Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung

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Der Weg zum trauten Heim Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung

Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung
Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung

Der Traum vom Eigenheim kann nur dann erfolgreich realisiert werden, wenn die Immobilienfinanzierung genau durchdacht und geplant wird. Eine präzise und gerechte Finanzierung basiert immer auf einer individuellen Finanzierungslösung. Hierzu gibt es diverse Möglichkeiten, welche Sie kennen lernen werden. Inbesondere werden Sie mehr erfahren zum Bausparen, Hypothekendarlehen und das Versicherungsdarlehen.

Faustregeln zur Immobilienfinanzierung

Allen voran sollte man als angehender Immobilienkäufer eine Checkliste für die Finanzierung erstellen. Es gibt für die richtige Immobilienfinanzierung goldene Regeln. Die Frage, was man sich leisten kann, ist mitentscheidend. Zur Sicherheit der Immobilienfinanzierung braucht es einen gewissen Überblick, was das Kalkulieren von Einkommen und Ausgaben betrifft. Die Preisverhandlung ist beim Hauskauf essentiell, denn die Immobilie muss richtig bewertet werden. Die Nebenkosten müssen im Voraus berücksichtigt werden.

Regel 1: Es lohnt sich, Eigenkapital mitzubringen

Eine Faustregel besagt, dass der Immobilienkäufer mindestens ein Drittel der Kaufsumme in Form von Eigenkapital mitbringen sollte. Jeder Euro, der nicht geliehen werden muss, trägt zur Reduzierung der Zinsbelastung bei. Das heißt im Klartext: Je mehr Geld vom Käufer eingesetzt werden kann, desto günstiger wird der Zinssatz. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Ausfallrisiko für die Bank bei einem kleineren Darlehen geringer ist.

Regel 2: Die Zinsbindungsfrist ist ausschlaggebend

Der Käufer einer Immobilie vereinbart bei der Erstfinanzierung mit dem Kreditgeber einen festen Zinssatz. Die Zinsbindungsfrist umfasst den Zinssatz, der für eine bestimmte Dauer festgeschrieben wird. Je kürzer diese Frist ist, desto rentabler ist der Zinssatz für den Immobilienkäufer. Es steigt hiermit jedoch die Unsicherheit, denn bei einer kurzen Frist können die Zinsen steigen. Eine lange Zinsbindungsfrist wiederum hat den entscheidenden Vorteil, dass das Zinsänderungsrisiko deutlich sinkt.

Regel 3: Der Tilgungssatz ist entscheidend

Beim Immobilienkauf werden meistens übliche Bankdarlehen ausgehandelt, wobei eine fixe monatliche Rate vereinbart wird. Diese Rate setzt sich aus dem Tilgungs- und Zinsanteil zusammen. Die Tilgungsart gibt an, wie schnell der Kredit zurückbezahlt wird. Die Tilgung ist somit der Schlüssel, um so schnell wie nur möglich, frei von Schulden zu sein. Bei einer hohen Tilgung wird das Darlehen in relativ kurzer Zeit zurückgezahlt.

Regel 4: Aufteilung des Darlehens

Die Darlehenssumme wird bei einem Annuitätendarlehen im Normalfall aufgeteilt. So erfolgt für die erste Hälfte des Darlehens eine Zinsbindung von fünf Jahren und für die zweite Hälfte eine Zinsbindung von zehn Jahren. Die Aufteilung hat Vor- und Nachteile. So ist es für den Kreditnehmer ziemlich schwierig, nach dem Auslaufen der kürzeren Zinsbindungsfrist die Bank zu wechseln. Man bleibt als Immobilienkäufer wesentlich flexibler, wenn der Baukredit nicht aufgeteilt wird.

Ein Hypothekendarlehen sorgt für Konstanz

Die Möglichkeiten einer Immobilienfinanzierung sind nicht unbegrenzt. Für den Hauskäufer ist es deshalb wichtig, sich über das vorhandene Budget genau im Klaren zu sein. Ein Haus zu kaufen, ist nicht mit einem Autokauf vergleichbar. Die monatlich zu zahlende Rate bleibt z. B. bei einem Hypothekendarlehen konstant. Hier passen sich lediglich die Zins- und Tilgungsrate gegeneinander an. Die Rückzahlung bei dieser Darlehensform beläuft sich üblicherweise auf einer Dauer von 20 bis 30 Jahren. Bei der sofortigen Tilgung des Darlehens liegt der Vorteil darin, dass bei dieser Finanzierungsform eine Zinsersparnis erfolgt. Der einzige Nachteil ist die feste Bindung, denn der Tilgungsplan muss während der gesamten Zinsbindungsfrist eingehalten werden.

Ein Versicherungsdarlehen hat seine Vorteile

Mit der Lebensversicherung wird auf normalem Wege ein Versicherungsdarlehen realisiert. Der Darlehenszins wird jeden Monat an die Bank abgeführt. Zusätzlich wird ein Beitrag in die Lebensversicherung eingezahlt. Am Ende werden die Zuschüsse und die Zinsen inklusiv ausgezahlt. Diese Beiträge werden zur Tilgung des geliehenen Geldes genutzt. Das Ziel dabei ist die komplette Auslösung der Summe zu einem anvisierten Zeitpunkt.

Der klassische Weg: Der Bausparvertrag

Damit ein Bauprojekt in die Tat umgesetzt werden kann, spricht man beim Bausparvertrag von drei Phasen. Der Bausparer schließt mit der Bausparkasse einen Vertrag ab. Anschließend wird gespart. Dabei wird eine festgelegte Bausparsumme festgelegt. Nach der Sparphase erfolgt die Zuteilung. Beim Zuteilungszeitpunkt wird in der Regel die Hälfte des Gesamtbetrages ausgezahlt. Die letzte Phase betrifft die Darlehensphase. Eine hohe Planungssicherheit und niedrige Zinsen sind für den Sparer vorteilhaft.

Die Vor- und Nachteile beim Bausparen

Sind die Kreditzinsen hoch, dann lohnt sich das Bausparen. In Zeiten, in denen die Zinsen niedrig sind, kommt man vielleicht auf anderem Wege günstiger ans Ziel. Wer sich jedoch für das Bausparen entschieden hat, der plant langfristig. Der Bausparer muss bereits Jahre im Voraus festlegen, wann er den Hausbau in Angriff nehmen will. Steigen die Zinsen, dann ist er begünstigt. Die Zukunft im Visier zu haben, spricht nicht unbedingt für die Flexibilität einer Lebensgestaltung. Doch wer seinen Traum vom Eigenheim vor Augen hat, der kommt beim Bausparen in den Genuss von staatlichen Prämien. In den Bausparvertrag können sowohl die Wohnungsbauprämien als auch die Arbeitnehmersparzulage fließen.

Staatliche Fördermittel sollten nicht unbeachtet bleiben

Wer eine Immobilie kauft, der hat verschiedene Möglichkeiten, um staatliche Förderungen zu beanspruchen. Steuervorteile und Zulagen für die Tilgung eines Immobilienfinanzierungsdarlehens bietet Wohn-Riester. Bei dieser Finanzierungsform müssen die geförderten Beiträge auch noch im Rentenalter versteuert werden. Zinsgünstige Kredite und Zinsvergünstigungen gibt es beim Bau von besonders energiesparenden Häusern. Auch das Bundesamt für Wirtschaft kann bei der Immobilienfinanzierung Zuschüsse bei einer energetischen Sanierung einer Wohnung beisteuern.

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