Investitionskredit – Ein Kredit für Unternehmen

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Der Investitionskredit für die Finanzierung von gewerblichen Krediten

Investitionskredit - Ein Kredit für Unternehmen
Investitionskredit – Ein Kredit für Unternehmen

Der Investitionskredit hat das typische Merkmal, dass er ein gewerblicher Kredit ist. Davon wird ganz allgemein dann gesprochen, wenn der Kreditnehmer keine Privatperson, sondern ein Gewerbetreibender oder ein selbstständiges Unternehmen ist. Auch der Freiberufler kann einen gewerblichen Kredit aufnehmen.

Entscheidend für diese Definition ist die Verwendung der Kreditsumme. Der Investitionskredit wird immer für unternehmerische Zwecke aufgenommen, im Gegensatz zu einem Konsumenten- oder dem Verbraucherkredit im privaten Bereich.

Doch die Definition gewerblich bezieht sich auch auf den Kreditgeber. Banken und Sparkassen, die nach dem KWG, dem Kreditwesengesetz Kredite vergeben dürfen, tun das aus gewerblichen Gründen. Die Kreditvergabe ist eine ihrer Geschäftsgrundlagen und bedeutenden Einnahmequellen. In dieser Hinsicht sind die privaten Kreditgeber das genaue Gegenteil. Es sind Privatpersonen, die ihr privates Geld gegen Zinsen verleihen, ohne damit ein Gewerbe zu betreiben. Zu diesen privaten Kreditgebern gehören die Onlineportale mit ihrem Angebot an Peer-to-Peer-Krediten, an Krediten von Privat zu Privat. Geldgeber sind Privatpersonen, wobei die tatsächliche Kreditabwicklung mit Aus- und Rückzahlung über eine nach dem KWG zugelassene Bank erfolgt. Diese Privatkredite sind in den meisten Fällen Kredite für Verbraucher oder für Freiberufler, nicht jedoch für Unternehmen.

Die Investition steht bei dieser Kreditart im Vordergrund

Wie das Wort Investition sagt, wird mit der Einnahme aus dieser Kreditart investiert und nicht konsumiert. Investieren ist das langfristige Anlegen von Kapital in Sachwerte. Der Investitionskredit wird dazu verwendet, um Betriebsvermögen zu schaffen, zu kaufen beziehungsweise zu finanzieren. Langfristig gesehen erhöht sich dadurch das Betriebsvermögen. Der Investitionskredit nebst den Kreditzinsen wird, wie es heißt, aus dem laufenden Betrieb zurückgeführt. Belastet werden damit die Betriebseinnahmen. Unberührt davon bleibt der Wert des investierten Betriebsvermögens. In der Betriebswirtschaft wird in die beiden Arten Betriebsmittel- und Investitionskredit unterschieden. Ein Betriebsmittelkredit dient zur Verbesserung der Liquidität, während mit dem Investitionskredit Sachanlagen, Modernisierungen oder Betriebserweiterungen finanziert werden. Ganz gleich an welcher Stelle im Unternehmen; mit dieser Kreditform wird immer investiert und insofern ein beständiger Mehrwert geschaffen.

Der Kredit ist zweckgebunden

Jeder Investitionskredit ist in zweifacher Hinsicht ein zweckgebundener Kredit. Zum einen darf er nur für betriebliche, für unternehmerische Zwecke verwendet werden. Er wird auf dem Firmenkonto als Einnahme verbucht und darf weder ganz noch teilweise mit dem Privatkonto oder dem privaten Lebensunterhalt des Kreditnehmers vermischt werden.

Auflagen für den Kreditantrag

Zum anderen muss die in dem Kreditantrag näher bezeichnete Investition auch tatsächlich so getätigt werden. Ansonsten wäre es kein lupenreiner Investitionskredit. Der Kreditnehmer würde ihn entweder zweckentfremden oder zur Liquiditätsverbesserung daraus einen Betriebsmittelkredit machen. Insofern ist der Kreditgeber bei der Vergabe eines Investitionskredites auf der sicheren Seite, dass die Kreditsumme exakt so wie vorgesehen verwendet wird. Üblicherweise ist der Investitionskredit ein Raten- und kein Rahmenkredit. Das ist auch im Interesse des Kreditnehmers. Der kann und möchte die feststehenden Kreditraten mit Zinsen und Tilgung in sein Monats-/Jahresbudget einplanen. Damit ist sichergestellt, dass der Investitionskredit so wie vertraglich vorgesehen zurückgezahlt, und dass die damit finanzierte Investition zu einem Betriebsvermögen mit Mehrwert wird.

Die Vergabe von Investitionskrediten

Grundsätzlich kann ein Investitionskredit von jeder Bank und Sparkasse vergeben werden. Ist mit der Kreditvergabe die besondere Förderung einer Investition bezweckt, dann wird der Investitionskredit häufig von sogenannten „Förderbanken“ angeboten. Die bekannteste unter ihnen ist die KfW, Kreditbank für Wiederaufbau. Mit den von ihr angebotenen Investitionskrediten wird eine gezielte Wirtschaftsförderung in ganz unterschiedlichen Bereichen bezweckt. Solche Investitionskredite sind als Förderkredite durch niedrige Kreditzinsen oder durch eine temporäre Tilgungsfreiheit besonders günstig. Oftmals sind sie eine anteilige, in dem Sinne keine 100%ige Vollfinanzierung der geplanten Investition. KfW-Förder-/Investitionskredite werden über die Hausbank des Unternehmers abgewickelt.

Unbewegliches Anlagevermögen als Kreditsicherheit

Der Kreditgeber legt im Hinblick auf die Kreditbesicherung Wert darauf, dass mit dem Investitionskredit überwiegend unbewegliches Anlagevermögen geschaffen wird. Ihm ist der Investitionskredit für einen Grundstücks- oder Immobilienerwerb deutlich lieber als für eine Fahrzeugflotte mit Firmen- oder mit Mietwagen. Liegenschaften und Immobilien sind in dem Sinne wertbeständig, während das Auto jederzeit unfallbedingt ein Totalschaden sein kann und dann wertlos ist.

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Weiterführende Informationen

Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Finanzberatung vornehmen. Sollten Sie einen Kredit oder eine Versicherung abschließen wollen, erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachexperten für Finanzierungen.

 

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