Operatives Management Instrumente, Teilbereiche, Definition, Ziele, Aufgaben

Weiterbildung und Fortbildung  – Online lernenManagement lernen – Operatives Management Instrumente, Teilbereiche, Definition, Ziele, Aufgaben

Operatives Management, der Übergang ins Tagesgeschäft

Operatives Management Instrumente, Teilbereiche, Definition, Ziele, Aufgaben
Operatives Management Instrumente, Teilbereiche, Definition, Ziele, Aufgaben

Durch den konstanten Anstieg der Globalisierung und die immer flexibler werdenden Rahmenbedingungen gestaltet sich die langfristige Planung für Unternehmen zunehmend schwieriger. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, ein zuverlässiges operatives Management im Unternehmen zu etablieren, welches flexibel auf veränderte Marktverhältnisse reagieren kann, um die Ziele der strategischen Planung dennoch zu erreichen. Doch was versteht man unter operativem Management, wer ist im Unternehmen dafür zuständig und welche Aufgabenbereiche umfasst es? Weiterhin lernen Sie mehr zur Definition, den Aufgaben und Zielen sowie zu den unterschiedlichen Teilbereichen des operativen Managements. Zusätzlich erhalten Sie Informationen zu gängigen Instrumenten.

Was ist operatives Management?

Das operative Management ist eine Teildisziplin des Managements, bei der die Steuerung des Aufgabenvollzugs im Vordergrund steht. Das besondere Merkmal des operativen Managements ist dabei sein kurzfristiger Zeithorizont, der üblicherweise unter einem Jahr liegt. Das ist auch der Grund, warum operatives Management im finanzwirtschaftlichen Sinne besonders im Zeitraum der jährlichen Haushaltsplanung zum Tragen kommt.

Strategisches Management und operatives Management

Um den Unterschied zwischen dem strategischen und operativen Management zu verdeutlichen, trifft man in der Literatur häufig auf die Aussage „Die richtigen Dinge tun und dann die Dinge richtig tun„.

  • Strategisches Management: Der erste Teil dieser Aussage betrifft das strategische Management. Hierbei werden langfristige Unternehmensziele definiert, die den zukünftigen Erfolg des Unternehmens sicherstellen sollen. Aus den Zielvorgaben der strategischen Planungen werden im Nachgang Aufgaben abgeleitet, die richtig umgesetzt werden müssen.
  • Operatives Management: Die definierten Dinge können jedoch nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn diese auch richtig getan werden und das ist die Aufgabe des operativen Managements. Das operative Management muss dabei flexibel auf geänderte Umwelteinflüsse reagieren. Erhöhen sich beispielsweise Kosten für Rohstoffe oder kommt es zu Umschwüngen im Käuferverhalten, so kann das operative Management mit einer adäquaten Preispolitik auf diese geänderten Rahmenbedingungen reagieren und so Zielvorgaben aus dem strategischen Management dennoch umsetzen.

Als weiteres Bindeglied zwischen dem strategischen Management und dem operativen Management, dient das taktische Management.

Zielvorgaben im operativen Management

Aufgrund seiner zeitlichen Komponente betrifft das operative Management hauptsächlich das Tagesgeschäft, wobei Zielvorgaben detailliert ausformuliert werden. Mehrfach geht es darum, mittel- und langfristige Ziele wie produktorientierte Zielvorgaben oder Kennzahlen effektiv umzusetzen. Zu diesem Zwecke müssen Führungskräfte die einzelnen Aufgaben den passenden Teams oder Mitarbeitern zuweisen, die Ausführung derer steuern und bei Bedarf Anpassungen vornehmen.

Was sind die Aufgaben des operativen Managements?

Die Hauptaufgabe des operativen Managements liegt in der konkreten Ausführung der Prozesse, die aus den Zielvorgaben des strategischen Managements abgeleitet werden. Das Aufgabengebiet selbst erstreckt sich dabei von der Personalwirtschaft, über das Controlling und Marketing bis hin zur Preispolitik und der Produktion.

Operatives Management im Controlling

Im Bereich des Controllings werden insbesondere die

  • Budgetierung,
  • die Kostenrechnung,
  • die Plankostenrechnung
  • und die Erfolgsplanung

der operativen Planung zugeordnet, wobei diese auch als ein System aus Teilplänen angesehen werden kann. So fallen im weiteren Sinne auch

  • Investitionsplanungen,
  • die Bilanzplanung
  • und auch die Finanzplanung

in den Bereich des operativen Managements. Die einzelnen Teilpläne müssen obgleich immer mit den Vorgaben aus der strategischen Planung abgestimmt werden.

