Bewerbung – Bewerbungsvorlagen – Bewerbung Muster – Ausbildungsplatz, Anschreiben, Lebenslauf, Word Vorlage und PDF Muster kostenlos
Eine überzeugende Bewerbung für eine Ausbildung zeigt dem Ausbildungsbetrieb, warum Sie genau diesen Beruf erlernen möchten, welche Stärken und ersten Erfahrungen Sie mitbringen und weshalb Sie zum Unternehmen passen. Auf der Bildungsbibel erhalten Sie dafür eine kostenlose Word-Vorlage und ein PDF-Muster für Ihr Anschreiben.
Zusätzlich erfahren Sie, wie Sie eine Bewerbung für eine Ausbildung aufbauen, welche Unterlagen benötigt werden und wie Sie Anschreiben, Lebenslauf, Schulzeugnisse, Praktika und persönliche Stärken sinnvoll miteinander verbinden. Tipps zu Ausbildungsplatzsuche, Online-Bewerbung, Vorstellungsgespräch und Ausbildungsvergütung ergänzen den Ratgeber.
Das Wichtigste im Überblick
| Bereich | Darauf kommt es an |
|---|---|
| Anschreiben | Ausbildungsberuf, Motivation, Unternehmensbezug und passende Stärken auf maximal etwa einer Seite darstellen. |
| Lebenslauf | Schulbildung, Praktika, Nebenjobs, Kenntnisse, Interessen und Engagement übersichtlich aufführen. |
| Zeugnisse | Die vom Betrieb verlangten aktuellen Schulzeugnisse und relevante Nachweise beifügen. |
| Stärken | Lernbereitschaft, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und weitere berufsbezogene Eigenschaften mit Beispielen belegen. |
| Praktika | Praktische Erfahrungen konkret nennen und mit dem gewünschten Ausbildungsberuf verbinden. |
| Online-Bewerbung | Vorgaben des Unternehmens beachten und Dokumente möglichst übersichtlich als PDF bereitstellen. |
| Bewerbungsfoto | Freiwillig. Wenn Sie ein Foto verwenden, sollte es aktuell und professionell sein. |
| Zeitpunkt | Bei vielen Unternehmen beginnt die Suche nach Azubis bereits sechs bis zwölf Monate vor Ausbildungsbeginn. |
Tipp der Bildungsbibel: Eine Bewerbung für eine Ausbildung muss keine jahrelange Berufserfahrung enthalten. Ausbildungsbetriebe wissen, dass Sie am Anfang Ihres Berufslebens stehen. Überzeugen können Sie vielmehr mit echter Motivation, passenden Interessen, Praktika, schulischen Erfahrungen und nachvollziehbaren Beispielen für Ihre Stärken.
Anschreiben als Word Vorlage und PDF Muster kostenlos
Für Ihre Bewerbung für eine Ausbildung können Sie das vorhandene Anschreiben der Bildungsbibel kostenlos herunterladen. Die Word-Datei lässt sich direkt bearbeiten. Das PDF-Muster eignet sich als Orientierung für Aufbau, Gestaltung und Inhalt.
Passen Sie die Vorlage unbedingt an den gewünschten Beruf und den jeweiligen Ausbildungsbetrieb an. Muster helfen bei der Struktur, sollten aber nicht unverändert an mehrere Unternehmen versendet werden.
Welche Unterlagen gehören in die Ausbildungsbewerbung?
Welche Unterlagen ein Betrieb verlangt, kann sich unterscheiden. Die IHK Region Stuttgart nennt für eine klassische Bewerbung Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen wie Zeugnisse und Zertifikate. Ein Deckblatt ist optional. Für einen Ausbildungsplatz können insbesondere aktuelle Schulzeugnisse und vorhandene Bescheinigungen relevant sein.
Prüfen Sie bei jeder Bewerbung für eine Ausbildung zuerst die Stellenanzeige oder das Bewerbungsportal. Wenn dort bestimmte Dokumente verlangt werden, sollten diese vollständig eingereicht werden.
- Anschreiben, sofern vom Unternehmen gewünscht,
- tabellarischer Lebenslauf,
- aktuelle Schulzeugnisse,
- Praktikumsbescheinigungen,
- Nachweise über Ferienjobs oder Nebentätigkeiten, wenn relevant,
- Zertifikate und Kursnachweise mit Berufsbezug sowie
- gegebenenfalls weitere ausdrücklich geforderte Dokumente.
