Immobilienfinanzierung, Immobilienkredit Finanzierung, Ablauf und Umschuldung

Immobilienfinanzierung, Immobilienkredit Finanzierung, Ablauf und Umschuldung
4 (80%) 4 votes

Weiterbildung und Fortbildung  Online lernen – Immobilien lernen  – Immobilienfinanzierung, Immobilienkredit Finanzierung, Ablauf und Umschuldung

Die Immobilienfinanzierung – Ablauf, Finanzierung und Umschuldung mit Immobilienkredit

Immobilienfinanzierung, Immobilienkredit Finanzierung, Ablauf und Umschuldung
Immobilienfinanzierung, Immobilienkredit Finanzierung, Ablauf und Umschuldung

Immobilienfinanzierung mit Immobilienkredit: Der Traum von den eigenen vier Wänden scheitert in vielen Fällen beim Blick auf den Kontostand. Das Ersparte reicht im Regelfall nicht aus, um überhaupt nur einen Bruchteil der Kaufsumme aufzubringen. Niedrige Zinsen, die derzeit für extrem günstige Finanzierungen sorgen, helfen jedoch bei der Erfüllung des Traums, doch noch Besitzer einer eigenen Immobilie zu werden. Doch wie ist der Ablauf eines Immobilienkredits? Welche Faktoren müssen im Vorfeld berücksichtigt werden, damit der scheinbar günstige Kredit nicht zur überteuerten Finanzierung mutiert? Weiterhin lernen Sie was eine Umschuldung bei der Immobilienfinanzierung bringen kann.

Anzeige

Immobilienfinanzierung mit Immobilienkredit

Was gilt es vor der Immobilienfinanzierung mit dem Immobilienkredit zu beachten und wie ist der Ablauf einer Finanzierung. Was kann eine Umschuldung bringen? Was sind Kaufnebenkosten? und andere Fragestellungen werden hier erläutert.

Immobilienkredit – Die Höhe der Finanzierung

Zu Beginn stellt sich die Frage, wie hoch die Finanzierung von Immobilienkrediten überhaupt sein soll. Dabei ist zu beachten, dass – neben dem Kaufpreis der Immobilie – auch weitere Kosten anfallen. Weitere Kosten bei der Immobilienfinanzierung können sein:

  • Grunderwerbssteuer,
  • Notar- oder Anwaltskosten,
  • Maklergebühren

Dies sind allesamt Faktoren, die dazu führen, dass sich der Kaufpreis um rund 10 bis 15 Prozent erhöhen kann. Ob die sogenannten Kaufnebenkosten aus eigener Tasche finanziert oder auch über die Finanzierung gedeckt werden sollen, muss im Vorfeld beantwortet werden.

Vor Jahren gab es noch die Formel, dass – wer sich für eine Finanzierung entscheidet – rund 10 bis 20 Prozent an Eigenkapital aufwenden muss, um überhaupt einen Immobilienkredit zu bekommen. Das Eigenkapital wurde vorwiegend für die Kaufnebenkosten verwendet. Diese Regelung hat sich, wohl auch im Hinblick auf die Niedrigzinsphase, in den letzten Jahren derart verändert, dass Vollfinanzierungen heutzutage keine Probleme mehr darstellen, aber riskant sind.

Der Kreditvergleich kann sinnvoll sein, um unterschiedliche Angebote zu vergleichen

Da es sich bei Immobilienkrediten um Finanzierungen handelt, die gut und gerne eine Laufzeit von 35 Jahren haben und mitunter Summen von weit über 200.000 Euro aufgenommen werden, ist es unerlässlich, die unterschiedlichen Angebote der Banken zu vergleichen. Im Internet gibt es verschiedene Online-Plattformen, die einen kostenlosen Kreditvergleich anbieten.

Wer ohne vorherigen Vergleich ein Angebot unterfertigt, handelt fahrlässig; auch Experten beteuern immer wieder, dass Vergleiche im Vorfeld durchgeführt werden müssen, sodass potentielle Kreditnehmer auch ungefähr einschätzen können, wie teuer oder günstig die derzeitigen Kredite sind. Beim Vergleich ist aber nicht nur auf den Zinssatz zu achten. Die Position „Gesamtbelastung am Ende der Laufzeit“ gibt einen Aufschluss darüber, wie teuer die Finanzierung tatsächlich wird. In jener Position sind alle Gebühren und Kosten inkludiert, die in den nächsten 35 Jahren auf den Kreditnehmer zukommen. Hier erkennt man auch, ob es sich um eine günstige Finanzierung handelt oder mitunter zahlreiche versteckte Gebühren anfallen, die den Kredit erst so richtig teuer werden lassen.

