Ernährungsberater Ausbildung Kosten, Voraussetzungen, Inhalte, Aufgaben

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Ernährungsberater Ausbildung

Die Ernährungsberater Ausbildung Kosten, Voraussetzungen und Inhalte
Die Ernährungsberater Ausbildung Kosten, Voraussetzungen und Inhalte

Die Ernährungsberater Ausbildung unterscheidet sich je nach Anbieter. Bei privaten Instituten sind die Kurse in mehrere Blöcke mit verschiedenen Inhalten eingeteilt. Unter anderem erhalten Sie Informationen zu den Voraussetzungen, Kosten, Inhalten und beruflichen Perspektiven der Ausbildung.

Inhalte

Bei der Ernährungsberater Ausbildung können folgende Lerninhalte vermittelt werden, so bilden in der Regel folgende Inhalte einen Rahmenlehrplan.

Block 1

  • Ernährungslehre
  • Lebensmittelkunde
  • Anatomie und Physiologie der Verdauung
  • ernährungsbedingte Krankheiten

Block 2

  • Grundlagen gesunder Kost
  • Ernährung unterschiedlicher Zielgruppen
  • Ernährung zum Abnehmen
  • alternative Ernährungsformen wie Veganismus und Vegetarismus, Fasten, Trennkost oder ayurvedische Ernährung.

Block 3

  • Gesprächstechniken
  • individuelle Beratungen
  • Buchhaltung, Steuerrecht und Selbstvermarktung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, ein gemeinnützig eingetragener Verein, bietet unter anderem zusätzliche Lehrinhalte an wie Ernährungssoziologie, Epidemiologie, Nährstoffwerte, Nahrungsmittelergänzung und Nährwertberechnung an.

Voraussetzungen

Wichtigste Voraussetzung für den Beruf des Ernährungsberaters ist ein generelles Interesse an gesundheitlichen Themen. Je nach Schulabschluss und Vorbildung stehen dem Studierenden mehrere Möglichkeiten offen.

Unter dem Begriff Ernährungsberater werden drei wesentliche Gruppen zusammengefasst: der Ernährungswissenschaftler, der Oecotrophologe und der Diätassistent. Die beiden erstgenannten setzen ein Hochschulstudium voraus. Aber auch mit einem mittleren Schulabschluss besteht die Möglichkeit, Ernährungsberater zu werden.

Kosten

Die Bildungseinrichtungen sind in diesem Bereich jedoch private Institute wie die SGD, die Studiengemeinschaft Darmstadt oder das ILS, Institut für Lernsysteme, um nur zwei zu nennen. Je nach Art und Dauer (zwischen vier und 15 Monaten) der Kurse können mehrere tausend Euro an Kosten auf den Studierenden zukommen.

Wer bereits einen Beruf aus dem Gesundheitswesen erlernt hat, ist daher im Vorteil, da die Ausbildung zum Ernährungsberater als Weiterbildung erfolgt. So reduzieren sich die Kosten und die Ausbildungszeit ist kürzer. Angeboten werden von den Instituten sowohl Kurse vor Ort als auch Fernkurse. Auf diese Weise kann jeder selbst entscheiden, welche Lernform für ihn geeignet ist. Kursinhalte und Prüfungsinhalte unterscheiden sich dabei nicht.

Prüfung und Zertifizierung

Nach bestandener Prüfung erteilt das Institut ein Zeugnis oder Zertifikat. Allerdings ist die Berufsbezeichnung Ernährungsberater nicht gesetzlich geschützt. Auch nicht die Zertifikate privater Institute. Eine Ausnahme bildet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Die DGE zertifiziert ihre ausgebildeten Ernährungsberater, die damit staatlich anerkannt sind. Voraussetzungen dafür sind allerdings Abschlüsse als Oecotrophologe oder Ernährungswissenschaftler. Bei den Diätassistenten entfällt diese Zusatzqualifikation, da sie zu den sogenannten Heilhilfsberufen gehören. Diätassistenten können direkt bei ihrem Berufsverband ein entsprechendes Zertifikat beantragen. Das Zertifikat muss alle drei Jahre durch Weiterbildung erneuert werden.