Aktuelle Hinweise bietet die IHK Region Stuttgart zur Ausbildungsbewerbung. Für Ihre Bewerbung für eine Ausbildung empfiehlt sich insbesondere ein klarer Aufbau und ein erkennbarer Bezug zum Unternehmen.
So bauen Sie das Anschreiben richtig auf
Das Anschreiben ist Ihre Gelegenheit, persönliche Motivation zu zeigen. Bei einer Bewerbung für eine Ausbildung sollte es möglichst kompakt bleiben und normalerweise auf eine DIN-A4-Seite passen. Mehr Inhalt bedeutet nicht automatisch eine bessere Bewerbung.
| Abschnitt | Inhalt |
|---|---|
| Absender | Name, Anschrift, Telefonnummer und seriöse E-Mail-Adresse. |
| Empfänger | Unternehmen, Anschrift und möglichst konkreter Ansprechpartner. |
| Betreff | „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als …“ und gegebenenfalls Starttermin. |
| Einstieg | Warum interessiert Sie dieser Beruf und dieser Betrieb? |
| Hauptteil | Schule, Praktika, Interessen, Kenntnisse und passende Stärken erläutern. |
| Motivation | Zeigen, warum Sie genau diesen Ausbildungsberuf lernen möchten. |
| Schluss | Interesse an einem persönlichen Gespräch ausdrücken. |
Eine Bewerbung für eine Ausbildung sollte möglichst in eigenen Worten geschrieben sein. Gerade beim Berufseinstieg möchten Ausbildungsbetriebe erkennen, was Sie wirklich interessiert und weshalb Sie sich mit dem Beruf beschäftigt haben.
Beispiel für ein modernes Anschreiben
Das folgende Beispiel für eine Bewerbung für eine Ausbildung können Sie an Ihren Wunschberuf anpassen. Ersetzen Sie die Platzhalter durch tatsächliche Erfahrungen und konkrete Informationen zum Unternehmen.
Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als [Ausbildungsberuf]
Sehr geehrte Frau Beispiel,
durch mein Praktikum im Bereich [Bereich] habe ich einen ersten Einblick in den Beruf [Ausbildungsberuf] erhalten. Besonders interessant fand ich dabei [konkrete Tätigkeit]. Seitdem steht für mich fest, dass ich meine berufliche Zukunft in diesem Bereich beginnen möchte.
Ihr Unternehmen spricht mich besonders an, weil [konkreter Unternehmensbezug]. Auf Ihrer Internetseite habe ich außerdem gesehen, dass Auszubildende bei Ihnen bereits früh praktische Aufgaben übernehmen und verschiedene Bereiche kennenlernen.
Derzeit besuche ich die [Schule] und werde voraussichtlich im [Monat/Jahr] meinen [Schulabschluss] erwerben. Zu meinen Stärken zählen Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft und sorgfältiges Arbeiten. Diese Eigenschaften konnte ich beispielsweise während [Praktikum, Schulprojekt, Nebenjob oder Ehrenamt] zeigen, indem ich [konkretes Beispiel].
Gerne möchte ich meine Kenntnisse in Ihrem Unternehmen weiterentwickeln und den Beruf von Grund auf erlernen. Über die Gelegenheit, mich persönlich bei Ihnen vorzustellen, freue ich mich sehr.
Mit freundlichen Grüßen
[Vorname Nachname]
Bei einer Bewerbung für eine Ausbildung sollten Sie nur Erfahrungen nennen, die tatsächlich vorhanden sind. Haben Sie noch kein Praktikum absolviert, können auch Schulprojekte, Hobbys, Vereinstätigkeiten oder private Interessen einen passenden Bezug zum Beruf herstellen.
Gute Einstiege statt „Hiermit bewerbe ich mich“
Der erste Satz einer Bewerbung für eine Ausbildung sollte Interesse wecken und möglichst direkt zum Beruf oder Unternehmen führen. Ein ausgefallener Spruch ist dafür nicht notwendig.
Nach einem Praktikum
„Während meines Schülerpraktikums habe ich erlebt, wie abwechslungsreich der Beruf des Mechatronikers ist. Besonders die Verbindung aus Technik, Fehlersuche und praktischer Arbeit hat meinen Berufswunsch bestätigt.“
Über ein Schulfach oder Projekt
„Wirtschaftliche Zusammenhänge und der Umgang mit Zahlen gehören zu den Themen, die mich bereits in der Schule besonders interessieren. Deshalb möchte ich meine berufliche Laufbahn mit einer kaufmännischen Ausbildung beginnen.“
Mit Unternehmensbezug
„Auf Ihrer Karriereseite hat mich besonders angesprochen, dass Ihre Auszubildenden verschiedene Fachabteilungen durchlaufen und früh eigene Aufgaben übernehmen können.“
Für die Bewerbung für eine Ausbildung gilt: Formulieren Sie lieber einen glaubwürdigen, einfachen Einstieg als einen künstlich originellen Satz, der nicht zu Ihnen passt.