Operatives Management in der Personalwirtschaft

Im Bereich der Personalwirtschaft beschäftigt sich das operative Management beispielsweise mit Engpässen, die aufgrund von Krankheiten und Urlauben entstehen. Zudem ist das operative Management auch Ausgangspunkt für die Mitarbeiterführung und die Mitarbeiterbeurteilung, wobei die Kommunikation und Mitarbeitermotivation im Vordergrund steht. Jeder Mitarbeiter muss wissen, welchen Beitrag er persönlich zum Unternehmenserfolg leisten kann. Um dies zu erreichen, können beispielsweise jährliche Mitarbeitergespräche durchgeführt werden, in denen es zur Setzung persönlicher Zielvorgaben kommt.

Operatives Management in der Produktion

Im operativen Bereich wird auch der Einsatz der Produktionsmittel geplant. Es muss sichergestellt werden, dass die notwendigen Materialien in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen und dass diese zu entsprechenden Konditionen beschafft werden können. Auch der rechtzeitige Transport der notwendigen Güter und die Überwachung der laufenden Geschäftsprozesse sind Aufgaben des operativen Managements.

Operatives Management im Marketing

Das operative Management steuert die vereinbarten Marketinginstrumente im Marketing-Mix. Es ist somit für die Analyse, Planung und den Einsatz der jeweiligen Instrumente zuständig. Zudem sind laufende Erfolgskontrollen der gesetzten Maßnahmen sowie bedarfsgerechte Adaptierungen ebenfalls dem operativen Bereich zuzuordnen.

Operatives Management in der Preispolitik

Die Preispolitik, als Teilbereich des Marketing-Mix, ist einer der wichtigsten Aufgabenbereiche des operativen Managements. In diesem Sektor können beispielsweise Mengen- oder Zeitrabatte vereinbart werden. Auch Liefer- und Zahlungsbedingungen sowie Garantien, Umtauschrechte und Zahlungsarten werden für gewöhnlich vom operativen Management abgewickelt.

Instrumente des operativen Managements

Die Instrumente des operativen Managements unterscheiden sich nicht wesentlich von denen des strategischen Managements. So kommen Instrumente wie die Planung und das Berichtwesen ebenso zum Einsatz wie Balanced Scorecards oder Instrumente des Marketing-Mix. Ein weiteres Instrument stellt die ABC-Analyse oder SWOT-Analyse dar.

Balanced Scorecards als Bindeglied zwischen strategischem und operativem Management

Die Balanced Scorecard nach Kaplan und Norton kann als Bindeglied zwischen dem strategischen und operativen Management angesehen werden. Das Instrument soll dabei Schwierigkeiten frühzeitig erkennen und so die Abstimmung der beiden Teildisziplinen vereinfachen. Durch eine Anpassung des Berichtwesens kann so beispielsweise eine ausgewogene und einheitliche Steuerung mittels Kennzahlen erreicht werden.

Herausforderungen im operativen Management

Besonders bei veränderten Rahmenbedingungen kommt es im operativen Management nicht selten zu Schwierigkeiten. Fehler, die in der strategischen Planung gemacht wurden, müssen häufig vom operativen Management ausgeglichen werden. Hat es ein Unternehmen beispielsweise über Jahre versäumt, einen soliden Kundenstamm aufzubauen, so kann es aufgrund von Zielvorgaben Aufgabe des operativen Managements sein, mithilfe von kurzfristigen ad hoc Aktionen diesen Mangel auszugleichen, um die Zielvorgaben zu erreichen.

Auch Versäumnisse beim Aufbau von Know-how im Personalbereich oder Entscheidungen über die Ausstattung Produktionsanlagen werden in vielen Fällen erst im operativen Management ausschlaggebend. Um das Erfolgspotenzial optimal ausschöpfen zu können, müssen Manager daher in vielen Fällen in der operativen Planung Entscheidungen treffen, die genau genommen Teil der strategischen Planung gewesen wären.

Fazit

Das operative Management ist einer der Schlüsselbereiche im Management eines jeden Unternehmens. Es ist das operative Management, welches aus Zielvorgaben des strategischen Managements konkrete Maßnahmen ableitet und erst durch die Bündelung der Funktionsbereiche und Zuweisung der einzelnen Aufgaben den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens sicherstellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.