Schufa, Schufa-Score, Schufa-Klausel, Selbstauskunft, Daten

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Die Schufa – Schuldnerfachauskunft für Banken, Sparkassen und Firmen in Deutschland

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Hier lernen Sie mehr zu den Themen Schufa als Schuldnerfachauskunft, den gespeicherten personenbezogenen Daten, welche Daten von Banken, Sparkassen und Firmen gespeichert bzw. eingetragen werden und welche Bedeutung der Schufa-Score hat. Weiterhin die Bedeutung der Schufa-Klausel und wie Sie eine Eigenauskunft bzw. Selbstauskunft beantragen können.

Die Geschichte der Schufa

Eine Wirtschaftsauskunftei sammelt wirtschaftsrelevante Informationen und Daten über den Endverbraucher als natürliche Personen sowie über Firmen als juristische Personen des Privatrechts.

Diese vielgefragten Daten werden den Geschäftspartnern der Schuldnerfachauskunft überlassen, wahlweise gegen einen Kaufpreis oder im Rahmen der Mitgliedschaft. Eine solche private Wirtschaftsauskunftei ist auch die Schufa, Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung mit Hauptsitz in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

  • Die ersten Anfänge der heutigen Schuldnerfachauskunft gehen zurück in die 1920er-Jahre. Damals wurde die Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung in Berlin gegründet.
  • Anfang der 1950er-Jahre wurde die Bundes-Schufa e. V. neugegründet, und zur Jahrtausendwende erfolgte die Änderung der Rechtsform in die heutige Schufa Holding AG.

Aus Sicht der freien Wirtschaft kann die Schuldnerfachauskunft als ein „Frühwarnsystem“ angesehen werden. Alle Geschäftspartner lassen die Verträge mit ihren Kunden, in der Regel mit dem Endverbraucher, in die Schufa-Datenbank eintragen. Die Summe dieser und weiterer personenbezogenen Daten wird als „die Schuldnerfachauskunft des einzelnen Verbrauchers“ bezeichnet. Die eingetragenen Verträge haben allesamt eine finanzielle Relevanz.

Die erste Schufa-Eintragung beginnt bereits mit dem Girokontovertrag

In der heutigen Zeit ist ein Leben ohne die Schufa gar nicht mehr denkbar; umgekehrt ist es geradezu auffällig, wenn ein Bürger, wie es genannt wird, nicht in der Schuldnerfachauskunft steht. Diese Tatsache als solche ist ganz normal. Die erste Schufa-Eintragung beginnt in den meisten Fällen mit der Eröffnung eines Girokontos.

Die Kreditinstitute sind, bis auf ganz wenige deutsche Onlinebanken, ein Geschäftspartner. Der Girokontovertrag wird als Information in die Schufa-Datenbank eingetragen, und aus diesem Anlass auch die Kontaktdaten als Basisdaten. Sie beinhalten folgende personenbezogene Daten:

  • Zu- und den Vornamen,
  • das Geburtsdatum nebst Geburtsort und Geburtsnamen,
  • das Geschlecht sowie die
  • aktuelle Anschrift inklusive vorheriger Wohnanschriften.

Jeder rechts- und geschäftsfähige Bürger braucht zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs ein eigenes Girokonto. Die damit verbundene Erfassung in der Schufa ist quasi ein Junktim und geschieht schon im Jugendalter.

Diese Unternehmen lassen Daten in die Schufa-Datenbank eintragen. Was wird eingetragen?

Banken und Sparkassen lassen alle Verträge in die Schuldnerfachauskunft eintragen, ebenso wie:

  • Leasinggesellschaften,
  • Mobilfunkanbieter,
  • Versandhäuser,
  • Onlineshops,
  • Kauf- und Möbelhäuser.

Weiterhin erhalten Sie Informationen zu dem, was in die Datenbank eingetragen wird und welche Bedeutung die Schufa-Klausel hat.