Warum möchten Sie diesen Beruf lernen?
Eine der wichtigsten Fragen bei der Bewerbung für eine Ausbildung lautet: Warum haben Sie sich gerade für diesen Ausbildungsberuf entschieden? Allgemeine Formulierungen wie „Der Beruf interessiert mich“ bleiben zu oberflächlich.
- Welche Aufgaben interessieren Sie besonders?
- Woher kennen Sie den Beruf?
- Haben Sie bereits ein Praktikum absolviert?
- Welche Schulfächer passen zum Ausbildungsberuf?
- Welche privaten Interessen haben einen Bezug?
- Welche beruflichen Ziele verbinden Sie mit der Ausbildung?
Beispiel: „Der Beruf interessiert mich besonders, weil ich gerne praktisch arbeite und technische Probleme Schritt für Schritt löse. Während meines Praktikums konnte ich bereits bei Wartungsarbeiten mithelfen und feststellen, dass mir diese Art der Arbeit liegt.“
Damit zeigt die Bewerbung für eine Ausbildung nicht nur Interesse, sondern erklärt nachvollziehbar, woher Ihre Motivation stammt.
Warum möchten Sie gerade zu diesem Unternehmen?
Neben dem Beruf spielt der Ausbildungsbetrieb eine wichtige Rolle. Eine Bewerbung für eine Ausbildung sollte deshalb nicht den Eindruck vermitteln, dass lediglich der Firmenname ausgetauscht wurde.
Informieren Sie sich vor dem Schreiben über den Arbeitgeber. Hilfreich sind die Unternehmenswebsite, Karriereseite, Ausbildungsangebote und Informationen zu Produkten, Dienstleistungen oder Standorten.
Geeignete Unternehmensbezüge können sein:
- bestimmte Ausbildungsstationen,
- besondere Produkte oder Dienstleistungen,
- technische oder handwerkliche Schwerpunkte,
- Weiterbildungsmöglichkeiten während der Ausbildung,
- Auslandseinsätze, wenn tatsächlich angeboten,
- Standort oder Unternehmensgröße sowie
- persönliche Erfahrungen durch Praktikum oder Ausbildungsmessen.
Bei der Bewerbung für eine Ausbildung genügt häufig bereits ein konkreter und ehrlicher Unternehmensbezug. Übertreibungen oder übermäßiges Lob wirken dagegen schnell unglaubwürdig.
Stärken richtig auswählen und belegen
Stärken sind für eine Bewerbung für eine Ausbildung besonders wichtig, weil bei Schulabgängern naturgemäß weniger Berufserfahrung vorhanden ist. Entscheidend ist, dass die Eigenschaften zum Ausbildungsberuf passen.
| Stärke | Mögliches Beispiel |
|---|---|
| Lernbereitschaft | Sie arbeiten sich freiwillig in neue Themen ein oder verbessern sich gezielt in einem Schulfach. |
| Zuverlässigkeit | Sie halten Absprachen bei Praktikum, Nebenjob, Verein oder Schule ein. |
| Teamfähigkeit | Sie arbeiten bei Gruppenprojekten, Sport oder Vereinsaktivitäten konstruktiv mit anderen zusammen. |
| Sorgfalt | Sie kontrollieren Ergebnisse und arbeiten bei praktischen Aufgaben genau. |
| Kommunikationsfähigkeit | Sie können Informationen verständlich vermitteln und anderen zuhören. |
| Selbstständigkeit | Sie erledigen übertragene Aufgaben nach einer Einführung eigenverantwortlich. |
| Organisation | Sie koordinieren Schule, Termine, Nebenjob oder Vereinsaufgaben zuverlässig. |
| Technisches Verständnis | Sie interessieren sich für Technik und haben bereits praktische Erfahrungen gesammelt. |
| Kundenorientierung | Sie haben im Praktikum, Nebenjob oder Verein Erfahrung im Umgang mit Menschen gesammelt. |
| Belastbarkeit | Sie bleiben auch bei mehreren Aufgaben konzentriert und setzen sinnvolle Prioritäten. |
Eine Bewerbung für eine Ausbildung sollte nicht alle zehn Eigenschaften enthalten. Wählen Sie zwei bis vier Stärken, die zur Stelle passen, und verbinden Sie sie mit glaubwürdigen Beispielen.
