Kredit kündigen, Umschuldung oder Kredit ablösen

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Kredit kündigen oder ablösen wegen Umschuldung und die Vorfälligkeitsentschädigung

Kredit kündigen oder ablösen wegen Umschuldung und die Vorfälligkeitsentschädigung
Kredit kündigen oder ablösen wegen Umschuldung und die Vorfälligkeitsentschädigung

Kredit kündigen: Der Kreditvertrag ist ein zivilrechtlicher Vertrag. Er wird zwischen dem Kreditinstitut als einer juristischen Person des privaten Rechts als Kreditgeber und dem Kreditnehmer abgeschlossen. Der kann eine natürliche oder ebenfalls eine juristische Person des Privatrechts sein. Ein Vertrag wie der Kreditvertrag wird deswegen abgeschlossen, damit zwischen den Vertragsparteien Rechtssicherheit herrscht. Dazu gehört auch, dass der Vertrag eingehalten und insofern erfüllt wird. Im gegenseitigen Einvernehmen sind jederzeit Vertragsänderungen möglich, bis hin zur Vertragskündigung. Von der Definition her ist die Kündigung des Kreditvertrages die einseitige Willenserklärung, den Vertrag zu beenden. Die Möglichkeit dazu haben beide Seiten, also Kreditgeber und Kreditnehmer. Hier lernen Sie mehr zur Kündigung von Krediten zur Umschuldung und den damit verbundenen Problemen beim Kredit ablösen sowie der Vorfälligkeitsentschädigung. Weiterhin sollten Sie bei der Kreditkündigung vorsichtig vorgehen und einen Finanzexperten befragen, bevor Sie aktiv werden.

Probleme bei der Kündigung, durch die Vorfälligkeitsentschädigung

Im Geschäftsalltag kommt es deutlich häufiger vor, dass der Kreditvertrag vom Kreditnehmer gekündigt wird. Das ist im Einzelfall nicht immer problemlos möglich und kann mit Zusatzkosten bzw. einer Vorfälligkeitsentschädigung für den Kreditnehmer als denjenigen verbunden sein, der den Vertrag letztendlich nicht einhält.

Die ordentliche, vertragliche und außerordentliche Kündigung von Krediten

Unterschieden werden muss bei der Kündigung von Krediten oder Darlehen nach:

  • der ordentlichen Kündigung
  • der vertraglichen Kündigung
  • sowie in die vorzeitige, die außerordentliche Kündigung.

Darüber hinaus ist mitentscheidend, um welche Kreditform es sich handelt. In allen Fällen gilt für die Wirksamkeit der Kündigung durch den Verbraucher als Kreditnehmer, dass der offene Saldo innerhalb von zwei Wochen nach der Kündigung abgelöst, sprich ausgeglichen werden muss. Ansonsten ist die Kündigung unwirksam.

Ausnahme Kontokorrentkredit bzw. Dispo-Kredit

Der Kontokorrentkredit, der Dispo-Kredit auf dem Girokonto braucht nicht gekündigt zu werden. Ihm liegt kein Kreditvertrag zugrunde, sondern das einseitige Angebot des Kreditinstitutes, dass der Kontoinhaber sein Girokonto bis zu dem angebotenen Höchstbetrag im Minus führen, umgangssprachlich überziehen darf.

Diese Zusage kann das Kreditinstitut jederzeit zurücknehmen, was von der Wirkung her einer Kündigung gleichkommt. Der Kontoinhaber ist gehalten, den Dispo-Kredit auszugleichen. Formell gesehen ist es jedoch keine Vertragskündigung, weil dem Dispo-Kredit kein Vertrag zugrunde liegt.

Kündigungen von Krediten vor und nach dem 11.06.2010

Über alle anderen Kredite wie Raten- und Rahmenkredit, wie Immobilienkredit, Autokredit oder Anschaffungskredit wird ein Vertrag abgeschlossen. In Bezug auf die Kündigungsfristen ist das Datum 11.06.2010 ausschlaggebend.

Für Kreditverträge, die vor diesem Stichdatum abgeschlossen worden sind, gilt die Kündigungsfrist nach § 489 BGB, des Bürgerlichen Gesetzbuches. Dort sind die einzelnen Fristen für die unterschiedlichen Darlehen festgelegt. Dabei ist entscheidend, dass in dem Kreditvertrag für den Ratenkredit ein fester Zinssatz vereinbart worden ist. In diesem Fall kann der Kredit nach Ablauf von sechs Monaten seit der vollständigen Auszahlung mit einmonatiger Frist gekündigt werden. Alle später, also nach dem 11.06.2010 abgeschlossenen Kreditverträge sind ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu jedem Zeitpunkt kündbar. Kredite und Darlehen mit einem variablen Zinssatz können ebenfalls jederzeit mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden.

Oftmals kann es sich lohnen einen Kredit mit hohen Zinsen abzulösen bzw. eine Umschuldung durchzuführen. Deswegen sollten Sie genaustens prüfen, was die günstigere Variante für Sie ist.

Die Vorfälligkeitsentschädigung oder die Vorfälligkeitszinsen

Der Kreditgeber ist dazu berechtigt, eine Vorfälligkeitsentschädigung beim Kredit kündigen zu erheben. Sie ist der finanzielle Ausgleich für den Zinsverlust, den die vorzeitige Kündigung des Kreditnehmers zur Folge hat. Durch die Nichteinhaltung des Kreditvertrages entsteht dem Kreditinstitut dadurch ein Nachteil, dass der Verdienst an den Kreditzinsen niedriger ist als vertraglich vorgesehen.

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist seit jeher ein dauerhaftes Streitthema zwischen Kreditinstituten und Verbrauchern. In Deutschland ist durch die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes BGH mittlerweile genau definiert, wie sich die Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Kredit-/Darlehenskündigung berechnet. Daran sind Banken und Sparkassen gebunden.

Kündigung durch den Kreditgeber

Der Vollständigkeit halber muss festgehalten werden, dass es auch für den Kreditgeber Gründe geben kann, um den Kreditvertrag vorzeitig zu kündigen. Anlass dafür sind Vertragsverstöße des Kreditnehmers. Der häufigste Fall sind Zahlungsprobleme dahingehend, dass der Kredit nicht pünktlich, nicht vollständig oder gar nicht zurückgezahlt wird. Hier ist § 498 BGB die Rechtsgrundlage.

Zur Kündigung eines Konsumenten- beziehungsweise Verbraucherkredites durch den Kreditgeber müssen zwei zusammenhängende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Kreditnehmer muss mit wenigstens zwei aufeinander folgenden Teilzahlungen ganz oder teilweise, und darüber hinaus mit mindestens 10 %, bei einer Laufzeit des Kreditvertrags von über drei Jahren mit 5 % der Kreditsumme im Zahlungsrückstand sein.
  • Das Kreditinstitut muss dem Kreditnehmer eine zweiwöchige Zahlungsfrist für den rückständigen Betrag gesetzt und ihm unmissverständlich erklärt haben, dass bei nicht fristgerechter Zahlung der aktuelle Kreditsaldo komplett sowie in einer Summe zurückverlangt, das heißt fällig gestellt wird.

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Weiterführende Informationen

Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Finanzberatung vornehmen. Sollten Sie einen Kredit oder eine Versicherung abschließen wollen, erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachexperten für Finanzierungen.

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