Wohnen im Alter, betreutes Wohnen, Seniorenresidenz, Senioren WG oder Altersheim

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Wohnen im Alter – Welche Möglichkeiten gibt es?

Wohnen im Alter, betreutes Wohnen, Seniorenresidenz, WG oder Altersheim
Wohnen im Alter, betreutes Wohnen, Seniorenresidenz, WG oder Altersheim

Viele Menschen haben in der Vergangenheit zu spät überlegt, wo und wie sie das Wohnen im Alter gestalten möchten. Wer genug Geld oder ein eigenes Haus hatte, konnte beizeiten individuelle Lösungen finden. Bei vielen alten Menschen müssen die Verwandten irgendwann mit Kostenbeteiligungen einspringen. Sie werden aufgrund eingetretener Notwendigkeit mit der plötzlichen Entscheidung belastet, was mit einem hilfs- oder pflegebedürftigen Verwandten geschehen soll. Hier lernen Sie mehr zu den Möglichkeiten im Alter zu wohnen. Unter anderem werden folgende Themen vorgestellt:  betreutes Wohnen, Eigenheim, Seniorenresidenz und das Pflegeheim.

Früher war ein engerer Familienzusammenhalt gegeben als heute. Die Großfamilie ist in den meisten Fällen in alle Winde zerstreut. Oberflächliche Facebook-Kontakte und größere finanzielle Autonomie des Einzelnen haben für einen Zerfall der Familienstrukturen gesorgt. Daher überlegen viele Menschen sich heute vorzeitig, wie sie ihr Alter gestalten möchten. Dabei ist einigen Personen aufgrund gesicherter finanzieller Verhältnisse und einer hohen Rente die Freiheit freier Gestaltung gegeben. Andere Menschen fallen bereits relativ früh im Leben in ein finanzielles Loch und später in die Altersarmut. In dieser Situation ist man darauf angewiesen, eine Sozialwohnung zu beziehen und möglichst lange alleine zurechtzukommen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die jeder frühzeitig bedenken kann.

Das Eigenheim als Domizil für das Wohnen im Alter

Bei ausreichender finanzieller Freiheit können Senioren sich ein Eigenheim als Alterssicherung leisten. Jeder sollte die spätere Bezahlung von Pflegekräften für das Alter mit einplanen. Man kann zeitlebens eine Lebensversicherung oder einen Bausparvertrag nutzen, die ein bequemes Leben im Alter finanzieren. Mit genügend Geld stellt es kein Problem dar, gegebenenfalls Rollstuhlrampen, ebenerdige Duschen und andere altersgerechte Umbauten zu finanzieren.

Im Eigenheim stellen Umbauten zudem kein genehmigungsbedürftiges Hindernis dar, wie es in einer Mietwohnung der Fall wäre. Altersgerechte Umbauten in Mietwohnungen müssen grundsätzlich genehmigt werden. Bei Auszug oder Versterben des Bewohners fallen für die Erben Kosten für den Rückbau und die Renovierung an. Nachteil eines Eigenheims ist jedoch meist ein großer Garten. Dieser will gepflegt werden. Außerdem gibt es oft Treppen, die man nicht mehr bewältigen kann. Früher oder später möchten Senioren sich daher verkleinern. Zudem kann es nach dem Tod eines Ehepartners für den anderen einsam werden.

Generationsübergreifende Wohngemeinschaften

Wer im Alter nicht alleine leben möchte, sollte sich zeitig um eine altersgerechte Wohngemeinschaft bemühen. Alters-WGs mit besten Freundinnen wären eine Möglichkeit. Außerdem gibt es hier und da generationsübergreifende Wohnprojekte, an denen sich alte und junge Menschen beteiligen. Diese Möglichkeit ist ein gutes Mittel gegen Alterseinsamkeit. Doch diese Wohnmöglichkeit bedingt ein harmonisches Miteinander und gegenseitige Hilfestellung. Ohne einen gewissen Grad an Toleranz geht es nicht. Oft werden Absprachen von Einzelnen nicht eingehalten. Die Macken mancher Mitbewohner entfachen Streit. Typisch für die Alters-WG ist, dass jeder innerhalb eines miteinander geteilten Wohnraumes nur ein oder zwei Zimmer hat. Küche und Bad werden in der Regel geteilt. Vorteil der WG ist, dass sie spontan gebildet wird. Eine WG-Wohnung wird angemietet. Jeder zahlt einen Mietanteil, der aufgrund der bewohnten Quadratmeterzahl berechnet werden kann. Der Nachteil kann eine relativ hohe Fluktuation im Personengefüge sein. Außerdem eignen sich zu wenige Wohnungen für diese Lösung.

