Vorstellungsgespräch zulässige und unzulässige Fragen lernen

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Zulässige und unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch. Welche Fragen sind erlaubt?

Vorstellungsgespräch zulässige und unzulässige Fragen
Vorstellungsgespräch zulässige und unzulässige Fragen

In der Kategorie Vorstellungsgespräch zulässige und unzulässige Fragen wird geklärt, welche Fragen in einem Vorstellungsgespräch bzw. Bewerbungsgespräch gestellt werden dürfen und unter welchen Voraussetzungen die Fragen gestellt werden dürfen. Insbesondere gibt es bei sehr sensiblen Fragen immer wieder die Möglichkeit auf sonstige Fragebögen zurückzugreifen.

Oftmals führen diese Fragen im Nachhinein zu Streitigkeiten, welche nicht selten vor dem Arbeitsgericht ausgetragen werden. Grundsätzlich gilt es bei der Wahrheit zu bleiben und ehrliche Antworten zu liefern. Jedoch gibt es Fragen, welche Sie nicht mit der Wahrheit beantworten müssen, diese sind die unzulässigen Fragen. Gestellt werden dürfen diese natürlich, aber sie haben keine rechtlichen Konsequenzen bei Streitigkeiten.

Folgende Auflistung zeigt Ihnen kurz und deutlich was erlaubt ist und was nicht. Generell ist hierbei auch immer die aktuelle gesetzliche Situation zu beachten:

Fragen die bei einem Vorstellungsgespräch zulässig und unzulässig sind

  • Fragen zur beruflichen Tätigkeiten sind generell zulässig.
  • Fragen zur zum vorherigem Einkommen sind zulässig, wenn die Tätigkeiten vergleichbar sind und unzulässig, wenn das Gehalt für den neuen Arbeitsplatz nicht von Bedeutung ist.
  • Fragen zu Behinderungen nach dem Schwerbehindertengesetz sind zulässig.
  • Frage zu dauerhaften Krankheiten sind zulässig, wenn folgende Sachverhalte zutreffen: die Eignung wäre dadurch eingeschränkt oder der Arbeitnehmer wäre dadurch gefährdet oder es besteht eine eventuelle Arbeitsunfähigkeit bei Arbeitsantritt im Unternehmen. Unzulässig sind die Fragen bei AIDS. Außer bei Bewerbungen im medizinischen Bereich, wegen der Infizierungsgefahr.
  • Die Frage nach der Schwangerschaft wirft immer wieder Problematiken auf und Sie kann zulässig oder unzulässig sein. Zulässig ist die Frage nur ausnahmsweise, wenn die Schwangere die vereinbarte Tätigkeit nicht erbringen kann oder sich oder das ungeborene Kind gefährden würde. Generell gilt hierbei die Rechtsprechung zu beachten. In der Regel ist die Frage nicht zulässig, wegen eines Urteils des Europäischen Gerichts.
  • Die Frage zu Vermögens- und Einkommensverhältnisse ist zulässig, bei höheren Positionen, zum Beispiel Abteilungsleiter und Manager und unzulässig bei gewöhnlichen Arbeitnehmern.
  • Die Frage zu Bewährung und Gefängnis ist zulässig, wenn der Job etwas mit der Befürchtung zu tun hat, dass zum Beispiel Gelder veruntreut werden oder es bestimmte Auflagen beim Fahren von Fahrzeugen gibt. Unzulässig ist die Frage, wenn Vorstrafen nicht relevant sind für die zu besetzende Stelle oder die Löschfrist für die Vorstrafe abgelaufen ist.
  • Die Fragen zur Lohnpfändung sind grundsätzlich zulässig, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt. Als weitere Ausnahme gilt die Frage nach der Lohnpfändung als zulässig, wenn die ausgeschriebene Position ein hohes Maß an Vertrauen erfordert. Zum Beispiel der Umgang mit Geld.
  • Die Frage, ob Sie ein Angehöriger der Gewerkschaft sind, ist zulässig, wenn es um eine tarifvertragsrelevante Frage geht. Es muss dem Arbeitgeber jedoch ausreichen, wenn er nach Abschluss des Arbeitsvertrages feststellt, ob der Tarifvertrag anzuwenden ist. Rechtlich ist diese Frage nicht eindeutig und führt immer wieder zu Streitfällen.
  • Die Frage nach der politischen Gesinnung ist zulässig, wenn der Arbeitgeber eine Partei oder parteiverwandt ist, ansonsten nicht zulässig.
  • Fragen zu religiösen Sachverhalten, insbesondere der Konfessionszugehörigkeit sind zulässig, wenn der Arbeitgeber die Kirche ist, ansonsten spielt die Frage keine Rolle.

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Generell sollte bei diesen Sachverhalten immer die aktuelle Rechtslage in Betracht gezogen werden.

Bitte bedenken Sie, dass wir keine Rechtsberatung übernehmen können. Im Notfall sprechen Sie einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht vor Ort an.

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