Mehr Hilfen zur persönlichen Einschätzung erhalten Sie bei der Bildungsbibel im Bereich Stärken und Schwächen.
Praktika und Nebenjobs clever nutzen
Ein Praktikum kann eine Bewerbung für eine Ausbildung erheblich verbessern, weil es zeigt, dass Sie sich bereits praktisch mit einem Beruf beschäftigt haben. Dabei muss das Praktikum nicht exakt dem späteren Ausbildungsberuf entsprechen.
Beschreiben Sie nicht nur den Namen des Unternehmens, sondern nennen Sie ein oder zwei Tätigkeiten. Ein Satz wie „Während meines Praktikums durfte ich Waren annehmen, Regale auffüllen und Kunden bei einfachen Fragen weiterhelfen“ vermittelt mehr als die bloße Angabe „zweiwöchiges Praktikum im Einzelhandel“.
Auch Ferienjobs, Schülerjobs, Vereinsarbeit oder Ehrenämter können bei der Bewerbung für eine Ausbildung sinnvoll sein. Sie können beispielsweise Zuverlässigkeit, Kundenkontakt, handwerkliches Interesse oder Verantwortungsbewusstsein belegen.
Welche Rolle spielen Schulnoten?
Schulnoten können bei einer Bewerbung für eine Ausbildung eine Rolle spielen, sind aber nicht das einzige Auswahlkriterium. Wie stark einzelne Fächer bewertet werden, hängt vom Ausbildungsberuf und vom Unternehmen ab.
Bei technischen Berufen können beispielsweise Mathematik, Physik oder Informatik relevant sein. Kaufmännische Betriebe achten möglicherweise besonders auf Deutsch, Mathematik und wirtschaftsbezogene Fächer. Bei anderen Ausbildungsberufen stehen praktische Fähigkeiten, Kommunikation oder naturwissenschaftliche Kenntnisse stärker im Mittelpunkt.
Versuchen Sie nicht, schwächere Noten im Anschreiben ausführlich zu rechtfertigen. Nutzen Sie die Bewerbung für eine Ausbildung vielmehr, um passende Stärken, Verbesserungen, Praktika und Ihre Motivation sichtbar zu machen.
Welche Kriterien berücksichtigen Ausbildungsbetriebe?
Die Entscheidung über eine Bewerbung für eine Ausbildung hängt vom jeweiligen Betrieb und Beruf ab. Typische Auswahlkriterien können folgende Punkte umfassen:
- Schulabschluss: Manche Ausbildungsberufe oder Arbeitgeber erwarten einen bestimmten Abschluss.
- Schulische Leistungen: Besonders berufsrelevante Fächer können berücksichtigt werden.
- Motivation: Der Bewerber sollte erklären können, warum der Beruf zu ihm passt.
- Praktische Erfahrung: Praktika und Nebenjobs können den Berufswunsch belegen.
- Soziale Kompetenzen: Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Kommunikation spielen in vielen Berufen eine Rolle.
- Interessen: Hobbys können berufsbezogene Fähigkeiten erkennen lassen.
- Auftreten: Ein höflicher, interessierter und authentischer Eindruck ist im Gespräch hilfreich.
- Vollständige Unterlagen: Sorgfältige Bewerbungsunterlagen vermitteln Zuverlässigkeit.
Die Bewerbung für eine Ausbildung sollte diese Punkte nicht schematisch abarbeiten. Verwenden Sie vielmehr diejenigen Aspekte, die zu Ihrem persönlichen Profil und dem Ausbildungsberuf passen.
Lebenslauf für den Ausbildungsplatz
Der Lebenslauf ergänzt die Bewerbung für eine Ausbildung und zeigt Ihren bisherigen Werdegang übersichtlich. Da vor Ausbildungsbeginn meist noch keine lange berufliche Laufbahn vorhanden ist, dürfen Schule, Praktika, Kenntnisse und Interessen entsprechend mehr Raum erhalten.
- persönliche Kontaktdaten,
- Schulbildung und voraussichtlicher Abschluss,
- Praktika, Ferienjobs und Nebenjobs,
- Sprachkenntnisse,
- IT- und Softwarekenntnisse,
- Führerschein, wenn relevant,
- ehrenamtliches Engagement,
- interessante Hobbys mit möglichem Berufsbezug sowie
- Zertifikate und besondere Kenntnisse.
