Wie hoch sind die Kosten für einen Avalkredit?

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Avalkredit Kosten

Die Bank erhält eine Avalprovision, die aber in aller Regel unter dem Marktzins liegt, da die Bank die Mittel nicht aufbringen muss. Nach Art. 166 CRR ist das Volumen lediglich mit 50 % Eigenmitteln abzusichern. Allerdings kann die Provision bzw.   die Kosten bei erhöhtem Ausfallrisiko und bei länger andauernder Avalleistung steigen. Die Mietkautionsversicherung, wie sie durch Versicherungsgesellschaften angeboten wird, fällt daher nicht uneingeschränkt unter die Bestimmungen des Kreditwesengesetzes für den Avalkredit.

Das wäre nur dann der Fall, wenn die Hausbank des Kunden diese Bürgschaft kurzfristig übernimmt, weil der Umzugstermin vor der Tür steht und der Mieter momentan die Summe nicht aufbringen kann. Er wird sie alsbald in bar beim Vermieter hinterlegen, damit erlischt die Avalkreditbürgschaft der Bank. Alternativ wird sich der Mieter um eine Kautionsversicherung einer Versicherungsgesellschaft bemühen. Mit dieser entsteht aber wegen der andauernden Haftung der Versicherung (über die gesamte Mietdauer, also oft über viele Jahre) ein neues Rechtsverhältnis zwischen dem Bürgschaftsgläubiger (dem Vermieter) und der Versicherung. Dieses erhöhte Risiko bezahlt der Avalkreditnehmer (= Mieter) mit einem fortwährenden Zins. Daher sind Kautionsbürgschaften über einen Versicherer per se teuer. Die hinterlegte Barkaution hingegen wird vom Vermieter verzinst. Die Kosten variieren derzeit zwischen ca. 1,5 – 3,0 % je nach Bank und Art des Avalkredits. Auf jeden Fall sollten Sie sich nochmals bei Ihrer Bank oder anderen Kreditinstituten erkundigen.

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