Tourismusstudium, Fernstudium und duales Studium

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Tourismusstudium – Tourismusmanagement Inhalte, Voraussetzungen, Schwerpunkte

Tourismusstudium, duales Studium und Fernstudium
Tourismusstudium, duales Studium und Fernstudium

Das Tourismusstudium: Die Grundlage für eine internationale Karriere in einem spannenden Markt. Insgesamt gilt die Tourismusbranche als stärkster Wirtschaftszweig der Welt. Stellen in dem Bereich – besonders Management-Positionen – sind äußerst attraktiv und vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt. Hier erfahren Sie mehr zu den Schwerpunkten, den Voraussetzungen und den Inhalten eines Studiums im Bereich Tourismus. Der Studiengang kann als klassisches Studium vor Ort, Fernstudium oder duales Studium absolviert werden.

Deshalb entscheiden sich Abiturienten immer wieder gerne für ein Tourismusstudium. Hierzulande gibt es inzwischen über 50 Bachelor- und Masterstudiengänge in diesem Bereich. Sie bereiten Studenten auf eine Führungsposition im Tourismus- bzw. Reisewesen vor und öffnen somit die Türen für eine aussichtsreiche Karriere im internationalen Umfeld. Dazu vermittelt das Tourismusstudium betriebswirtschaftliche Grundlagen, Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen. Zahlreiche Fachhochschulen bieten den Studiengang an. Aber auch berufsbegleitend – als Fernstudium oder Duales Studium – kann ein akademischer Abschluss im Bereich Tourismus erworben werden. Oft kommt dann zum reinen Tourismus ein weiteres Fach, wie zum Beispiel Hotel- oder Eventmanagement, hinzu.

Schwerpunkte und Inhalte des Tourismusstudiums

Schwerpunkte und Inhalte: Das Tourismusstudium vermittelt zunächst grundlegende Kenntnisse in BWL und VWL sowie allgemeines Management Know-how. Hinzu kommen studiengangspezifische Inhalte, die je nach Hochschule leicht variieren. Dazu gehören in der Regel:

  • Tourismusökonomie,
  • Tourismuspolitik,
  • Hotel- und Ressortmanagement,
  • Tourismus- und Hotelmarketing,
  • Event- und Tourismusrecht,
  • Destinationsmanagement,
  • Reisemanagement,
  • Reiseveranstalter- und Reisemittlermanagement,
  • Mobilität- und Verkehrsträgermanagement sowie
  • Internationales Tourismusmanagement.

Daneben werden Englischkenntnisse vertieft und mindestens eine weitere Fremdsprache gelehrt. Häufig finden Vorlesungen und Seminare sogar ausschließlich auf Englisch statt. Zusätzlich fördern die meisten Studiengänge im Tourismusbereich interkulturelle Kompetenzen.

Tourismus Studium Ablauf von Bachelor und Master Studiengang

Tourismus kann sowohl mit Bachelor- als auch mit Masterabschluss studiert werden.

Bachelor Studium

Der Bachelorstudiengang ist in der Regel in ein Grund- und Hauptstudium aufgeteilt, wobei das Grundstudium üblicherweise die ersten zwei bis drei Semester umfasst. Es vermittelt wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen sowie grundlegendes Wissen im Bereich Tourismusmanagement.

In den folgenden Semestern werden je nach Studiengang verschiedene Spezialisierungen, wie zum Beispiel Destinationsmanagement oder Tourismusmarketing vertieft. Dazu bieten viele Hochschulen auch Wahlmodule an. Sie erlauben den Studierenden je nach Interesse selbst Schwerpunkte zu setzen.

Um Sprachkenntnisse zu verbessern und interkulturelle Kompetenzen zu stärken, schreiben viele Hochschulen mindestens ein Auslandssemester vor. Außerdem gehört häufig auch ein Praxissemester zum Studieninhalt, welches in der Regel auch im Ausland absolviert werden kann. Üblicherweise schließt der Bachelorstudiengang mit der Bachelorarbeit nach 6 oder 7 Semestern ab. Dabei handelt es sich um eine schriftliche Arbeit, die ein bestimmtes Thema aus dem Tourismusbereich wissenschaftlich untersucht. An manchen Hochschulen gehört zum Abschluss auch eine mündliche Prüfung oder eine Präsentation der Bachelorarbeit.

Master Studium

Anschließend erhalten die Absolventen den Titel Bachelor of Arts (B.A.) und können sich nun für einen vertiefenden Masterstudiengang einschreiben. Dieser dauert für gewöhnlich 4 Semester und widmet sich vertiefend einem bestimmten Studienschwerpunkt.

Die Qual der Wahl: Welcher Studiengang ist der richtige?

Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten, ist es nicht immer leicht, den richtigen Studiengang zu finden. Viele Fragen müssen angehende Studenten zunächst für sich beantworten. Fachhochschule oder Universität? Vollzeitstudium oder berufsbegleitend? Bachelor oder Master? Auslandssemester oder Praktikum in Übersee?

Wichtig ist es in jedem Fall darauf zu achten, dass der Studiengang von einer Akkreditierungsagentur, wie zum Beispiel der FIBAA oder der ACQUAS offiziell akkreditiert – sprich zugelassen – wurde. Außerdem gilt: Wer hoch hinaus möchte, sollte sich nach erfolgreichem Bachelorstudium noch für einen Master entscheiden.

Voraussetzungen für das Tourismusstudium

Um Tourismus studieren zu können, wird prinzipiell die Allgemeine Hochschulreife, die Fachgebundene Hochschulreife oder mindestens die Fachhochschulreife vorausgesetzt. An vielen Fachhochschulen können aber auch Meister, Techniker oder Fachwirte studieren. Zum Teil müssen sie dafür zunächst an einem Eignungsverfahren teilnehmen. Einige Hochschulen haben zudem einen NC oder ein internes Auswahlverfahren.

Neben einem qualifizierenden Schulabschluss werden in der Regel auch ein Vorpraktikum im Tourismuswesen sowie gute Englischkenntnisse gefordert. Letztere sind oft durch einen geeigneten Nachweis zu belegen. Nicht immer reicht dazu der Verweis auf dem Abiturzeugnis aus.

Viele Hochschulen fordern einen anerkannten Englisch-Test. Dazu gehören zum Beispiel: IELTS (International English Language Testing System), Cambridge Examinations, TOEFL (Test of English as a Foreign Language). Bewerber mit einem ausländischen Schulabschluss müssen zusätzlich die notwendigen Deutschkenntnisse nachweisen.

Als persönliche Qualifikationen sollten Tourismusstudenten auf jeden Fall Interesse an betriebswirtschaftlichen Themen sowie mathematische Fähigkeiten mitbringen. Zudem sind eine aufgeschlossene Persönlichkeit sowie die Begeisterung für andere Sprachen und Kulturen notwendig.

Perspektiven nach dem Studium

Das Tourismusstudium öffnet zahlreiche internationale Türen und bereitet Studenten auf einen sehr spannenden Markt vor. Insgesamt beschäftigt die Branche weltweit über 100 Millionen Menschen, wobei Tourismusmanager oder -innen unterschiedlichste Aufgaben in verschiedenen Positionen übernehmen. Prinzipiell sind sie jedoch für die Entwicklung, Umsetzung, Betreuung und Vermarktung von diversen Tourismus- und Freizeitangeboten zuständig.

Folglich werden sie meist in folgenden Managementpositionen beschäftigt:

  • Produktmanager
  • Sales Manager
  • Marketing Manager
  • Destination Manager
  • Hoteleinkäufer oder
  • Reisebüroleiter

Dabei werden sie in allen Branchen tätig, die direkt oder indirekt mit Tourismus, Gastgewerbe oder Freizeitwirtschaft zu tun haben. Beliebte Arbeitgeber sind:

  • Reiseveranstalter und Reisevermittler
  • Hotels und Hotelkonzerne
  • Fluggesellschaften
  • Freizeitzentren und Erlebniswelten
  • Kreuzfahrtschiffe
  • Wellnesseinrichtungen
  • Kurhotels und -Bädern
  • Destinationsagenturen
  • Kultur- und Sportevents
  • Unternehmensberatungen und
  •  Agenturen und Nichtregierungsorganisationen.

Wer sich zum Beispiel für den Studienschwerpunkt Destinationsmanagement entscheidet, kann später die Führung oder strategische Ausrichtung eines inländischen Urlaubsziels übernehmen. Das bedeutet zwar ständiger Kontakt zu Anbietern touristischer Leistungen, dafür aber weniger Kontakt zu Urlaubern und Gästen. Mit letzteren haben Manager im Tourismusmarketing verstärkt zu tun. Und wer nach dem Studium lieber im Ausland tätig sein möchte, sollte sich für ein Studium International Tourism Management entscheiden.

Verdienst und Gehalt nach dem Studium

Verdienst oder Gehalt: Auch in der Tourismusbranche sind teilweise Topgehälter möglich. Allerdings liegen die Verdienstmöglichkeiten von Tourismusmanagern im Vergleich zu Managern anderer Branchen eher im unteren Bereich. Ein Hotelmanager verdient durchschnittlich pro Monat etwa 4.500 Euro Brutto.

Die genaue Höhe, nach einem Tourismusstudium, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Dazu gehören die genaue Position, Berufserfahrung, die Größe der Firma und der Unternehmensstandort. Außerdem verdienen Managerinnen in dieser Branche ausnahmsweise etwas mehr im Durchschnitt als ihre männlichen Kollegen.

Weiterführende Informationen

 

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