Sie suchen ein Lebenslauf Muster für Ihre Bewerbung für eine Ausbildung? Im Bereich Lebenslauf Muster finden Sie kostenlose Word- und PDF-Vorlagen. Der Ratgeber Lebenslauf schreiben erklärt den Aufbau genauer.
Bewerbungsfoto ist freiwillig
Ein Foto ist für die Bewerbung für eine Ausbildung grundsätzlich keine Pflicht. Auch die IHK führt das Bewerbungsfoto als optionalen Bestandteil auf. Wenn Sie ein Foto verwenden möchten, sollte es aktuell, freundlich und professionell wirken.
Selfies, Urlaubsbilder oder stark bearbeitete Fotos sind für Bewerbungsunterlagen weniger geeignet. Kleidung und Erscheinungsbild sollten zum Ausbildungsberuf passen, müssen aber nicht übertrieben formell sein.
Weitere Hinweise bietet die Bildungsbibel zum Bewerbungsfoto.
Online-Bewerbung und E-Mail richtig vorbereiten
Viele Unternehmen nehmen die Bewerbung für eine Ausbildung inzwischen über Bewerbungsportale oder per E-Mail entgegen. Entscheidend sind die Vorgaben des jeweiligen Betriebs.
Die IHK empfiehlt bei E-Mail- und Online-Bewerbungen eine übersichtliche Zusammenstellung der Unterlagen. Wenn das Unternehmen keine abweichenden Vorgaben macht, kann es sinnvoll sein, Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und relevante Nachweise in einer gut lesbaren PDF-Datei zusammenzufassen.
- seriöse E-Mail-Adresse verwenden,
- eindeutigen Betreff schreiben,
- Dateinamen sinnvoll vergeben,
- Dateigrößen des Unternehmens beachten,
- Dokumente vor dem Absenden öffnen und kontrollieren,
- keine unnötigen Anlagen mitsenden sowie
- Telefonnummer und E-Mail-Adresse noch einmal prüfen.
Ein geeigneter Dateiname wäre beispielsweise Bewerbung_Ausbildung_Industriekaufmann_Max_Muster.pdf. Dadurch kann die Bewerbung für eine Ausbildung nach dem Herunterladen leichter zugeordnet werden.
KI bei der Bewerbung sinnvoll einsetzen
Digitale Werkzeuge und KI können bei einer Bewerbung für eine Ausbildung unterstützen, beispielsweise beim Strukturieren von Gedanken, beim Prüfen der Rechtschreibung oder beim Kürzen zu langer Formulierungen. Der endgültige Text sollte jedoch zu Ihnen passen.
Übernehmen Sie keine generischen Formulierungen, die Sie im Vorstellungsgespräch selbst nicht erklären würden. Besonders Motivation, Praktikumserfahrungen und persönliche Beispiele sollten aus Ihrer tatsächlichen Situation stammen.
Grundregel: Nutzen Sie digitale Hilfe zum Verbessern Ihrer Bewerbung, nicht zum Erfinden von Erfahrungen, Kenntnissen oder Stärken.
Wann sollten Sie sich bewerben?
Eine Bewerbung für eine Ausbildung sollte nicht erst wenige Wochen vor Ausbildungsbeginn verschickt werden. Nach aktuellen IHK-Hinweisen beginnen viele Unternehmen bereits etwa ein Jahr vorher mit der Suche. Andere Betriebe starten sechs bis neun Monate vor Ausbildungsbeginn.
Besonders größere Unternehmen, Banken, Versicherungen, Industrieunternehmen und der öffentliche Dienst können frühe Bewerbungsfristen haben. Kleinere Betriebe suchen teilweise deutlich später.
Beginnen Sie deshalb früh mit Berufswahl und Recherche. Auch wenn eine Frist bereits näher rückt, kann sich eine Bewerbung für eine Ausbildung weiterhin lohnen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bleiben jedes Jahr Ausbildungsstellen unbesetzt und teilweise ist auch ein späterer Einstieg möglich.
Aktuelle Mindestausbildungsvergütung
Für viele duale Ausbildungsberufe nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung gilt eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung. Die aktuell festgelegten Mindestbeträge für Ausbildungen, die im laufenden Kalenderjahr beginnen, betragen:
| Ausbildungsjahr | Monatlicher Mindestbetrag |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 724 Euro |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 Euro |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 Euro |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.014 Euro |
Das Bundesinstitut für Berufsbildung informiert zur aktuellen Mindestausbildungsvergütung. Tarifvertragliche Regelungen können Besonderheiten enthalten. Bei nicht tarifgebundenen Betrieben gelten zusätzlich Regeln zum Abstand von der einschlägigen tariflichen Ausbildungsvergütung.