Anzeige

Der Ablauf einer Finanzierung mit Immobilienkredit – Von der Prüfung bis zur Auszahlung

Der Immobilienkredit - Ablauf der Finanzierung - Finanzierung, Kreditvergleich, Kreditantrag und Kreditzusage
Der Immobilienkredit – Ablauf der Finanzierung – Finanzierung, Kreditvergleich, Kreditantrag und Kreditzusage

Hat der Kreditnehmer das beste Angebot gefunden, nimmt er Kontakt mit der Bank auf. Dabei sind – um den Kreditantrag überprüfen zu können – mehrere Unterlagen erforderlich, die einen Einblick über die finanzielle Situation des Antragstellers geben. Zu den Unterlagen gehören etwa Einkommensnachweise, Sicherheiten wie eine Lebensversicherung oder auch Eigenkapital.

Natürlich führt die Bank auch eine Schufa-Abfrage durch; jene ist entscheidend, ob der Antragsteller kreditfähig ist oder nicht. In weiterer Folge können sich die Konditionen, je nach Bonität des Antragstellers, verändern. Verfügt der Antragsteller über eine sehr gute Bonität, erhält er im Regelfall bessere Konditionen; bei einer gerade ausreichenden Bonität, kann die Bank die Konditionen – zum Nachteil des Antragstellers – verändern oder gar den Antrag ablehnen.

Entscheidet die Bank zu Gunsten des Antragstellers, wird in weiterer Folge das Geld auf das angegebene Konto überwiesen. Im Regelfall überweist die Bank die Summe auf das Konto des Notars, der ein Treuhandkonto eingerichtet hat. Nach Eingang der Summe und Abwicklung aller Formalitäten, überweist der Notar die Summe auf das Konto der Immobilienverkäufer.

Sind Sondertilgungen möglich?

Der Kreditnehmer sollte im Vorfeld auf den Umstand achten, ob Sondertilgungen möglich sind oder nicht. Vor allem bei Immobilienkrediten, die eine Laufzeit von bis zu 35 Jahren haben können, sind Sondertilgungen eine Möglichkeit, um einerseits die monatlichen Raten zu senken, andererseits aber auch um die Laufzeit zu verkürzen. Entscheidet sich der Kreditnehmer für eine variable Verzinsung, sind Sondertilgungen jederzeit möglich. Hat sich der Kreditnehmer aber für einen festen Zinssatz entschieden, muss er – sofern er sich für Sondertilgungen entscheidet – auch die anfallenden Zinsen bezahlen. In diesem Fall kommt es nur bedingt zu einer Einsparung.

Die Umschuldung kann viel Geld sparen

35 Jahre sind eine lange Zeit. Mitunter kann es auch vorkommen, dass der Kreditnehmer bemerkt, dass es bessere Angebote gibt, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Umschuldungen sind definitiv möglich. Dabei wird ein neuer Kredit aufgenommen, der die ausstehende Summe deckt und in weiterer Folge bedient wird. Derartige Vorgehensweisen sind aber nur empfehlenswert, wenn der Kreditnehmer einen tatsächlichen finanziellen Vorteil davon hat. Hier sollten Sie auf jeden Fall im Vorfeld einen Finanzexperten befragen, ob eine Umschuldung für Sie sinnvoll ist.

Das Fazit zum Immobilienkredit

Wer sich für einen Immobilienkredit entscheidet, muss mehrere Wochen einplanen, in denen der Antrag überprüft wird. Dabei überprüfen die Bankberater nicht nur die Sicherheiten des Antragstellers, sondern auch die finanzielle Situation und die Immobilie selbst. Schlussendlich möchte sich auch die Bank überzeugen, dass die Summe, die für die Immobilie aufgebracht wird, überhaupt im Einklang mit dem Verkehrswert des Objektes steht.

Damit es am Ende nicht zur bösen Überraschung kommt und der scheinbar günstige Immobilienkredit zur teuren Finanzfalle wird, ist es wichtig, im Vorfeld die unterschiedlichen Angebote zu vergleichen. Dabei sollten Antragsteller auf die „Gesamtbelastung“ achten und sich nicht von niedrigen Zinsen täuschen lassen.

Weiterführende Informationen

Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Finanzberatung vornehmen. Sollten Sie einen Kredit oder eine Versicherung abschließen wollen, erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachexperten für Finanzierungen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.