten zu setzen und im Rahmen der Ausbildungsstufe sicher zu handeln – ohne ständige Anleitung.
  • Lernbereitschaft und Lernfähigkeit – Die Ausbildung ist anspruchsvoll: medizinische Grundlagen, Einsatzabläufe, rechtliche Vorgaben, Gerätekunde und praktische Fertigkeiten. Erfolgreiche Azubis sind neugierig, üben regelmäßig und entwickeln sich stetig weiter. Lernbereitschaft heißt auch, Feedback anzunehmen und sich kontinuierlich zu verbessern.
  • Konzentrationsfähigkeit – Im Einsatz kommt es auf Details an: Vitalwerte, Symptome, Medikamente, Abläufe und Dokumentation. Wer konzentriert ist, kann Informationen schnell erfassen, korrekt handeln und Fehler vermeiden – auch bei Stress und vielen parallelen Aufgaben.
  • Einfühlungsvermögen und Empathie – Patienten befinden sich häufig in Angst, Schmerz oder Schock – Angehörige sind aufgewühlt. Empathie bedeutet, ruhig zu bleiben, verständlich zu erklären und menschlich zu reagieren, ohne dabei die professionelle Distanz zu verlieren. Das ist ein wesentlicher Teil guter Versorgung.
  • Körperliche und psychische Belastbarkeit – Tragen, heben, lange Schichten, Nacht- und Wochenenddienste – dazu emotionale Belastung durch schwere Unfälle oder Erkrankungen. Wer belastbar ist, kann in solchen Situationen stabil bleiben, sich erholen und langfristig gesund im Beruf arbeiten.
  • Medizinische Begriffe lernen und sicher anwenden – In der Ausbildung müssen viele medizinische Begriffe, Abkürzungen und Krankheitsbilder gelernt werden. Wichtig ist, diese Begriffe nicht nur auswendig zu kennen, sondern sie im Einsatz richtig zuzuordnen, zu dokumentieren und im Austausch mit Ärzten und Kliniken korrekt zu verwenden.

Darüber hinaus erhalten Sie unter Stärken und Schwächen weitere Kompetenzen, welche für einen Ausbildungsberuf von Bedeutung sein können.

Aussichten für die Zukunft

Die Perspektiven für die Zukunft bewerten wir mit sehr gut 5/5 Punkte. Auf Grund der starken Zunahme von pflegerischen und medizinischen Tätigkeiten hat der Notfallsanitäter sehr gute Perspektiven.

Gehalt bzw. Ausbildungsvergütung (Stand 2025)

Die Ausbildungsvergütung beim Notfallsanitäter ist nicht in jedem Fall identisch, da sie vom Träger und den jeweiligen Regelungen abhängen kann. Orientierungswerte nennt der offizielle Steckbrief der Bundesagentur für Arbeit.

Ausbildungsvergütung nach Lehrjahren

An Einrichtungen des öffentlichen Dienstes bzw. bei Trägern, die sich an den tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes orientieren, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende monatliche Brutto-Entgelte:

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.416 €
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.477 €
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.578 €

Quelle: BERUFENET-Steckbrief Notfallsanitäter (Bundesagentur für Arbeit)

Video für die Ausbildung zum Notfallsanitäter

In diesem Bereich finden Sie interessantes Video rund um den Ausbildungsberuf als Notfallsanitäter. Bevor man eine Ausbildung beginnt, sollten man sich sehr gut informieren über dieses Berufsbild.

Ausbildungsberuf Info: Allgemeine Aufgaben – Video Ausbildung im Rettungsdienst

Finden Sie spezielle weitere Informationen für den Notfallsanitäter zu den Themen:

Index