Hypothekendarlehen Vorteile und Nachteile – Immobilienfinanzierung

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Hypothekendarlehen Vorteile und Nachteile  bei der Immobilienfinanzierung

Hypothekendarlehen Vorteile und Nachteile der Immobilienfinanzierung
Hypothekendarlehen Vorteile und Nachteile der Immobilienfinanzierung

Hypothekendarlehen: In Zeiten der Niedrigzinsphase erscheint es vielen attraktiv, einen Kredit aufzunehmen, um zu investieren.  Während die meisten Banksachbearbeiter von Konsumentenkrediten, die zum Kauf eines Autos oder eines Computers angeboten werden, eher abraten, schweben Hypothekendarlehen in einem deutlich besseren Licht. Oftmals wird eine Immobilienfinanzierung mittels einer Hypothek durchgeführt. Hier lernen Sie, was eine Hypothek ist und welche Vorteile und Nachteile sie hat.

Was ist ein Hypothekendarlehen?

Um eine Immobilie zu beleihen, werden zumeist langfristige Darlehen zur Finanzierung aufgenommen. Da die Immobilie im Grundbuch eingetragen ist, kann die beleihende Bank eine Hypothek auf die Immobilie eintragen lassen. In der Regel wird eine beleihende Bank voraussetzen, dass etwa 20 – 40 % der Immobilie durch Eigenkapital finanziert wird, um das Risiko eines Ausfalls zu verringern.

Vorteile eines Hypothekendarlehens

Wird man seinem Banksachbearbeiter eröffnen, man wolle Aktien kaufen, diese zu 30 % mit Eigenkapital und den Rest fremd über ein Bankdarlehen finanzieren, wird dieser wohl mit Skepsis reagieren. Kredite der Kapitalfinanzierung werden zumeist nur im Falle von Immobilien vergeben, da diese deutlich weniger im Wert schwanken als Aktien.

  • Daraus ergibt sich eine Art Hebeleffekt, die dem Immobilieninvestor im Vergleich eine höhere Rendite bringen kann. Obwohl Aktien im Schnitt eine deutlich höhere Rendite bieten, kann der Anleger durch die Fremdfinanzierung von Immobilien im Endeffekt durch den Hebeleffekt dennoch mehr Geld gewinnen als durch alternative Anlagen.
  • Noch zusätzlich wird das Risiko des Anlegers minimiert, wenn er selbst die Immobilie bewohnt. Dadurch kann er sich sicher sein, dass durch die Immobilie stets bei ihm eine Kostenersparnis darstellen wird.
  • Vermietet er die Immobilie hingegen fremd, hat der Investor das Privileg, dass er die Darlehenszinsen steuermindernd in der Steuererklärung ansetzen kann. Er kann diese als Werbungskosten bei seinen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung zusammen mit den Abschreibungen ansetzen.
  • Ferner besteht der Vorteil, dass im Falle einer fremdvermieteten Wohnung in der Regel sich die Wohnung „von allein“ trägt. Die monatlichen Mietzahlungen decken im Idealfall Zins und Tilgung.

Nachteile eines Hypothekendarlehens

  • Falls die Immobilie zur Fremdvermietung erworben wurde, kann es passieren, dass der Investor sich durch ein Hypothekendarlehen massiv verspekuliert, wenn er keinen passenden Mieter für die Immobilie findet. In diesem Fall muss er Zins und Tilgung von seinen monatlichen laufenden Einnahmen abbezahlen, was eine schwere Belastung darstellen kann. Unter Umständen kann der Investor dadurch sogar in die Privatinsolvenz geraten, wenn die laufenden Kosten derart hoch sind, dass dieser sie nicht mehr leisten kann.
  • Hinzu kommt die psychische Belastung eines größeren Kredits. Viele Menschen kommen nicht damit zurecht, dass sie auf einen Schlag einen unter Umständen 6-stelligen Betrag einem Geldinstitut schulden. Bevor ein potentieller Darlehensnehmer ein Hypothekendarlehen aufnimmt, sollte er zunächst realistisch prüfen, ob er psychisch in der Lage ist, das Darlehen jedes Mal, wenn er sein Konto online anschaut, zu sehen.
  • Gleichwohl kommt es häufig vor, dass Investoren den Wert der Immobilie falsch einschätzen. Im Ernstfall kann die Immobilie dann nicht einmal mehr für einen angemessenen Preis verkauft werden kann. Hinzu kommen ohnehin die zwingenden Verluste durch die Notarkosten und die gezahlte Grunderwerbsteuer. Viele Banken setzen zudem eine Klausel in den Vertrag, dass der Darlehensnehmer das Darlehen nicht ohne Weiteres kündigen kann. Dieser muss vielmehr im Falle der Kündigung einen nicht unerheblichen Schadensersatz leisten.

Fazit: Immobilienfinanzierung und Hypothekendarlehen

Die Finanzierung einer Immobilie via ein Hypothekendarlehen kann aus finanzieller Hinsicht äußerst attraktiv sein. Vor allem, wenn der Investor die Immobilie selbst nutzt, ergeben sich große Vorteile, da er sich dadurch Mietzahlungen ersparen kann und da sich diese Investition sehr gut kalkulieren lässt. Die Fremdvermietung ist deutlich fehleranfälliger, da immer das Risiko eines Leerstands oder schlechter Mieter besteht. Zudem ergibt sich durch ein Mietverhältnis zusätzlicher Aufwand. Jeder muss selbst für sich entscheiden, ob er diesen Aufwand in Kauf nehmen möchte, nur um von den derzeit günstigen Zinsen zu profitieren.

Weiterführende Informationen

Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Finanzberatung vornehmen. Sollten Sie einen Kredit oder eine Versicherung abschließen wollen, erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachexperten für Finanzierungen.

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