Güterarten Übersicht, Unterschied, Beispiele, Definitionen Güter – Wirtschaft, BWL lernen

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Der Unterschied zwischen den unterschiedlichen Güterarten – Eine Übersicht mit Definitionen und Beispielen

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Güterarten Übersicht, Unterschied, Beispiele, Definitionen Güter – Wirtschaft, BWL lernen

Der Begriff Güter bzw. die Güterarten werden je nach Ihrem Kontext (Sinnzusammenhang) anders bezeichnet und definiert. Hier lernen Sie den Unterschied der Güterarten anhand der wichtigsten Merkmale erklärt und mit Beispielen versehen. Vorgestellt werden freie Güter, wirtschaftliche Güter, Konsumgüter, Investitionsgüter, materielle und immaterielle Güter, Komplementärgüter und Substitutionsgüter, meritorische und demeritorische Güter, Verbrauchsgüter und Gebrauchsgüter, rivale und nicht rivale Güter sowie inferiore und superiore Güter.

Güterarten und deren Bedeutung zu den Themen demeritorische Güter, freie Güter, Gebrauchsgüter, Güter nach Dringlichkeit oder Erscheinungsform, immaterielle Güter, Individualgüter, inferiore Güter, Investitionsgüter, Kollektivgüter, Komplementärgüter, Konsumgüter, materielle Güter, meritorische Güter, nicht rivale Güter, rivale Güter, Substitutionsgüter, superiore Güter, Verbrauchsgüter und wirtschaftliche Güter.
Güterarten und deren Bedeutung zu den Themen demeritorische Güter, freie Güter, Gebrauchsgüter, Güter nach Dringlichkeit oder Erscheinungsform, immaterielle Güter, Individualgüter, inferiore Güter, Investitionsgüter, Kollektivgüter, Komplementärgüter, Konsumgüter, materielle Güter, meritorische Güter, nicht rivale Güter, rivale Güter, Substitutionsgüter, superiore Güter, Verbrauchsgüter und wirtschaftliche Güter.

Freie Güter und wirtschaftliche Güter

Freie Güter sind für jeden kostenlos. Denn es herrscht keine Knappheit an freien Gütern vor, sodass sich auf einem Markt keine Nachfrage entwickeln würde. Meist kommen freie Güter aus der Natur.

  • Ein Beispiel für ein freies Gut wäre der Sand am Meer oder in der Wüste. Er kann beliebig genutzt werden, ohne dass dafür bezahlt werden müsste. Da es keine Knappheit an Sand gibt, würde auch niemand für ihn bezahlen. Weitere Beispiele sind das Sonnenlicht oder das Meerwasser.

Der Gegensatz zu freien Gütern besteht aus wirtschaftlichen Gütern, die mit Mangel, Nachfrage und Angebot den Gesetzen des Marktes folgen und für die ein Gegenmittel (Geld) erbracht werden muss.

Immaterielle Güter und Sachgüter

Immaterielle Güter sind nicht gegenständliche Güter, die einen Wert haben und auf dem Markt angeboten werden. Dabei werden die immateriellen Güter in Dienstleistungen, Informationen und Rechte eingeordnet.

  • Dienstleistungen beziehen sich dabei auf bezahlte Dienste wie das Haare schneiden beim Friseur oder das Engagieren einer Babysitterin, um für eine bestimmte Zeit das Kind hüten zu lassen.
  • Bei Informationen möchte der Kunde an für ihn wichtige Aussagen herankommen. So bezahlt z. B. eine Zeitung bestimmte Personen dafür, dass sie der Zeitung ein Interview gewähren oder interessante Informationen zukommen lassen.
  • Auch für Rechte muss man unter Umständen bezahlen. Dabei kann es z. B. um Rechtsberatung beim Anwalt gehen oder um die Anmeldung eines Patents.

Sachgüter, auch materielle Güter sind hingegen gegenständlich bzw. bestehen aus anderen Stoffen und Materialien. Sachgüter können Sie anfassen. Typische Beispiele sehen Sie täglich beim Einkaufen in den unterschiedlichsten Geschäften.

Komplementärgüter und Substitutionsgüter

Komplementärgüter sind Güter, die nur zusammen genutzt werden können. Beispiele dafür wären Drucker und Patrone, Toast und Toastbrot und CD-Player und CD.

Substitutionsgüter bezeichnen hingegen Güter, die sich durch andere Güter ersetzen lassen. Wichtig ist dabei noch, dass der Nutzen des Gutes gleich ist. So kann Butter durch Margarine, der Filzstift durch einen Buntstift oder das Auto durch Bus und Bahn ersetzt werden.

