Gründungsdarlehen und Förderkredit für die Existenzgründung

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Kredite und Darlehen zur Förderung der Existenzgründung

Gründungsdarlehen und Förderkredit für die Existenzgründung
Gründungsdarlehen und Förderkredit für die Existenzgründung

Das Gründungsdarlehen oder der Förderkredit wird benötigt für die Existenzgründung. Für seine Existenzgründung benötigt ein Jungunternehmer ausreichend hohes Startkapital. Das wird zum einen für notwendige Investitionen benötigt, und zum anderen zur Deckung seiner laufenden Ausgaben während der Startphase des Unternehmens. Wie lange die mit dem dazugehörigen Geldbedarf andauert, ist im Einzelfall nicht vorhersehbar. Je nachdem, um welches neue Unternehmen es sich handelt, ergibt sich durchaus ein Geldbedarf im fünfstelligen Bereich. Sofern das Ersparte nicht ausreicht, muss der verbleibende Restbetrag als ungedeckter Bedarf finanziert, in dem Sinne fremdfinanziert werden.

Förderung durch den Staat mit Gründungsdarlehen

Der Staat als die öffentliche Hand mit Bund, Ländern und Gemeinden ist an neuen Existenzgründungen interessiert. Sie stärken das Wirtschaftswachstum und schaffen auf Sicht gesehen Arbeitsplätze.

Kreditinstitute wie Banken und Sparkassen sind mit der Kreditvergabe an Existenzgründer und an Jungunternehmer sehr zurückhaltend, um nicht zu sagen äußerst restriktiv. Ein Grund dafür ist der mangelnde Bonitätsnachweis. Existenzgründer haben in dieser Anfangsphase keine Zahlen, Daten und Fakten zu ihrem Unternehmen. Das ist nicht möglich, weil erst nach ein bis zwei Jahren erste Bilanzen, Jahresergebnisse, Steuererklärungen und Steuerbescheide vorliegen. Doch das sind diejenigen Unterlagen, die von den Kreditinstituten für deren Bonitätsbewertung erwartet werden. Liegen sie nicht vor, wird das Kreditausfallrisiko mangels Bonität als zu hoch eingestuft mit der Folge, dass der Jungunternehmer weder Kredit noch Darlehen erwarten kann. Er kommt so nicht weiter.

Förderkredite und Darlehen beantragen über die Hausbank

In dieser Situation sind spezielle Gründungsdarlehen und Förderkredite die richtige, oftmals auch einzige Hilfe. Unter diesen Begriffen werden Fremdfinanzierungen subsummiert, die von Bund und Ländern bereitgestellt und über eigene Förderbanken bewilligt werden. Die Kreditabwicklung selbst erfolgt in aller Regel über die örtliche Hausbank des Unternehmers. Die ist üblicherweise eine Bank oder Sparkasse als Filialunternehmen am Ort; also weder eine Direktbank noch eine Onlinebank.

Der Existenzgründer ist meistens schon ein langjähriger privater Bankkunde. Jetzt eröffnet er bei „seiner Hausbank“ ein neues, zusätzliches Firmenkonto und prüft in diesem Zusammenhang gemeinsam mit dem Firmenkundenberater die Voraussetzungen zur Gewährung eines Gründungsdarlehens oder eines Förderkredites.

Der Unterschied zu einem ansonsten banküblichen Darlehen oder Kredit sind Bonitätsbewertung und die Haftung für einen möglichen Kreditausfall. Die örtliche Hausbank übernimmt die Abwicklung von Förderkredit und Gründungsdarlehen. Der Geldgeber hingegen, also der Bund oder das jeweilige Bundesland, trägt das Kreditrisiko. Als indirekter Kreditgeber versichert der Bund beziehungsweise das Land den Kredit. Abgesehen von der Versicherungsprämie hat der originäre Geldgeber keine weiteren Ausgaben, sein Kreditrisiko ist somit gleich null.

Förderungsprogramme für Gründungsdarlehen und Förderkredite

Damit ist allen Beteiligten und Betroffenen geholfen. Zu den gängigen Gründungsdarlehen und Förderkrediten gehören das:

  • KfW-StartGeld
  • der KfW-Unternehmenskredit
  • oder das ERP-Gründungskapital. ERP steht für European Recovery Program und hat seinen Ursprung in einem Sondervermögen, das Ende der 1940er Jahre im Rahmen des damaligen Marshallplans bereitgestellt wurde.

Mit diesen Mitteln wurde die KfW, Kreditanstalt für Wiederaufbau gegründet. In ihrer heutigen Form verwaltet sie ein ERP-Sondervermögen in Milliardenhöhe und vergibt daraus auch Förderkredite und Gründungsdarlehen für Existenzgründer. Diese Fremdfinanzierungen sind durch sehr niedrige Zinssätze sowie durch Tilgungsstreckungen oder durch mehrjährige tilgungsfreie Kreditlaufzeiten überaus günstig. Sie versorgen den Jungunternehmer mit dem dringend benötigten Kapital. Auch in diesen Situationen wird die Bonität des Kreditsuchenden geprüft.

Sie wird jedoch anders, also nicht nach Zahlen und Nachweisen bewertet, sondern vielmehr anhand von Business- und Budgetplan. Die langfristigen Gründungsdarlehen sind für den Jungunternehmer in seiner Gründungsphase finanziell eine eher geringe Belastung. Das ist auch so gewollt, um erwirtschaftete Überschüsse zur Stärkung des Eigenkapitals sowie für notwendige Investitionen nutzen zu können. Dadurch verbessert sich dauerhaft die Bonität, was den Selbstständigen mittel- und langfristig auch auf dem freien Markt kreditwürdig macht.

Fazit

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass in dieser Existenzgründungsphase die Hausbank der erste und richtige Ansprechpartner ist. Mit dem dortigen Berater wird gemeinsam eruiert, welche Finanzierungen möglich sind und nicht direkt vergeben, sondern vermittelt werden können. Das tut die Hausbank gerne in der Gewissheit, damit einen Kunden zu haben und zu halten, dessen Bonität für einen „Hausbankkredit“ zukünftig ausreichend gut sein wird.

Weiterführende Informationen

Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Finanzberatung vornehmen. Sollten Sie einen Kredit oder eine Versicherung abschließen wollen, erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachexperten für Finanzierungen.

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