Soziale Arbeit Studium, duales Studium und Fernstudium

Studium und Studieren StudiengangSoziales und Pädagogik – Soziale Arbeit Studium, duales Studium und Fernstudium

Soziale Arbeit Studium Voraussetzungen, Perspektiven und Inhalte

Soziale Arbeit Studium, duales Studium und Fernstudium
Soziale Arbeit Studium, duales Studium und Fernstudium

Das Studium Soziale Arbeit ist ein breit angelegter Studiengang, welcher in vielen Städten und von vielen Hochschulen angeboten wird. Dabei findet man dieses Fach an Technischen Hochschulen ebenso im Studienangebot, wie auch beispielsweise an katholischen Hochschulen. Dieses Studium führt zum Abschluss Bachelor of Arts und ist eine normale, berufsqualifizierende Hochschulausbildung. Das Studium kann als Präsenzstudium, duales Studium oder Fernstudium absolviert werden. Insbesondere gehen wir in diesem Artikel auf die Voraussetzungen und Inhalte des Bachelor Studiums ein. Gleichzeitig erfahren Sie, welche Perspektiven sich nach dem Studieren bieten.

Interessant sind die verschiedenen Wege, auf denen dieses Studium absolviert werden kann. Natürlich kann es als Vollzeitstudium belegt werden, aber man findet dieses Studium auch häufig als Teilzeitstudium angeboten. Die Anforderungen bleiben gleich, nur die Studiendauer verlängert sich dementsprechend. Ab November 2016 ist es sogar möglich, diesen Studiengang im Rahmen eines Fernstudiums zu absolvieren.

Wie man später anhand der Studienschwerpunkte sehen wird, ist es allerdings fraglich, ob ein solches Studium als Fernstudium wirklich Sinn macht. Interessanter ist wahrscheinlich die Möglichkeit, diesen Studiengang als Duales Studium in Verbindung mit einer Ausbildung zu absolvieren. Durch eine Ausbildung im sozialpädagogischen Bereich erhält der Student gleichzeitig mit dem Studium einen verstärkten Einblick in die Praxis und kann so die wissenschaftlichen Theorien auf ihre Alltagstauglichkeit hin überprüfen.

Voraussetzungen für das Studium Soziale Arbeit

Als Voraussetzung an die schulische Bildung wird – falls der Bewerber nicht über die allgemeine Hochschulreife verfügt – in der Regel die Fachhochschulreife des jeweiligen Bundeslandes zugrunde gelegt. Liegt auch die Fachhochschulreife nicht vor, so gibt es in manchen Bundesländern auch die Möglichkeit, bei Vorliegen von einem Meistertitel oder einer einschlägigen Berufserfahrung dieses Studium aufzunehmen. Von einigen Hochschulen wird zusätzlich ein Praktikum im sozial- oder heilpädagogischen Bereich verlangt, welches vor Aufnahme des Studiums zu absolvieren ist.

Persönliche Voraussetzungen

Die oben aufgeführten Bedingungen, um ein Studium aufnehmen zu können, betreffen nur die formalen, aber nicht die persönlichen Grundvoraussetzungen. Das Studium Soziale Arbeit bereitet auf Tätigkeiten vor, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Daher sollte der Student auch ein Interesse daran haben, mit Menschen zu arbeiten.

  • Neben einem offenen und stressresistenten Wesen sollte er das Interesse und die Fähigkeit besitzen, bei Konflikten und in schwierigen Situationen ausgleichend und vermittelnd wirken zu können.
  • Er muss die Bereitschaft besitzen, sozialwissenschaftliche Fragestellungen zu analysieren und auf ihre Praxistauglichkeit hin zu überprüfen.
  • Die Fähigkeit zur Selbstreflexion, auch und gerade bei komplexen Themenfeldern, sollten dem angehenden Studenten nicht fremd sein.
  • Die Bereitschaft, auch mit unzugänglichen, abblockenden und instabilen Menschen verständnisvoll und höflich umzugehen, sollte ebenfalls gegeben sein.