Perspektiven

Qualifizierte Ernährungsberater haben vielfältige Möglichkeiten, ihren Beruf auszuüben. Als Selbständiger kann man eine eigene Beratungspraxis eröffnen. Auch Angestelltenverhältnisse in Arztpraxen, medizinischen Gesundheitszentren, Kurbetrieben, Altenheimen, hauswirtschaftlichen Einrichtungen, Sporteinrichtungen, Apotheken, Reformhäusern, Naturkostläden oder in Wellnesszentren sind Optionen. Ebenso bieten sich Möglichkeiten in der Gastronomie, der Lebensmittelbranche oder im pädagogischen Bereich (Kindergarten, Schulen). Wie seriös ein Ernährungsberater ist, lässt sich unter anderem daran erkennen, dass er in seinen Beratungssitzungen keine Verkaufsgespräche führt und weder für einen Hersteller noch ein Produkt wirbt.

Aufgaben

Grundsätzliche sind die Aufgaben von Ernährungsberatern die Förderung einer gesunden Ernährung und des Gesundheitsbewusstseins, die Aufklärungsarbeit und die eigentliche Beratung.

Gesunde Ernährung fördern

Ernährungsberatung: Essen ist einfach, sollte man annehmen, aber in Zeiten von Fast Food, Massentierhaltung, genmanipulierten Nahrungsmitteln und fragwürdigen Erzeugungsmethoden nimmt die Verunsicherung darüber, was sich eigentlich noch guten Gewissens verzehren lässt, massiv zu. Daher gewinnt die Ernährungsberatung immer mehr an Bedeutung.

Aufklärungsarbeit

Das Thema Ernährung ist schon lange in den Fokus des öffentlichen und privaten Interesses gerückt. Die Folgen der Fehlernährung beeinträchtigen nicht nur den Einzelnen, sondern entwickeln sich zunehmend zu einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problem. Ernährungsbedingte Erkrankungen und die steigende Zahl von Übergewichtigen alarmieren die Krankenkassen, die Aufklärung und Vorbeugung fordern, um den explodierenden Kosten im Gesundheitswesen entgegenzuwirken.

Gesundheitsbewusstsein fördern

In der Bevölkerung wiederum ist das Interesse an Ernährung und körperlichem Wohlbefinden ebenso gewachsen wie das Gesundheitsbewusstsein. Der Wunsch der Menschen, sich gesund zu ernähren, ist groß. Das Wissen über die richtige Ernährung im Vergleich dazu jedoch relativ gering. Ernährungsberater sind daher mehr denn je gefordert, den Ratsuchenden zur Seite zu stehen, Hilfe zu leisten, Aufklärung und Anleitung zu bieten.

Ernährungsberatung

Ernährungsberater richten ihr Angebot, im Gegensatz zu Diättherapeuten, an gesunde Menschen, die sich in einer besonderen Lebenssituation befinden und entsprechende Anweisungen und Ratschläge benötigen. Wer etwa eine alternative Ernährungsform sucht oder seine Lebensweise umstellen möchte, kann sich ebenso beraten lassen, wie Sportler, Schwangere, Stillende oder Menschen die mit Übergewicht zu kämpfen haben, aber noch keine Folgeerkrankung zeigen. Auch die Ernährung von Babys, Kindern, Jugendlichen und Senioren fällt in den Aufgabenbereich eines Ernährungsberaters. Ebenso die besonderen Erfordernisse der Ernährung bei einer vorliegenden Allergie.

Im Zentrum einer Ernährungsberatung steht grundsätzlich eine umfassende Aufklärung. Es werden Informationen über die Ernährung vermittelt. Dazu gehören:

  • ernährungsphysiologische und biochemische Zusammenhänge
  • die Aufklärung über Herstellungsprozesse bei Nahrungsmitteln und Lebensmittelstrukturen
  • Das Essverhalten, Lebensführung und der Sport sind ebenfalls Themen der Ernährungsberatung.

Somit kann sich eine Ernährungsberater Ausbildung für die Zukunft lohnen. Den die Ernährungsberatung wird zukünftig immer wichtiger werden. Alternativ könnten Sie auch eine Heilpraktiker Ausbildung beginnen und Ihren Schwerpunkt auf Ernährungsberatung setzten.