Altersgerechtes Leben im Mehrgenerationenhaus

Mehrere Generationen können auch in abgeschlossenen eigenen Wohnungen unter einem Dach leben. Man muss in diesem Fall nicht unbedingt miteinander verwandt sein. Neben den abgeschlossenen Wohnungen der Senioren sind gemeinsam nutzbare Gemeinschaftszimmer, Dachterrassen, Gärten oder Küchen möglich, in denen Kontakte gepflegt werden. Angestrebt wird eine gewisse Autonomie und Rückzugsmöglichkeit des Einzelnen, bei gleichzeitiger Möglichkeit gegenseitiger Unterstützung, Arbeitsteilung oder dem Austausch von Erlebnisse und Erfahrungen.

Viele Mehrgenerationen-Projekte bedingen eine gewisse Kapitalbeteiligung und eine frühzeitige Beteiligung an den Planungen. Zudem gibt es bisher viel zu wenige derartige Projekte.

Die Seniorenresidenz für gut betuchte

Neben dem Eigenheim ist die Seniorenresidenz eine Wohnmöglichkeit. Hier kann sich jeder, der gut betucht ist, ein Appartement kaufen. Die Wartelisten sind meistens lang, die Kosten hoch. Dafür kann man vor Ort Betreuungsangebote in Anspruch nehmen und umfangreiche Möglichkeiten vom hauseigenen Friseur über Yogastunden bis hin zur Masseuse, die aufs Zimmer kommt, nutzen. Im Grunde handelt es sich um eine Art Hotelbetrieb für alte Menschen – mit entsprechenden Kosten. Bis zu 3.500 Euro können monatlich anfallen. Die Bewohner einer Seniorenresidenz haben die Wahl zwischen eigenen Wohnungen und vollständiger Autonomie, betreutem Wohnen oder individueller Pflegehilfe.

Betreutes Wohnen oder Altersheim?

Selbst diese Lösungen haben ihre Tücken. Auch sie sind selbst bei einer ausreichenden Rente und einer zusätzlichen Pflegeversicherung nicht mehr für jeden alten Menschen finanzierbar. Betreutes Wohnen erfordert oft einen Wohnberechtigungsschein. Im Altersheim fehlt es meist an geistiger Anregung, kulturellen Angeboten und einem wirklichen Miteinander. Positiv ist die medizinische Betreuung. Je nach gewähltem Domizil können die Angebote und die Betreuungsangebote sehr unterschiedlich ausfallen. Die Unterschiede zwischen privaten, städtischen oder kirchlichen Trägern sind enorm. Dafür gibt es aber in vielen Altersheimen eine angegliederte Pflegestation. Ist das nicht der Fall, wird es bei Pflegebedürftigkeit oder Demenz schwer, im selben Altersheim zu verbleiben. Das sollte vorher bedacht werden.

In der eigenen Wohnung leben bleiben

Viele Menschen möchten in ihren eigenen vier Wänden leben bis zuletzt. Dank zunehmender Altersarmut und Mangel an Ressourcen bleibt vielen auch gar nichts anderes übrig, als alleine in der eigenen Wohnung zurechtzukommen. Die Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der notwendigen Hilfsleistungen ab. Ohne die Unterstützung der eigenen Familie ist man auf Nachbarn und Freunde angewiesen. Deren Hilfen muss man sich oft erkaufen. Ob man sich dabei gut fühlen oder sich das leisten kann, ist eine gute Frage. Prekär ist, dass es bei dieser Lösung zu Vereinsamung, zunehmender Hilflosigkeit und unbemerkter Verarmung mit der Folge ungenügend gesunder Ernährung kommen kann. Die notwendige medizinische Versorgung wird oftmals nicht im vollen Umfang genutzt, da Bedürftige sich Zuzahlungen zu teuren Medikamente nicht mehr leisten können.

Fazit

Wie sehen gibt es zahlreiche Möglichkeiten das Wohnen im Alter zu gestalten und immer wieder spielt die Hauptrolle das Geld bzw. die Finanzen sowie die eigene Gesundheit im Alter. Somit sollten Sie sich schon früh Gedanken machen, wie Sie sich Ihren Lebensabend gerne gestalten möchten.

Weiterführende Informationen

Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Finanzberatung oder Maklertätigkeit vornehmen. Sollten Sie einen Kredit, eine Versicherung abschließen oder eine Immobilie kaufen wollen, erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachexperten für Finanzierungen, Versicherungen oder Immobilien.

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