Die gesetzliche Untergrenze sagt außerdem nicht aus, wie hoch die übliche Vergütung in Ihrem Wunschberuf tatsächlich ist. Zahlreiche Unternehmen und Tarifverträge zahlen deutlich höhere Ausbildungsvergütungen. Weitere Informationen finden Sie auf der Bildungsbibel zur Mindestausbildungsvergütung.
Ausbildungsplätze gezielt finden
Bevor Sie eine Bewerbung für eine Ausbildung schreiben können, benötigen Sie passende Ausbildungsbetriebe. Nutzen Sie am besten mehrere Suchwege gleichzeitig. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt unter anderem ihre Jobsuche, Berufsberatung, Ausbildungsmessen, Kammern und persönliche Kontakte.
- Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit: nach Beruf und Region filtern.
- Berufsberatung: Unterstützung bei Berufswahl, Stellensuche und Bewerbung erhalten.
- IHK und Handwerkskammer: regionale und bundesweite Ausbildungsangebote nutzen.
- Karriereseiten: direkt bei interessanten Unternehmen suchen.
- Ausbildungsmessen: Unternehmen persönlich kennenlernen.
- Praktika: Beruf und Arbeitgeber zunächst praktisch kennenlernen.
- Persönliche Kontakte: Familie, Freunde, Vereine und Bekannte nach Ausbildungsbetrieben fragen.
- Initiativbewerbung: bei passenden Unternehmen nach Ausbildungsmöglichkeiten fragen.
Die Bundesagentur für Arbeit bietet unter Ausbildungsplatz finden verschiedene Suchmöglichkeiten und Informationen zur Berufsberatung. Je mehr passende Wege Sie kombinieren, desto größer wird die Auswahl für Ihre Bewerbung für eine Ausbildung.
IHK-Ausbildungsportal statt früherer Lehrstellenbörse
Die frühere bundesweite IHK-Lehrstellenbörse wurde durch das Portal Meine Ausbildung in Deutschland ersetzt. Dort werden Ausbildungsangebote aus verschiedenen Regionen gebündelt und können nach Beruf und Standort durchsucht werden.
Der bisher bekannte Link zur IHK-Lehrstellenbörse wird beziehungsweise wurde in diesem Zusammenhang durch neue Angebote abgelöst. Für die aktuelle Ausbildungsplatzsuche empfiehlt sich daher das neue bundesweite Portal.
Vorlagen für einzelne Ausbildungsberufe nutzen
Eine allgemeine Bewerbung für eine Ausbildung ist ein guter Ausgangspunkt. Noch besser ist jedoch eine Vorlage, die bereits auf den gewünschten Ausbildungsberuf zugeschnitten ist.
Die Bildungsbibel bietet Muster für zahlreiche Ausbildungsberufe. Je nach Beruf unterscheiden sich Stärken, Schulkenntnisse, praktische Erfahrungen und die Motivation deutlich. Bei einer kaufmännischen Ausbildung können beispielsweise Organisation und Kommunikation wichtig sein, bei einem technischen Ausbildungsberuf eher technisches Verständnis und sorgfältiges Arbeiten.
Eine Übersicht finden Sie bei den Bewerbung Vorlagen für die Ausbildung. Verwenden Sie anschließend immer nur diejenigen Inhalte, die tatsächlich zu Ihrer persönlichen Situation passen.
Auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten
Wenn die Bewerbung für eine Ausbildung überzeugt, folgt häufig ein Vorstellungsgespräch. Manche Unternehmen setzen zusätzlich einen Online-Test, Einstellungstest oder ein Auswahlverfahren ein.
Typische Fragen sind:
- Warum möchten Sie diesen Beruf erlernen?
- Warum haben Sie sich bei unserem Unternehmen beworben?
- Was wissen Sie bereits über den Ausbildungsberuf?
- Welche Schulfächer liegen Ihnen besonders?
- Welche Erfahrungen haben Sie in Praktika gesammelt?
- Was sind Ihre wichtigsten Stärken?
- Was möchten Sie noch verbessern?
- Wie verhalten Sie sich bei Problemen im Team?
- Was erwarten Sie von Ihrer Ausbildung?
