Bedürfnisse, Bedarf, Nachfrage Zusammenhang und Definitionen – Wirtschaft / BWL lernen

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Der Zusammenhang zwischen Bedürfnisse, Bedarf und Nachfrage

Bedürfnisse, Bedarf, Nachfrage Zusammenhang und Definitionen - Wirtschaft / BWL lernen
Bedürfnisse, Bedarf, Nachfrage Zusammenhang und Definitionen – Wirtschaft / BWL lernen

Im Alltag werden die Begriffe Bedürfnisse und Bedarf häufig synonym verwendet. In den Wirtschaftswissenschaften haben sie jedoch eine jeweils spezifische Bedeutung. Sie sind zwar miteinander verknüpft, betonen jedoch unterschiedliche Aspekte und tragen so zu mehr Differenzierung bei. Mit diesen beiden verbunden ist der Begriff der Nachfrage. Deshalb werden diese drei wirtschaftlichen Grundbegriffe und ihr Verhältnis zu einander hier nun erklärt und Sie erhalten Definitionen und Beispiele zum Lernen.

Bedürfnisse und der zugrundeliegende Mangel

Als Bedürfnis gilt ganz grundsätzlich der Wunsch, einen (empfundenen) Mangel zu beheben. Die Bedürfnisse bezeichnen also die Wünsche des Individuums, die in der Regel aus einem Mangel hervorgehen und die Grundlage für Wirtschaft überhaupt darstellen.

Damit sind zum Beispiel auch Grundbedürfnisse gemeint, wie das Bedürfnis eines Menschen nach Nahrung, Kleidung oder einer Behausung. Bei Ermangelung eines dieser Güter tritt der Wunsch auf, diesen Mangel zu beseitigen. Es gibt verschiedene Stufen und auch Formen von Bedürfnissen wie die hier angeführten:

  • die Grundbedürfnisse oder auch Existenzbedürfnisse genannt,
  • die Kulturbedürfnisse,
  • die Luxusbedürfnisse

sowie die Individual- oder Kollektivbedürfnisse. Wichtig ist, dass sie alle den Wunsch eines Individuums zur Beseitigung eines Mangels bezeichnen. Dieser Mangel kann auch ein subjektiv empfundener sein. Mehr zum Thema Existenzbedürfnisse, Kulturbedürfnisse und Luxusbedürfnisse erfahren!

Der Bedarf ist ein mit Kaufkraft ausgestattetes Bedürfnis

Unter dem Bedarf wird gewissermaßen die nächste Abstraktionsebene des Bedürfnisses verstanden. Ökonomisch bilden die Bedürfnisse der Menschen zwar die Basis, jedoch bleiben sie irrelevant, solange diese keine ökonomische Möglichkeit zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse haben. Sie brauchen Kaufkraft, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen und sie müssen diese auch gezielt zur Befriedigung eines Bedürfnisses einsetzen wollen.

Die Bedarfe meinen das mit Kaufwillen ausgestattete Bedürfnis, das sich auf eine ganz spezifische Art äußert. So kann das Bedürfnis eines Menschen zum Beispiel nach etwas zu trinken zu einem Bedarf nach Wasser führen. Er kann natürlich auch zu dem Bedarf nach Saft oder nach Bier führen, jedoch sind die Bedarfe eben immer spezifisch. Er ist ein konkretisiertes Bedürfnis.

Die Nachfrage ist ein konkreter Bedarf mit Kaufentscheidung

Wenn dieser Bedarf nach Wasser dazu führt, dass dieses Wasser auch tatsächlich gekauft wird, handelt es sich um die Nachfrage.

  • Als Nachfrage wird also der tatsächlich durch eine Kaufentscheidung realisierte Bedarf bezeichnet.

Das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage ist ein ganz grundsätzlicher Faktor bei der Preisbildung von Gütern aller Art.

Bedürfnisse, Bedarfe und die  Nachfrage im Zusammenhang

Zusammenhang: Vereinfacht gesagt besteht der Bedarf in dem Bedürfnis und einem Kaufwillen und die Nachfrage in dem Bedarf und der Kaufentscheidung. Wobei der Kaufwille zusammen mit der Kaufkraft auch zum tatsächlichen Kauf führt.

Menschen haben viele und auch verschiedene Bedürfnisse. Nicht alle von diesen Bedürfnissen werden ökonomisch relevant. Allein das Grundbedürfnis nach Nahrung kann zu vielen unterschiedlichen Formen von Bedarfen führen. Je nach Individuum kann es zum Beispiel zu Bedarfen nach Fleisch oder nach Gemüse führen. Dabei kann das Individuum zu verschiedenen Zeiten das Bedürfnis nach beidem haben, wobei es aber nur eines davon tatsächlich versuchen möchte, zu konsumieren. Dann wird auch nur dieses eine Gut zu einem Bedarf. Und wenn dieses Gut tatsächlich gekauft wird, handelt es sich um ein nachgefragtes Gut, also um die Nachfrage.

Die drei Begriffe beschreiben also im Grunde den Prozess der Nachfrage in verschiedenen Stadien. Mit der Unterscheidung in Bedürfnisse, Bedarf und schließlich der Nachfrage kann dieser Prozess differenziert und genau beschrieben werden. Sie tragen gewissermaßen auch der unterschiedlichen Möglichkeit zur Objektivierung Rechnung. Aus der tatsächlichen Nachfrage ergibt sich der Bedarf, der hinsichtlich bestimmter Bedürfnisse stets konkretisiert und objektiviert ist. Die Bedürfnisse selbst sind subjektiv und werden erst durch diesen Prozess, indem sie in konkreter Form als Bedarfe auftreten und dann zur Nachfrage führen, messbar. Deswegen ist die Unterscheidung dieser drei Begriffe wichtig.

Weiterführende Informationen

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