Meritorische und demeritorische Güter

Bei dieser Unterscheidung werden die Güter hinsichtlich ihres allgemeinen Nutzens bzw. Schadens unterschieden. Meritorische Güter wie zum Beispiel Wohnraum, ÖPNV oder Bildungseinrichtungen gelten für eine Gesellschaft als nützlich, sodass der Staat diese subventioniert oder bewirbt, um das Angebot zu stärken.

Demeritorische Güter wie Alkohol, Tabak, Glücksspiele und Prostitution hingegen gelten im Hinblick auf die Nachteile als problematisch und werden deswegen mit Zusatzsteuern und anderen Restriktionen belegt, um den Gebrauch dieser Güter zu erschweren.

Konsumgüter und Investitionsgüter

Konsumgüter werden für den privaten Verbrauch gekauft. So zum Beispiel der privatgenutzte PKW, das Essen zu Hause im Kühlschrank, die Wohnzimmereinrichtung usw..

Dagegen sind Investitionsgüter Güter, die von Unternehmen für den Produktionsprozess erworben werden. Ein Verpackungsunternehmen, das für seine Lagerhalle einen Gabelstapler kauft, kauft damit kein Konsumgut, sondern ein Investitionsgut. Ein Synonym für Investitionsgüter sind Produktionsgüter, wo bereits im Namen anklingt, dass diese für die Produktion benötigt werden.

Verbrauchsgüter und Gebrauchsgüter

Bei dieser Unterscheidung geht es um die Beständigkeit von Gütern. Verbrauchsgüter sind dabei Güter ohne längeren Bestand. Sie sind für den (schnellen) Verbrauch bestimmt wie z. B. eine Tafel Schokolade. Gebrauchsgüter dagegen entfalten ihren Nutzen nicht durch Verbrauch, sondern durch Gebrauch wie z. B. ein Computer oder ein Telefon.

Rivale und nicht rivale Güter

Rivale Güter bezeichnen Güter, bei denen die Nutzung von anderen den Wert des Gutes beeinträchtigt, sodass es einen Konkurrenzkampf darum gibt. Beispiele dafür wären der ÖPNV in Stoßzeiten, eine belebte Straße oder eine Vorstellung eines beliebten Films in Kino.

Nicht rivale Güter wären hingegen die Luft oder der Deich, weil der Gebrauch dieses Gutes keinen anderen benachteiligt. Um Luft muss nicht gekämpft werden. In der Realität finden fließende Übergänge zwischen einer Rivalität und Nicht-Rivalität eines Gutes statt.

Inferiore und superiore Güter

Ein Normalgut wird bei steigendem Einkommen vermehrt nachgefragt, weil sich reichere Personen dieses Gut eher leisten können und weniger zur Sparsamkeit gezwungen sind.

  • Inferiore Güter hingegen werden bei steigendem Einkommen geringer nachgefragt als bei ärmeren Haushalten, weil die reicheren Haushalte nun Güter erwerben, die ihre gestiegenen Bedürfnisse eher stillen.
  • Diese tendieren mehr zu Luxusgütern bzw. superioren Gütern, die bei steigendem Einkommen überproportional mehr nachgefragt werden (im Vergleich zum Normalgut). So wird zum Beispiel die „Billigschokolade“ durch eine besonders zubereitete „Traumschokolade“ für den zwölffachen Preis erworben oder sich eine Jacht geleistet, die ärmere Haushalte niemals kaufen würden oder könnten.

Unterscheidung der Güterarten nach der Dringlichkeit und Erscheinungsform

Güter werden weiterhin unterschieden nach der Dringlichkeit und der Erscheinungsform.

Güter nach der Dringlichkeit orientieren sich an den Existenzbedürfnissen, Kulturbedürfnissen und Luxusbedürfnissen. Die Deckung der Bedürfnisse mit Gütern wird also nach dieser Reihenfolge der Dringlichkeit bzw. Wichtigkeit unterschieden.

Die Unterscheidung nach der Erscheinungsform untergliedert die Güterarten nach materiellen und immateriellen Gütern.

Kollektivgüter und Individualgüter

Die Unterscheidung der Güterarten in öffentliche und private Güter führt zu Kollektivgütern und Individualgütern. Wobei die öffentlichen Güter der Allgemeinheit zur Verfügung stehen und auch als Kollektivgüter bezeichnet werden. Die privaten Güter sind sogenannte Individualgüter, dienen also den Bedürfnissen des Einzelnen.

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