- Welche Fragen haben Sie an uns?
Die Antworten sollten mit Ihrer Bewerbung für eine Ausbildung übereinstimmen. Haben Sie im Anschreiben beispielsweise Teamfähigkeit anhand eines Vereinsprojekts hervorgehoben, sollten Sie diese Situation auch im Gespräch erklären können.
Weitere Unterstützung finden Sie auf der Bildungsbibel zum Vorstellungsgespräch.
Was tun nach einer Absage?
Eine Absage auf eine Bewerbung für eine Ausbildung bedeutet nicht automatisch, dass Ihre Unterlagen schlecht waren. Häufig bewerben sich viele geeignete Bewerber auf wenige Plätze oder ein anderer Kandidat passt bei bestimmten Kriterien etwas besser.
- Bewerben Sie sich parallel bei mehreren passenden Betrieben.
- Prüfen Sie Anschreiben und Lebenslauf erneut.
- Erweitern Sie bei Bedarf den Suchradius.
- Nutzen Sie weitere Ausbildungsbörsen.
- Sammeln Sie zusätzliche praktische Erfahrung.
- Nutzen Sie Berufsberatung oder Bewerbungsmappenchecks.
Gerade bei einer Bewerbung für eine Ausbildung kann es sinnvoll sein, das Anschreiben nach mehreren Absagen noch einmal kritisch zu prüfen. Stellen Sie sicher, dass Berufswunsch und Unternehmensbezug wirklich konkret werden.
Häufige Fehler vermeiden
- Eine Vorlage unverändert versenden: Der Betrieb erkennt schnell, wenn ein Anschreiben austauschbar ist.
- Falscher Firmenname: Kontrollieren Sie Unternehmen und Ansprechpartner besonders sorgfältig.
- Unklare Motivation: Erklären Sie, warum Sie den Beruf tatsächlich lernen möchten.
- Stärken ohne Beispiele: Belegen Sie wichtige Eigenschaften durch Schule, Praktikum oder Freizeit.
- Zu langer Text: Ein Anschreiben sollte übersichtlich und auf die wichtigsten Punkte konzentriert sein.
- Rechtschreibfehler: Lassen Sie Ihre Unterlagen möglichst von einer zweiten Person prüfen.
- Unseriöse E-Mail-Adresse: Verwenden Sie möglichst Vorname und Nachname.
- Unvollständige Anlagen: Beachten Sie die Vorgaben des Ausbildungsbetriebs.
- Erfahrungen erfinden: Angaben müssen im Vorstellungsgespräch nachvollziehbar sein.
Checkliste vor dem Absenden
Kontrollieren Sie Ihre Bewerbung für eine Ausbildung abschließend anhand dieser Punkte:
- Ist der Ausbildungsberuf korrekt bezeichnet?
- Ist der Firmenname richtig geschrieben?
- Ist der Ansprechpartner korrekt?
- Wird Ihre Motivation für den Beruf deutlich?
- Gibt es einen konkreten Bezug zum Ausbildungsbetrieb?
- Haben Sie passende Stärken mit Beispielen belegt?
- Sind Praktika und Nebenjobs sinnvoll eingebunden?
- Ist der Lebenslauf aktuell?
- Sind die verlangten Schulzeugnisse vorhanden?
- Sind Praktikumsnachweise und Zertifikate beigefügt, wenn relevant?
- Ist die PDF-Datei lesbar?
- Sind Telefonnummer und E-Mail-Adresse korrekt?
- Wurde die Rechtschreibung kontrolliert?
Eine sorgfältige Endkontrolle macht die Bewerbung für eine Ausbildung professioneller und verhindert unnötige Fehler beim ersten Kontakt mit dem Ausbildungsbetrieb.
Häufige Fragen
Welche Unterlagen brauche ich?
Meist gehören Anschreiben, Lebenslauf und aktuelle Schulzeugnisse in die Bewerbung für eine Ausbildung. Praktikumsbescheinigungen, Zertifikate oder weitere Nachweise können hinzukommen. Entscheidend sind immer die Vorgaben des Unternehmens.
Wie lang sollte das Anschreiben sein?
Ein Anschreiben sollte in der Regel auf eine DIN-A4-Seite passen. Konzentrieren Sie sich auf Motivation, Unternehmensbezug, Erfahrungen und zwei bis vier passende Stärken.
Was schreibe ich ohne Berufserfahrung?