Die Schufa-Klausel zur Einwilligung

Der Endverbraucher erkennt das daran, dass er beim Vertragsabschluss die sogenannte Schufa-Klausel unterschreibt oder online anklickt. Ein Klausel Muster finden sie auf der Webseite von beate-bachmann.de. Ohne sein OK wird kein Vertrag in die Schuldnerfachauskunft eingetragen; umgekehrt kommt ohne seine Zustimmung der betreffende Vertrag gar nicht erst zustande.

Eingetragen werden auch Abweichungen vom Zahlungsverhalten

Ebenso wie die Verträge selbst wird auch jegliches abweichende Zahlungsverhalten in die Schufa-Datenbank eingetragen. Dazu gehören, mehrfach angemahnte sowie gerichtlich titulierte Forderungen. Auch in diesen Fällen wird der Betroffene vorab informiert. Die Schuldnerfachauskunft selbst sammelt Angaben und amtliche Bekanntmachungen aus öffentlichen Verzeichnissen.

Beispiele dafür sind:

  • die private Verbraucherinsolvenz,
  • der Offenbarungseid, auch als Eidesstattliche Erklärung bzw. Versicherung bekannt
  • oder der Haftbefehl zur Abgabe einer Vermögensauskunft.
  • Vergleichbar schwerwiegend ist der Missbrauch von Giro- und von Kreditkarten nach einem Nutzungsverbot.

Das sind die Negativeintragungen, im Gegensatz zu den Vertragsinformationen als den Positiveintragungen.

Der Schufa-Score eine Angabe in Prozentpunkten

Um diese Einzeleintragungen lesbar und für die Geschäftspartner verwertbar zu machen, werden sie zu einem einzigen rechnerischen Wert, dem Schufa-Score zusammengeführt. Das geschieht mit dem Scoring als einer in Prozentpunkten ausgedrückten Bewertung. Der höchste, eher theoretische Wert sind hundert Prozent.

Der Schufa-Score wird als Wahrscheinlichkeitswert angenommen, wie zuverlässig der Endverbraucher seine Verbindlichkeiten erfüllt. Für die Kreditwirtschaft mit Banken und Sparkassen, aber auch für andere Unternehmen ist der Score das Nonplusultra zur Bewertung der Kreditwürdigkeit des Kunden.

Der Score dient als Entscheidungsgrundlage dafür, wie das Kreditausfallrisiko, und wie die Erfüllung eines Leasing- oder Mietvertrages eingeschätzt wird. Niemand hat einen Anspruch darauf zu erfahren, wie der Score berechnet wird; weder der Endverbraucher noch die Geschäftspartner. Dieses Rechenprogramm ist und bleibt ein Geschäftsgeheimnis der Schuldnerfachauskunft.

§ 34 BDSG, des Bundesdatenschutzgesetzes und die kostenlose schriftliche Eigenauskunft bzw. Selbstauskunft

Nach § 34 BDSG, des Bundesdatenschutzgesetzes hat der Endverbraucher den Anspruch auf jährlich eine kostenlose schriftliche Eigenauskunft bzw. Selbstauskunft.

Das Antragsformular für die kostenlose Eigenauskunft bzw. Selbstauskunft finden Sie hier. Weiterhin können Sie sich auch bei der Schufa registrieren lassen und online jederzeit auf Ihre Daten zugreifen. Jedoch ist dieser Service kostenpflichtig.

Darüber hinaus kann die eingetragene Person jederzeit eine kostenpflichtige Selbstauskunft anfordern. Diese Anträge werden innerhalb weniger Wochen nach Antragseingang bearbeitet.

Ohne Zustimmung und Information des Endverbrauchers haben Steuerfahndung, Vollstreckungsbehörden sowie die Länder- und die Bundespolizei direkten Zugriff auf die Schuldnerfachauskunft des Endverbrauchers. Für sie ist § 93 AO der Abgabenordnung, kurz AO die Rechtsgrundlage dafür.

Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Finanzberatung vornehmen. Sollten Sie einen Kredit oder eine Versicherung abschließen wollen, erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachexperten für Finanzierungen.

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