Soziale Arbeit Schwerpunkte und Inhalte

Schwerpunkte und Inhalte: Das breit angelegte Studium Soziale Arbeit bietet einen Einblick in viele wissenschaftliche Teilbereiche. So wird in den ersten drei Semestern grundlegendes Wissen aus den

  • Sozialwissenschaften,
  • Humanwissenschaften,
  • Erziehungswissenschaften,
  • Rechtswissenschaften
  • und Wirtschaftswissenschaften

vermittelt. Auf den Erwerb grundlegender praktischer Methoden für den Einsatz in der Berufspraxis wird in den Modulhandbüchern besonderer Wert gelegt. Daher ist das Ableisten eines Praxissemesters obligatorisch, falls das Studium nicht innerhalb eines dualen Studiums absolviert wird.

Wie jede Hochschulausbildung hat natürlich auch das Studium der Sozialen Arbeit den Anspruch, das Fach wissenschaftlich zu durchdringen. Daher wird auch ein Modul über die Wissenschaft der sozialen Arbeit als Pflichtmodul angeboten. Innerhalb dieses Moduls wird sich mit der Ethik- und Methodenlehre auseinandergesetzt.

Da der Themenbereich der sozialen Arbeit nicht im luftleeren Raum entstanden ist, wird auch auf dessen Geschichte und die entworfenen Theorien eingegangen und ein eigenes Modul mit diesen Themenfeldern angeboten. Eng mit der Anwendung in der Praxis sind die Handlungsmethoden verbunden, die nicht nur in der Theorie, sondern auch möglichst in der Realität erprobt werden sollen. Als Beispiel sei hier auf Übungen im Rahmen der sozialen Gruppenarbeit verwiesen.

Das weiterführende Master Studium

Das Bachelor Studium der Fachrichtung Soziale Arbeit ist eine vollwertige Qualifikation, die auf den Einsatz des Studenten in der realen Arbeitswelt praktisch und theoretisch vorbereitet.

Für die vertiefende Spezialisierung oder um in der Forschung tätig zu werden, bieten sich dem Absolventen diverse Master-Studiengänge an. Für den Master können diverse Einschränkungen gelten. So wird in der Regel eine bestimmte Abschlussnote im Bachelorzeugnis erwartet. Dies ist aber von Hochschule zu Hochschule verschieden und kann den diversen Informationsbroschüren entnommen werden.

Um einen kurzen und unvollständigen Überblick zu geben, seien hier einige Beispiele für Master-Studiengänge erwähnt:

  • Beratung und Vertretung im sozialen Recht
  • Handlungsorientierte Medienpädagogik
  • Pädagogik und Management in der sozialen Arbeit

Nach absolviertem Masterstudium steht dem Studenten auch der Weg zur Promotion offen. Strebt der Student eine universitäre Laufbahn an, so sollte er dabei bedenken, dass Stellen im Universitätsbetrieb in allen Bereichen dünn gesät sind. Um an eine solche Stelle zu gelangen, sollten bereits während des Studiums Kontakte geknüpft werden. Eine Mitarbeit an Projekten der Professoren sollte bereits frühzeitig angestrebt werden. Im weiteren Verlauf des Masterstudiums ist das Veröffentlichen von Artikeln in Fachzeitschriften unabdingbar.

Perspektive nach dem Studium

Wie bei jedem Versuch, die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt vorherzusagen, ist auch die Vorhersage für den Bedarf an Absolventen des Studienganges der Sozialen Arbeit nicht mehr als der berühmte Blick in eine Glaskugel.

Einige Faktoren sprechen allerdings für eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Seit 2008 ist die Zahl der Beschäftigten im sozialen Sektor stetig gewachsen und gleichzeitig die Zahl der arbeitslosen Akademiker aus diesem Bereich gefallen. Zudem sind die Absolventen aus diesem Studiengang dank der breiten Ausrichtung für viele Fachrichtungen qualifiziert.

Mögliche Einsatzfelder finden Absolventen in folgenden Bereichen:

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Sozial- und Altenbetreuung
  • Sozialberatung
  • Integration in Arbeit
  • Resozialisierung
  • Schulsozialarbeit
  • Interkulturelle soziale Arbeit
  • Allgemeine Sozialarbeit

Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung im Flüchtlingsbereich, der demographischen Entwicklung in Deutschland und den zunehmenden Problemen im sozialen Bereich, ist es wahrscheinlich, dass der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im sozialen Bereich weiter wachsen wird.

Gerade vor dem Hintergrund der gesellschaftspolitischen Entwicklung – dem Anwachsen der Gruppe der Geringverdiener und der daraus resultierenden Folge der Altersarmut – lässt sich ein wachsender Bedarf an sozial kompetenten Fachkräften prognostizieren.

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