Bei einer Bewerbung für eine Ausbildung ist fehlende Berufserfahrung normal. Nutzen Sie Schulprojekte, Praktika, Nebenjobs, Ehrenamt, Hobbys und Interessen, um relevante Fähigkeiten zu zeigen.
Sind gute Schulnoten zwingend erforderlich?
Das hängt vom Ausbildungsberuf und Arbeitgeber ab. Noten können ein Auswahlkriterium sein, aber auch Motivation, praktische Erfahrung, Auftreten und persönliche Stärken spielen eine Rolle.
Brauche ich ein Bewerbungsfoto?
Nein. Das Bewerbungsfoto ist freiwillig. Falls Sie Ihrer Bewerbung für eine Ausbildung ein Foto hinzufügen, sollte es professionell und aktuell sein.
Wann sollte ich mich bewerben?
Viele Unternehmen beginnen sechs bis zwölf Monate vor Ausbildungsbeginn mit der Suche. Einzelne Arbeitgeber starten sogar noch früher. Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig über Bewerbungsfristen.
Wie hoch ist die Mindestausbildungsvergütung?
Für neu beginnende duale Ausbildungen nach BBiG beziehungsweise Handwerksordnung liegen die aktuellen gesetzlichen Mindestbeträge bei 724 Euro im ersten, 854 Euro im zweiten, 977 Euro im dritten und 1.014 Euro im vierten Ausbildungsjahr. Tarifliche Besonderheiten sind zu beachten.
Darf ich KI für das Anschreiben verwenden?
Digitale Werkzeuge können beim Strukturieren, Kürzen und Korrigieren helfen. Die Bewerbung für eine Ausbildung sollte trotzdem Ihre tatsächliche Motivation, Erfahrungen und Ausdrucksweise widerspiegeln. Erfinden Sie keine Kenntnisse oder Erlebnisse.
Fazit: Motivation und persönliche Beispiele entscheiden
Eine Bewerbung für eine Ausbildung muss nicht mit langjähriger Berufserfahrung überzeugen. Für Ausbildungsbetriebe ist vielmehr wichtig, ob Sie sich mit dem Beruf beschäftigt haben, lernbereit sind und nachvollziehbar erklären können, warum die Ausbildung zu Ihnen passt.
Nutzen Sie Praktika, Schulprojekte, Nebenjobs, Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten, um Ihre Fähigkeiten mit Beispielen zu belegen. Eine Bewerbung für eine Ausbildung wirkt dadurch persönlicher und deutlich aussagekräftiger als ein Anschreiben mit allgemeinen Standardsätzen.
Passen Sie außerdem jede Bewerbung an den jeweiligen Betrieb an. Informieren Sie sich über das Unternehmen und erklären Sie kurz, was Sie an diesem Ausbildungsplatz interessiert. Der Unternehmensbezug ist ein wichtiger Unterschied zwischen einem allgemeinen Muster und einer individuellen Bewerbung für eine Ausbildung.
Die kostenlose Word-Vorlage und das PDF-Muster der Bildungsbibel bieten Ihnen dafür eine praktische Grundlage. Ergänzen Sie einen übersichtlichen Lebenslauf, aktuelle Zeugnisse und relevante Nachweise und prüfen Sie anschließend alle Angaben sorgfältig.
Beginnen Sie möglichst früh mit der Suche nach Ausbildungsplätzen und nutzen Sie mehrere Wege gleichzeitig. So erhöhen Sie die Auswahl geeigneter Unternehmen und können Ihre Bewerbung für eine Ausbildung gezielt dort einsetzen, wo Beruf, Betrieb und Ihre eigenen Interessen gut zusammenpassen.
Weitere Informationen
Diese Inhalte können Ihre Bewerbung für eine Ausbildung und die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz zusätzlich unterstützen:
- Sie finden eine Beschreibung der Ausbildungsberufe mit Voraussetzungen, Gehalt und Ausbildungsinhalten.
- Suchen Sie nach einem Praktikum, kann Ihnen weiterhin die Seite der Bundesagentur für Arbeit zu Jobs und Praktika weiterhelfen.
- Der frühere Zugang über die IHK-Lehrstellenbörse wurde durch neue Angebote ersetzt. Aktuell steht dafür insbesondere Meine Ausbildung in Deutschland zur Verfügung.
- Die Bundesagentur für Arbeit erklärt die Ausbildungsplatzsuche und bietet Zugang zur Berufsberatung.
- Die IHK Region Stuttgart gibt Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Bewerbungsunterlagen.
- Das Bundesinstitut für Berufsbildung informiert über die Mindestausbildungsvergütung.

